CC 573 2025
Blister
PP
Blister PP
Deutschland · 35 Jahre Deutsche Einheit (Serie: Einigkeit und Recht und Freiheit, 1. Ausgabe)
Auflage19.000
Ausgabepreis46,95 €
Ausgabedatum25.09.2025
VerpackungBlister
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Marktpreis55,50 €
Varianten
1Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Blister · Auflage 19.000
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an 35 Jahre deutsche Einheit. Das Motiv zeigt die Schriftzüge „Wir sind ein Volk“ und „35 Jahre Deutsche Einheit“ als gegeneinander versetzte Schriftblöcke, die durch ein vergrößertes „D“ verbunden sind. Die Anordnung symbolisiert die frühere Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung der ost- und westdeutschen Bevölkerung; die unterbrochenen Linien lassen zugleich an den Mauerfall denken.
Das Motiv
Die nationale Seite zeigt eine typografische Komposition: Entlang einer leicht nach links verschobenen Längsachse befinden sich auf der linken Seite rechtsbündig untereinander angeordnet die Wörter des Schriftzugs „Wir sind ein Volk“ und auf der rechten Seite linksbündig untereinander angeordnet die Wörter des Schriftzugs „35 Jahre Deutsche Einheit“. Beide Schriftblöcke wurden entlang der Längsachse leicht gegeneinander versetzt und werden jeweils oben und unten von einer horizontalen Linie begrenzt. Die zwei Schriftzüge sind durch ein leicht vergrößertes „D“ in der Mitte verbunden.
Die versetzten Schriftblöcke symbolisieren die Tatsache, dass Deutschland geteilt war, während das in beiden Blöcken zum Schriftzug gehörende verbindende „D“ dafür steht, dass die ost- und die westdeutsche Bevölkerung nun seit 35 Jahren wiedervereint sind. Trotz der scheinbar einfachen Komposition des Motivs weckt sie verschiedenste Assoziationen und lässt z. B. durch die unterbrochenen Linien an den Mauerfall denken.
In der oberen Hälfte des inneren Münzrings befinden sich ferner die Initialen des Künstlers Thomas Serres („TS“) aus Hattingen und darunter das Prägezeichen der jeweiligen Münzstätte („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“). In der unteren Hälfte des inneren Münzrings sind das Ausgabejahr „2025“ sowie darüber die Länderkennung „D“ für das Ausgabeland Deutschland zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Die versetzten Schriftblöcke symbolisieren die Tatsache, dass Deutschland geteilt war, während das in beiden Blöcken zum Schriftzug gehörende verbindende „D“ dafür steht, dass die ost- und die westdeutsche Bevölkerung nun seit 35 Jahren wiedervereint sind. Trotz der scheinbar einfachen Komposition des Motivs weckt sie verschiedenste Assoziationen und lässt z. B. durch die unterbrochenen Linien an den Mauerfall denken.
In der oberen Hälfte des inneren Münzrings befinden sich ferner die Initialen des Künstlers Thomas Serres („TS“) aus Hattingen und darunter das Prägezeichen der jeweiligen Münzstätte („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“). In der unteren Hälfte des inneren Münzrings sind das Ausgabejahr „2025“ sowie darüber die Länderkennung „D“ für das Ausgabeland Deutschland zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die deutsche Teilung ging auf die Folgen des Zweiten Weltkriegs und den beginnenden Ost-West-Konflikt zurück. 1949 entstanden die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik im Osten. Beide Staaten gehörten unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Bündnissystemen an. Die seit 1961 bestehende Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze schränkten die Bewegungsfreiheit zwischen Ost und West stark ein.
Im Herbst 1989 geriet die DDR-Führung durch Ausreisebewegungen und wachsende Proteste unter Druck. Bei den Montagsdemonstrationen und anderen Kundgebungen verlangten Bürger politische Mitbestimmung, freie Wahlen sowie Reise- und Meinungsfreiheit. Der Ruf „Wir sind das Volk“ brachte zum Ausdruck, dass sich die Demonstrierenden selbst als Träger der staatlichen Souveränität verstanden und den Alleinvertretungsanspruch der herrschenden Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zurückwiesen. Die Proteste blieben weitgehend friedlich und werden daher als Friedliche Revolution bezeichnet.
Nach der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 rückte die staatliche Vereinigung stärker in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang verbreitete sich die abgewandelte Parole „Wir sind ein Volk“. Sie stand nun nicht mehr nur für demokratische Rechte innerhalb der DDR, sondern für den Wunsch vieler Menschen nach einem gemeinsamen deutschen Staat. Allerdings bestanden zugleich unterschiedliche Vorstellungen über Tempo und Form des Vereinigungsprozesses.
Die erste freie Volkskammerwahl der DDR im März 1990 schuf die parlamentarische Grundlage für die weiteren Verhandlungen. Es folgten die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, der Einigungsvertrag zwischen beiden deutschen Staaten und der Zwei-plus-Vier-Vertrag mit den vier ehemaligen Besatzungsmächten. Am 3. Oktober 1990 trat die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei; ihre Länder wurden Teil der Bundesrepublik.
Die Auswahl dieses Erinnerungsanlasses knüpft damit sowohl an einen staatlichen Jahrestag als auch an die politische Sprache der Protestbewegung an. Die verwendete Parole verweist auf den Übergang von Forderungen nach demokratischer Selbstbestimmung zur staatlichen Vereinigung.
Im Herbst 1989 geriet die DDR-Führung durch Ausreisebewegungen und wachsende Proteste unter Druck. Bei den Montagsdemonstrationen und anderen Kundgebungen verlangten Bürger politische Mitbestimmung, freie Wahlen sowie Reise- und Meinungsfreiheit. Der Ruf „Wir sind das Volk“ brachte zum Ausdruck, dass sich die Demonstrierenden selbst als Träger der staatlichen Souveränität verstanden und den Alleinvertretungsanspruch der herrschenden Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zurückwiesen. Die Proteste blieben weitgehend friedlich und werden daher als Friedliche Revolution bezeichnet.
Nach der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 rückte die staatliche Vereinigung stärker in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang verbreitete sich die abgewandelte Parole „Wir sind ein Volk“. Sie stand nun nicht mehr nur für demokratische Rechte innerhalb der DDR, sondern für den Wunsch vieler Menschen nach einem gemeinsamen deutschen Staat. Allerdings bestanden zugleich unterschiedliche Vorstellungen über Tempo und Form des Vereinigungsprozesses.
Die erste freie Volkskammerwahl der DDR im März 1990 schuf die parlamentarische Grundlage für die weiteren Verhandlungen. Es folgten die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, der Einigungsvertrag zwischen beiden deutschen Staaten und der Zwei-plus-Vier-Vertrag mit den vier ehemaligen Besatzungsmächten. Am 3. Oktober 1990 trat die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei; ihre Länder wurden Teil der Bundesrepublik.
Die Auswahl dieses Erinnerungsanlasses knüpft damit sowohl an einen staatlichen Jahrestag als auch an die politische Sprache der Protestbewegung an. Die verwendete Parole verweist auf den Übergang von Forderungen nach demokratischer Selbstbestimmung zur staatlichen Vereinigung.



