Rückseite
2€noch kein BildVorderseite
2€noch kein BildDeutschland · Baden-Württemberg - Basilika Birnau
Ausgabedatumxx.xx.28
Gesamtauflage–
EU-Maximum–
Editionen1
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Zum Ausgabeanlass
Die Ausgabe ist dem Bundesland Baden-Württemberg gewidmet. Anlass ist die Würdigung der Basilika Birnau als bedeutendes religiöses und kulturhistorisches Bauwerk des Landes.
Hintergrund zum Thema
Die Kirche geht auf die Wallfahrt zur Gottesmutter zurück, die zunächst an einer älteren Kapelle in Birnau stattfand. Für das Zisterzienserkloster Salem wurde dieser Ort im 18. Jahrhundert zu klein und entsprach nicht mehr den liturgischen und repräsentativen Anforderungen der Zeit. Das Kloster ließ deshalb eine neue Wallfahrtskirche errichten, die weithin sichtbar über dem Bodensee liegen sollte.
Mit der Planung wurde der Vorarlberger Baumeister Peter Thumb beauftragt, der auch an mehreren anderen Kirchenbauten im süddeutschen Raum beteiligt war. Der Bau entstand zwischen 1746 und 1750. An seiner Ausstattung wirkten Künstler aus dem Bodenseeraum und aus Süddeutschland mit. Die Deckenfresken stammen von Joseph Ignaz Appiani, die Stuckarbeiten und zahlreiche Bildwerke werden Johann Georg Dirr beziehungsweise Josef Anton Feuchtmayer zugeschrieben. Zu den bekanntesten Figuren gehört der sogenannte „Honigschlecker“: ein Knabe, der nach einer Bienenwabe greift. Die Figur steht in einem Zusammenhang mit der Verehrung des heiligen Bernhard von Clairvaux und ist zugleich ein Beispiel für die stark bildhafte Ausstattung barocker Kirchen.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit den politischen Veränderungen am Ende des Alten Reiches verbunden. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Salem aufgehoben; dadurch verlor Birnau ihre ursprüngliche institutionelle Trägerschaft. Die Kirche blieb jedoch als Gotteshaus und Wallfahrtsort erhalten. Später übernahmen wieder Zisterzienser die seelsorgerische Betreuung. Im 20. Jahrhundert wurde Birnau zudem zur päpstlichen Basilica minor erhoben.
Der Anlass verbindet damit mehrere Ebenen: die Geschichte des Zisterzienserordens, die religiöse Tradition der Bodenseeregion und die Entwicklung der süddeutschen Barockarchitektur. Die Münzwahl lässt sich insbesondere dadurch erklären, dass Birnau ein Bauwerk ist, an dem sich regionale Geschichte, kirchliche Kultur und die politischen Folgen der Säkularisation anschaulich verbinden.
Mit der Planung wurde der Vorarlberger Baumeister Peter Thumb beauftragt, der auch an mehreren anderen Kirchenbauten im süddeutschen Raum beteiligt war. Der Bau entstand zwischen 1746 und 1750. An seiner Ausstattung wirkten Künstler aus dem Bodenseeraum und aus Süddeutschland mit. Die Deckenfresken stammen von Joseph Ignaz Appiani, die Stuckarbeiten und zahlreiche Bildwerke werden Johann Georg Dirr beziehungsweise Josef Anton Feuchtmayer zugeschrieben. Zu den bekanntesten Figuren gehört der sogenannte „Honigschlecker“: ein Knabe, der nach einer Bienenwabe greift. Die Figur steht in einem Zusammenhang mit der Verehrung des heiligen Bernhard von Clairvaux und ist zugleich ein Beispiel für die stark bildhafte Ausstattung barocker Kirchen.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit den politischen Veränderungen am Ende des Alten Reiches verbunden. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Salem aufgehoben; dadurch verlor Birnau ihre ursprüngliche institutionelle Trägerschaft. Die Kirche blieb jedoch als Gotteshaus und Wallfahrtsort erhalten. Später übernahmen wieder Zisterzienser die seelsorgerische Betreuung. Im 20. Jahrhundert wurde Birnau zudem zur päpstlichen Basilica minor erhoben.
Der Anlass verbindet damit mehrere Ebenen: die Geschichte des Zisterzienserordens, die religiöse Tradition der Bodenseeregion und die Entwicklung der süddeutschen Barockarchitektur. Die Münzwahl lässt sich insbesondere dadurch erklären, dass Birnau ein Bauwerk ist, an dem sich regionale Geschichte, kirchliche Kultur und die politischen Folgen der Säkularisation anschaulich verbinden.
2 Euro Stgl./BU
- Randschrift
- EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
–
Reihen
Serie Bundesländer II (2023 - 2038)
