Übersicht Griechenland 2026 100. Jahrestag der Gründung der Akademie von Athen – Übersicht
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Griechenland · 100. Jahrestag der Gründung der Akademie von Athen

Auflage6.000
Ausgabedatum15.06.2026
VerpackungCoincard
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis24,90 €

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Die Ausgabe würdigt den 100. Jahrestag der Gründung der Akademie von Athen im Jahr 1926. Sie ist die nationale Akademie der Wissenschaften Griechenlands.

Hintergrund zum Thema
Der Name der Institution verweist auf die antike Akademie Platons. Der Philosoph gründete im 4. Jahrhundert v. Chr. bei Athen eine Schule, die ihren Namen von einem dem Heros Akademos geweihten Gelände erhielt. Die heutige Einrichtung steht jedoch nicht in einer ununterbrochenen organisatorischen Tradition dieser Philosophenschule. Die Bezugnahme auf Platon bringt vielmehr den Anspruch zum Ausdruck, Forschung und wissenschaftlichen Austausch institutionell zu fördern.

Pläne für eine moderne Akademie entstanden bereits nach der griechischen Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert. Sie waren Teil des Aufbaus staatlicher Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie der Umgestaltung Athens zur Hauptstadt. Das für die Akademie vorgesehene Gebäude existierte deshalb schon lange vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit. Erst nach mehreren erfolglosen Anläufen erhielt die Institution ihre rechtliche und organisatorische Grundlage.

Das Akademiegebäude gehört zusammen mit der Universität und der früheren Nationalbibliothek zur sogenannten Athener Trilogie an der Panepistimiou-Straße. Entworfen wurde es vom dänischen Architekten Theophil Hansen; die Ausführung begleitete der in Griechenland tätige Ernst Ziller. Finanziert wurde der Bau durch den griechisch-österreichischen Unternehmer und Diplomaten Simon Sinas. Die neoklassizistische Gestaltung nimmt bewusst Formen antiker griechischer Architektur auf. Vor dem Gebäude stehen Statuen von Platon und Sokrates, während hohe Säulen Figuren der Göttin Athena und des Gottes Apollon tragen.

Die Akademie gliedert ihre Arbeit traditionell in Bereiche für Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften sowie ethische und politische Wissenschaften. Zu ihren Aufgaben gehören wissenschaftliche Forschung, Publikationen, Wörterbuch- und Sprachprojekte, die Betreuung von Forschungszentren und die Beratung in fachlichen Fragen. Ihre Mitglieder werden aus Wissenschaft, Literatur und Kunst gewählt.

Die Wahl des Jubiläums als Münzanlass knüpft damit nicht nur an ein rundes Datum an. Sie erinnert zugleich an den Aufbau moderner Wissenschaftsinstitutionen in Griechenland und an deren bewusste Verbindung mit dem kulturellen Erbe der Antike.

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