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Slowakei · 20. Jahrestag 17.11.1989
Ausgabedatum10.11.2009
Gesamtauflage1.000.000
EU-Maximum1.000.000
Editionen3
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Aufschrift17. NOVEMBER SLOBODA — DEMOKRACIA / 1989-2009 / SLOVENSKO
DesignerPavel Károly
PrägestätteMincovna Kremnica, š.p., Kremnica / Slovakia
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 20. Jahrestag des Tags der Freiheit und der Demokratie sowie an die Kundgebung vom 17. November 1989, die den Beginn der „sanften Revolution“ markierte. Das Motiv zeigt eine stilisierte Glocke aus Schlüsseln und greift damit das Klappern der Schlüsselbunde durch die Bürger während der Kundgebung auf. Darüber stehen „17. NOVEMBER SLOBODA — DEMOKRACIA“ und die Jahreszahlen „1989–2009“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine stilisierte Glocke, die aus einer Reihe von Schlüsseln gebildet wird. Damit soll an die Kundgebung vom 17. November 1989 erinnert werden, auf der die Bürger mit ihren Schlüsselbunden Lärm machten, was der Anfang der „sanften Revolution“ war. Unter dem Münzmotiv sind rechts das Zeichen des Künstlers und das der slowakischen Münzprägeanstalt (Mincovna Kremnica) zu sehen. Über dem Münzmotiv stehen die Worte „17. NOVEMBER SLOBODA — DEMOKRACIA“ (Freiheit und Demokratie) und die Daten „1989-2009“; darunter die Angabe des Ausgabelandes „SLOVENSKO“.
Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der 17. November besitzt in der tschechischen und slowakischen Erinnerungskultur eine doppelte historische Bedeutung. 1939 reagierte die deutsche Besatzungsmacht auf studentische Proteste im Protektorat Böhmen und Mähren mit der Schließung tschechischer Hochschulen. Neun Studenten und Hochschulangehörige wurden hingerichtet, mehr als tausend Studenten in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Im Exil wurde der 17. November daraufhin zum Internationalen Studententag erklärt. An diese Vorgeschichte knüpfte 1989 eine offiziell genehmigte Prager Studentendemonstration an.
Der zunächst als Gedenkveranstaltung angelegte Marsch entwickelte sich zu einem Protest gegen die kommunistische Herrschaft in der Tschechoslowakei. Sicherheitskräfte lösten die Versammlung in der Prager Innenstadt gewaltsam auf. Das Vorgehen löste weitere Demonstrationen, Streiks und politische Zusammenschlüsse aus. In Prag entstand das Bürgerforum um den Schriftsteller und Dissidenten Václav Havel. In Bratislava bildete sich mit „Öffentlichkeit gegen Gewalt“ eine eigenständige slowakische Oppositionsbewegung. Auch Theater, Universitäten und Belegschaften beteiligten sich an den Protesten.
Unter dem öffentlichen Druck verlor die Kommunistische Partei innerhalb weniger Wochen ihre verfassungsrechtlich abgesicherte Führungsrolle. Eine Regierung unter Beteiligung der bisherigen Opposition wurde eingesetzt. Ende Dezember wählte die Föderalversammlung Václav Havel zum Staatspräsidenten; Alexander Dubček, eine zentrale Persönlichkeit des Prager Frühlings von 1968, wurde Vorsitzender des Parlaments. Im Juni 1990 fanden erstmals seit Jahrzehnten freie Parlamentswahlen statt.
Für die Slowakei verweist der Gedenktag damit auf die demokratische Neuordnung des damaligen gemeinsamen tschechoslowakischen Staates und zugleich auf die Tätigkeit der slowakischen Bürgerbewegung. Nach der friedlichen Teilung der Tschechoslowakei 1993 blieb dieses Erbe Bestandteil der politischen Erinnerung beider Nachfolgestaaten. Die Ausgabe fiel außerdem in das Jahr, in dem die Slowakei den Euro einführte; der Jahrestag konnte so auf einer neuen slowakischen Umlaufmünze dargestellt werden.
Der zunächst als Gedenkveranstaltung angelegte Marsch entwickelte sich zu einem Protest gegen die kommunistische Herrschaft in der Tschechoslowakei. Sicherheitskräfte lösten die Versammlung in der Prager Innenstadt gewaltsam auf. Das Vorgehen löste weitere Demonstrationen, Streiks und politische Zusammenschlüsse aus. In Prag entstand das Bürgerforum um den Schriftsteller und Dissidenten Václav Havel. In Bratislava bildete sich mit „Öffentlichkeit gegen Gewalt“ eine eigenständige slowakische Oppositionsbewegung. Auch Theater, Universitäten und Belegschaften beteiligten sich an den Protesten.
Unter dem öffentlichen Druck verlor die Kommunistische Partei innerhalb weniger Wochen ihre verfassungsrechtlich abgesicherte Führungsrolle. Eine Regierung unter Beteiligung der bisherigen Opposition wurde eingesetzt. Ende Dezember wählte die Föderalversammlung Václav Havel zum Staatspräsidenten; Alexander Dubček, eine zentrale Persönlichkeit des Prager Frühlings von 1968, wurde Vorsitzender des Parlaments. Im Juni 1990 fanden erstmals seit Jahrzehnten freie Parlamentswahlen statt.
Für die Slowakei verweist der Gedenktag damit auf die demokratische Neuordnung des damaligen gemeinsamen tschechoslowakischen Staates und zugleich auf die Tätigkeit der slowakischen Bürgerbewegung. Nach der friedlichen Teilung der Tschechoslowakei 1993 blieb dieses Erbe Bestandteil der politischen Erinnerung beider Nachfolgestaaten. Die Ausgabe fiel außerdem in das Jahr, in dem die Slowakei den Euro einführte; der Jahrestag konnte so auf einer neuen slowakischen Umlaufmünze dargestellt werden.
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Preisanalyse ansehen2 Euro Stgl./BU – Einzelseite
- Auflage
- 992.000
- Marktpreis
- 4,50 €
- Randschrift
- SLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
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Slowakei
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Offizielle Ausgabepreise
2009 · Coincard: 7,50 €
2009 · Sonstige: 5,00 €
Ergänzende Informationen
Am 13. November 2009 fand eine Autogrammstunde des Autors des Motivs der 2€ Gedenkmünze "17. November - Der Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie - 20. Jahrestag" Pavel Karoly in der Verkaufsstelle Minc Art in Kremnica statt. Pavel Károly bot in Zusammenarbeit mit Mincovna Kremnica eine eigene Sammlerkarte (Coincard) mit der 2 € Gedenkmünze "17. November" an. Die Sammlerkarte wurde in einer limitierten Menge von 1.000 Stk. ausgegeben, Preis: 5,- €, davon angeblich 300 Ex. mit und 700 Ex. ohne Unterschrift. Im Dezember 2010 gab die Mincovna Kremnica im Rahmen einer neuen Serie eine offizielle Coincard in einer Auflage von 7.000 Ex. heraus.


