
CC 136 2013
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Deutschland · Gemeinschaftsausgabe, Deutschland - Frankreich, 50. Jahrestag Élysée-Vertrag
Auflage155.000
Ausgabepreis22,00 €
Ausgabedatum22.01.2013
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)49,00 €
Auflagenangabe der Quelle: 35000 | 30000
Varianten
5Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 35.000
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 30.000
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 30.000
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 30.000
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 30.000
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags. Das Motiv zeigt stilisierte Porträts der Unterzeichner Konrad Adenauer und Charles de Gaulle mit ihren Unterschriften. Dazwischen stehen „50 ANS JAHRE“ und „2013“, ergänzt durch die Bezeichnungen „TRAITÉ DE L’ÉLYSÉE“ und „ÉLYSÉE-VERTRAG“.
Das Motiv
Die von Yves Sampo von der Monnaie de Paris, Stefanie Lindner von der Staatlichen Münze Berlin, Alina Hoyer (Berlin) und Sneschana Russewa-Hoyer (Berlin) entworfene Münze zeigt die stilisierten Porträts der Unterzeichner des Élysée-Vertrags (des damaligen Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer und des damaligen Präsidenten der Französischen Republik Charles de Gaulle) mit deren Unterschriften, dazwischen den Schriftzug „50 ANS JAHRE“ und die Jahreszahl „2013“ sowie den Schriftzug „TRAITÉ DE L’ÉLYSÉE“ am oberen und den Schriftzug „ÉLYSÉE-VERTRAG“ am unteren Rand des Münzinneren. Das Zeichen der Prägeanstalt („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“) und das Zeichen des Ausgabestaates („D“) sind am rechten Rand des Münzinneren zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Élysée-Vertrag wurde am 22. Januar 1963 im Pariser Élysée-Palast geschlossen. Er stand am Ende einer längeren Annäherung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich. Nach mehreren Kriegen, der deutschen Besetzung Frankreichs und den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs sollte die frühere Gegnerschaft durch dauerhaft geregelte Zusammenarbeit ersetzt werden. Bereits in den 1950er-Jahren hatten beide Staaten beim Aufbau der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zusammengearbeitet.
Der Vertrag verpflichtete die Regierungen zu regelmäßigen Konsultationen. Diese betrafen vor allem Außenpolitik, Verteidigung sowie Bildungs- und Jugendfragen. Er schuf damit kein neues europäisches Organ, sondern institutionalisierte die bilaterale Abstimmung. Eine unmittelbare Folge war die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks im Jahr 1963. Austauschprogramme, Städtepartnerschaften und Begegnungen von Schülerinnen, Schülern und Studierenden sollten die Verständigung auch gesellschaftlich verankern.
Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik. Seine Politik zielte auf die Einbindung Westdeutschlands in die westlichen Bündnisse und auf die europäische Zusammenarbeit. Charles de Gaulle, im Zweiten Weltkrieg führender Vertreter des „Freien Frankreich“, war seit 1959 Präsident der Fünften Französischen Republik. Beide Politiker verband das Ziel einer engen deutsch-französischen Kooperation, auch wenn ihre Vorstellungen von Europas außenpolitischer Ausrichtung nicht vollständig übereinstimmten.
Diese Unterschiede zeigten sich bei der deutschen Ratifizierung: Der Bundestag stellte dem Vertrag eine Präambel voran, die ausdrücklich die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die NATO und die europäische Einigung hervorhob. De Gaulle hatte dagegen stärker ein von den USA unabhängiges Europa im Blick.
Deutschland und Frankreich gaben 2013 Münzen mit einem gemeinsamen Entwurf heraus. Die Wahl eines abgestimmten Motivs entsprach dem Gegenstand des Gedenkens: Der Vertrag gilt als Grundlage der regelmäßigen deutsch-französischen Regierungszusammenarbeit und prägte die politische Abstimmung beider Staaten innerhalb Europas.
Der Vertrag verpflichtete die Regierungen zu regelmäßigen Konsultationen. Diese betrafen vor allem Außenpolitik, Verteidigung sowie Bildungs- und Jugendfragen. Er schuf damit kein neues europäisches Organ, sondern institutionalisierte die bilaterale Abstimmung. Eine unmittelbare Folge war die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks im Jahr 1963. Austauschprogramme, Städtepartnerschaften und Begegnungen von Schülerinnen, Schülern und Studierenden sollten die Verständigung auch gesellschaftlich verankern.
Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik. Seine Politik zielte auf die Einbindung Westdeutschlands in die westlichen Bündnisse und auf die europäische Zusammenarbeit. Charles de Gaulle, im Zweiten Weltkrieg führender Vertreter des „Freien Frankreich“, war seit 1959 Präsident der Fünften Französischen Republik. Beide Politiker verband das Ziel einer engen deutsch-französischen Kooperation, auch wenn ihre Vorstellungen von Europas außenpolitischer Ausrichtung nicht vollständig übereinstimmten.
Diese Unterschiede zeigten sich bei der deutschen Ratifizierung: Der Bundestag stellte dem Vertrag eine Präambel voran, die ausdrücklich die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die NATO und die europäische Einigung hervorhob. De Gaulle hatte dagegen stärker ein von den USA unabhängiges Europa im Blick.
Deutschland und Frankreich gaben 2013 Münzen mit einem gemeinsamen Entwurf heraus. Die Wahl eines abgestimmten Motivs entsprach dem Gegenstand des Gedenkens: Der Vertrag gilt als Grundlage der regelmäßigen deutsch-französischen Regierungszusammenarbeit und prägte die politische Abstimmung beider Staaten innerhalb Europas.
