CC 536 2024
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Stgl./BU
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Malta · Die maltesische Honigbiene, Serie: Einheimische Arten
Auflage47.500
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum26.08.2024
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis33,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist der maltesischen Honigbiene (Apis Mellifera Ruttneri) gewidmet, einer nur auf den maltesischen Inseln beheimateten Tierart. Das von Maria Anna Frisone entworfene Motiv zeigt eine Biene auf einer Blüte und eine Honigwabe im Hintergrund und verweist auf ihre Bedeutung als Bestäuberin und Honigproduzentin. Links steht „MALTA“, rechts ist das Ausgabejahr angegeben.
Das Motiv
Das Motiv wurde von Maria Anna Frisone entworfen und zeigt die maltesische Honigbiene (Apis Mellifera Ruttneri), die den endemischen Tier- und Pflanzenarten auf den maltesischen Inseln angehört. Das Motiv zeigt eine Biene auf einer Blüte sowie eine Honigwabe im Hintergrund. Die Münze macht auf eine nur auf Malta beheimatete Tierart aufmerksam und fängt die Arbeit der Biene als Bestäuberin und Honigproduzentin ein. Auf der linken Seite befindet sich der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und auf der rechten Seite das Ausgabejahr „2024“. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Taxonomisch handelt es sich bei *Apis mellifera ruttneri* um eine Unterart der Westlichen Honigbiene und nicht um eine eigenständige Art. Ihre Entwicklung wurde durch die geografische Isolation des maltesischen Archipels geprägt. Sie ist an die dortigen mediterranen Bedingungen angepasst, darunter heiße, trockene Sommer, milde Winter und zeitweise geringe Nahrungsverfügbarkeit. Solche lokal angepassten Populationen besitzen Eigenschaften, die bei eingeführten Bienen anderer Herkunft nicht in gleicher Kombination vorkommen.
Die Bienenhaltung hat auf Malta eine lange Tradition. Archäologische Überreste alter Bienenstände und in den Fels gearbeiteter Anlagen weisen darauf hin, dass Bienenprodukte bereits in früheren Epochen gewonnen wurden. In der kleinräumigen maltesischen Landwirtschaft dienen Honigbienen nicht nur der Honigerzeugung. Durch die Übertragung von Pollen unterstützen sie die Fortpflanzung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Damit stehen sie in engem Zusammenhang mit dem Erhalt der örtlichen Pflanzenwelt und der landwirtschaftlichen Produktion.
Die eigenständigen Merkmale der maltesischen Population können durch die Einfuhr fremder Honigbienen beeinträchtigt werden. Wenn sich importierte Völker mit einheimischen Bienen kreuzen, verändert sich deren genetische Zusammensetzung. Hinzu kommen Belastungen, denen Honigbienen auch in anderen Teilen Europas ausgesetzt sind: Parasiten und Krankheitserreger, der Verlust geeigneter Blühflächen, Pflanzenschutzmittel sowie längere Trocken- und Hitzeperioden. Auf kleinen Inseln können solche Einflüsse eine räumlich begrenzte Population besonders rasch erfassen.
Der Münzanlass ist daher nicht an eine Person, ein Bauwerk oder ein einzelnes historisches Ereignis gebunden. Er verbindet vielmehr Naturerbe, traditionelle Bienenhaltung und gegenwärtigen Artenschutz. Die Wahl eines endemischen Tieres als staatliches Münzmotiv lenkt die Aufmerksamkeit auf die besondere biologische Vielfalt eines Inselgebiets und auf die Frage, wie lokale Unterarten gegenüber genetischer Vermischung und Umweltveränderungen erhalten werden können. Zugleich eignet sich die Honigbiene als Motiv, weil ihre ökologische Funktion unmittelbar mit Pflanzenwelt, Landwirtschaft und Ernährung zusammenhängt.
Die Bienenhaltung hat auf Malta eine lange Tradition. Archäologische Überreste alter Bienenstände und in den Fels gearbeiteter Anlagen weisen darauf hin, dass Bienenprodukte bereits in früheren Epochen gewonnen wurden. In der kleinräumigen maltesischen Landwirtschaft dienen Honigbienen nicht nur der Honigerzeugung. Durch die Übertragung von Pollen unterstützen sie die Fortpflanzung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Damit stehen sie in engem Zusammenhang mit dem Erhalt der örtlichen Pflanzenwelt und der landwirtschaftlichen Produktion.
Die eigenständigen Merkmale der maltesischen Population können durch die Einfuhr fremder Honigbienen beeinträchtigt werden. Wenn sich importierte Völker mit einheimischen Bienen kreuzen, verändert sich deren genetische Zusammensetzung. Hinzu kommen Belastungen, denen Honigbienen auch in anderen Teilen Europas ausgesetzt sind: Parasiten und Krankheitserreger, der Verlust geeigneter Blühflächen, Pflanzenschutzmittel sowie längere Trocken- und Hitzeperioden. Auf kleinen Inseln können solche Einflüsse eine räumlich begrenzte Population besonders rasch erfassen.
Der Münzanlass ist daher nicht an eine Person, ein Bauwerk oder ein einzelnes historisches Ereignis gebunden. Er verbindet vielmehr Naturerbe, traditionelle Bienenhaltung und gegenwärtigen Artenschutz. Die Wahl eines endemischen Tieres als staatliches Münzmotiv lenkt die Aufmerksamkeit auf die besondere biologische Vielfalt eines Inselgebiets und auf die Frage, wie lokale Unterarten gegenüber genetischer Vermischung und Umweltveränderungen erhalten werden können. Zugleich eignet sich die Honigbiene als Motiv, weil ihre ökologische Funktion unmittelbar mit Pflanzenwelt, Landwirtschaft und Ernährung zusammenhängt.



