CC 543 2024
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
Vatikan · 150. Geburtstag von Guglielmo Marconi
Auflage73.000
Ausgabepreis19,00 €
Ausgabedatum12.11.2024
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 150. Geburtstag von Guglielmo Marconi. Das Motiv zeigt mittig sein Porträt, flankiert von Papst Pius XII. links und Papst Pius XI. rechts. Ergänzt wird es durch den Schriftzug „GUGLIELMO MARCONI“, die Jahreszahlen „1874“ und „2024“ sowie „CITTÀ DEL VATICANO“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt das Porträt von Marconi (mittig) sowie von Papst Pius XI. (rechts) und dessen Nachfolger Papst Pius XII. (links). Oben rechts befindet sich halbkreisförmig der Schriftzug „GUGLIELMO MARCONI“ und darunter die Jahresangaben „1874“ und „2024“. Im unteren Bereich der Münze sind der Schriftzug „CITTÀ DEL VATICANO“ sowie der Name der Künstlerin „L. PANCOTTO“ (Loredana Pancotto) angebracht. Links ist das Münzzeichen „R“ zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Guglielmo Marconi war ein italienischer Physiker, Erfinder und Unternehmer, der die drahtlose Telegrafie technisch und wirtschaftlich vorantrieb. Seit den 1890er-Jahren experimentierte er mit der Übertragung elektromagnetischer Signale über größere Entfernungen. 1901 gelang ihm der Empfang eines drahtlos übertragenen Signals über den Atlantik. Damit war gezeigt, dass Funkverbindungen auch über den Horizont hinaus möglich waren. Seine Arbeiten bildeten eine Grundlage für den späteren Rundfunk und den mobilen Seefunk. 1909 erhielt er gemeinsam mit dem deutschen Physiker Karl Ferdinand Braun den Nobelpreis für Physik.
Der besondere Bezug Marconis zum Vatikan entstand nach der Gründung des Staates Vatikanstadt durch die Lateranverträge von 1929. Papst Pius XI. beauftragte ihn mit dem Aufbau einer vatikanischen Funkstation. Marconi plante die technische Anlage und stellte sie persönlich vor. Im Februar 1931 nahm Radio Vatikan den Sendebetrieb auf. Bei der Eröffnung kündigte Marconi die erste Rundfunkansprache eines Papstes an; Pius XI. wandte sich auf Latein an Hörer außerhalb der Grenzen des kleinen Kirchenstaates.
Die Funktechnik gab dem Heiligen Stuhl ein neues Mittel, um päpstliche Ansprachen und kirchliche Nachrichten weltweit zu verbreiten. Unter Pius XII., der zuvor als Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli eng mit Pius XI. zusammengearbeitet hatte, gewann Radio Vatikan weiter an Gewicht. Während des Zweiten Weltkriegs sendete der Sender neben päpstlichen Botschaften auch Nachrichten über Vermisste, Gefangene und Vertriebene.
Die Verbindung Marconis mit beiden Päpsten verweist somit nicht nur auf seine allgemeine Rolle in der Geschichte der Funktechnik. Sie erinnert vor allem an den Aufbau eines vatikanischen Rundfunks und an dessen Nutzung in den folgenden Jahren. Der runde Geburtstag bot dem Vatikan Anlass, einen Erfinder zu würdigen, dessen Arbeit unmittelbar zur eigenen Kommunikationsgeschichte gehört.
Der besondere Bezug Marconis zum Vatikan entstand nach der Gründung des Staates Vatikanstadt durch die Lateranverträge von 1929. Papst Pius XI. beauftragte ihn mit dem Aufbau einer vatikanischen Funkstation. Marconi plante die technische Anlage und stellte sie persönlich vor. Im Februar 1931 nahm Radio Vatikan den Sendebetrieb auf. Bei der Eröffnung kündigte Marconi die erste Rundfunkansprache eines Papstes an; Pius XI. wandte sich auf Latein an Hörer außerhalb der Grenzen des kleinen Kirchenstaates.
Die Funktechnik gab dem Heiligen Stuhl ein neues Mittel, um päpstliche Ansprachen und kirchliche Nachrichten weltweit zu verbreiten. Unter Pius XII., der zuvor als Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli eng mit Pius XI. zusammengearbeitet hatte, gewann Radio Vatikan weiter an Gewicht. Während des Zweiten Weltkriegs sendete der Sender neben päpstlichen Botschaften auch Nachrichten über Vermisste, Gefangene und Vertriebene.
Die Verbindung Marconis mit beiden Päpsten verweist somit nicht nur auf seine allgemeine Rolle in der Geschichte der Funktechnik. Sie erinnert vor allem an den Aufbau eines vatikanischen Rundfunks und an dessen Nutzung in den folgenden Jahren. Der runde Geburtstag bot dem Vatikan Anlass, einen Erfinder zu würdigen, dessen Arbeit unmittelbar zur eigenen Kommunikationsgeschichte gehört.
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