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Vatikan · Internationales Jahr der Astronomie
Ausgabedatum18.11.2009
Gesamtauflage106.084
EU-Maximum106.084
Editionen3
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftR / 2009 / ANNO INTERNAZIONALE DELL’ASTRONOMIA / CITTÁ DEL VATICANO
DesignerOrietta Rossi (Maria Carmela Colaneri)
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist dem Internationalen Jahr der Astronomie gewidmet. Das Motiv zeigt eine Allegorie der Geburt der Sterne und Planeten sowie mehrere astronomische Instrumente, umschlossen von den Inschriften „ANNO INTERNAZIONALE DELL’ASTRONOMIA“ und „CITTÁ DEL VATICANO“.
Das Motiv
Das Münzinnere stellt eine Allegorie der Geburt der Sterne und der Planeten sowie mehrere astronomische Instrumente dar. Das Münzzeichen „R“ ist im unteren linken Quadranten eingeprägt. Unterhalb der beiden unteren Quadranten steht mittig die Jahreszahl „2009“. Die Allegorie wird von einem Kreisbogen mit den Angaben „ANNO INTERNAZIONALE DELL’ASTRONOMIA“ (in einem nach links versetzten Halbkreis) und „CITTÁ DEL VATICANO“ (oben rechts) umschlossen. Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das Internationale Jahr der Astronomie wurde von den Vereinten Nationen auf Initiative der Internationalen Astronomischen Union und der UNESCO ausgerufen. Bezugspunkt war der Beginn der teleskopischen Himmelsbeobachtung durch Galileo Galilei vierhundert Jahre zuvor. Galileo baute 1609 eigene Fernrohre und richtete sie auf den Himmel. Seine Beobachtungen zeigten unter anderem Erhebungen und Vertiefungen auf dem Mond, zahlreiche zuvor unsichtbare Sterne sowie mehrere Monde des Jupiter. Damit wurde erkennbar, dass nicht alle Himmelskörper die Erde umkreisen. Die Ergebnisse trugen zur Durchsetzung des heliozentrischen Weltbildes bei.
In denselben historischen Zusammenhang gehört Johannes Keplers 1609 veröffentlichtes Werk „Astronomia nova“. Darin beschrieb Kepler die Planetenbewegung anhand elliptischer Bahnen und formulierte zwei seiner später nach ihm benannten Gesetze. Fernrohrbeobachtung und mathematische Beschreibung veränderten gemeinsam die frühneuzeitliche Astronomie.
Das Themenjahr sollte astronomisches Wissen vermitteln, den Zugang zu Himmelsbeobachtungen erweitern und die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung fördern. Veranstaltungen, Ausstellungen und Beobachtungsprogramme fanden in zahlreichen Ländern statt. Neben der historischen Rückschau standen moderne Themen wie die Entwicklung von Sternen und Planetensystemen sowie die Stellung der Erde im Universum im Mittelpunkt.
Die Wahl des Anlasses durch den Vatikan hängt auch mit dessen eigener astronomischer Tradition zusammen. Für die Kalenderreform unter Papst Gregor XIII., die 1582 zum gregorianischen Kalender führte, waren genaue astronomische Berechnungen erforderlich. Papst Leo XIII. gründete 1891 die Vatikanische Sternwarte in ihrer heutigen institutionellen Form. Sie sollte eigenständige wissenschaftliche Forschung ermöglichen und zugleich verdeutlichen, dass naturwissenschaftliche Erkenntnis und katholischer Glaube nicht grundsätzlich als Gegensätze verstanden werden müssen. Wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung Roms wurde die Sternwarte später nach Castel Gandolfo verlegt; darüber hinaus arbeitet sie mit einer Forschungseinrichtung in Arizona. Vor diesem Hintergrund bot das Themenjahr dem Vatikan einen direkten Bezug zu einer von ihm dauerhaft getragenen wissenschaftlichen Institution.
In denselben historischen Zusammenhang gehört Johannes Keplers 1609 veröffentlichtes Werk „Astronomia nova“. Darin beschrieb Kepler die Planetenbewegung anhand elliptischer Bahnen und formulierte zwei seiner später nach ihm benannten Gesetze. Fernrohrbeobachtung und mathematische Beschreibung veränderten gemeinsam die frühneuzeitliche Astronomie.
Das Themenjahr sollte astronomisches Wissen vermitteln, den Zugang zu Himmelsbeobachtungen erweitern und die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung fördern. Veranstaltungen, Ausstellungen und Beobachtungsprogramme fanden in zahlreichen Ländern statt. Neben der historischen Rückschau standen moderne Themen wie die Entwicklung von Sternen und Planetensystemen sowie die Stellung der Erde im Universum im Mittelpunkt.
Die Wahl des Anlasses durch den Vatikan hängt auch mit dessen eigener astronomischer Tradition zusammen. Für die Kalenderreform unter Papst Gregor XIII., die 1582 zum gregorianischen Kalender führte, waren genaue astronomische Berechnungen erforderlich. Papst Leo XIII. gründete 1891 die Vatikanische Sternwarte in ihrer heutigen institutionellen Form. Sie sollte eigenständige wissenschaftliche Forschung ermöglichen und zugleich verdeutlichen, dass naturwissenschaftliche Erkenntnis und katholischer Glaube nicht grundsätzlich als Gegensätze verstanden werden müssen. Wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung Roms wurde die Sternwarte später nach Castel Gandolfo verlegt; darüber hinaus arbeitet sie mit einer Forschungseinrichtung in Arizona. Vor diesem Hintergrund bot das Themenjahr dem Vatikan einen direkten Bezug zu einer von ihm dauerhaft getragenen wissenschaftlichen Institution.
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- 85.000
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- 69,00 €
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- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
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91.084
2 Editionen
Numisbrief
15.000
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2Ausgabedatum
218.11.2009 · Vatikan – Intern. Jahr der Astronomie
2 Euro Stgl./BU
18.11.2009 · Vatikan – Intern. Jahr der Astronomie
Blister BU
Auflagen
Vatikan
106.084Umlauf: 6.084
Blister BU: 85.000
Numisbrief: 15.000
Offizielle Ausgabepreise
2009 · Blister BU: 14,00 €
2009 · Numisbrief: 45,00 €
Ergänzende Informationen
Entgegen älteren anderslautenden Infos sollen von dieser Münze doch nicht einige Exemplare in Normalprägung für den Zahlungsverkehr an Vatikan-Mitarbeiter ausgegeben worden sein, sondern alle Münzen in der Blisterverpackung erschienen sein.





