Rückseite Numisbrief
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CC 56 2009 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Griechenland · 10 Jahre WWU

Auflage10.000
Ausgabepreis5,20 €
Ausgabedatum01.01.2009
VerpackungNumisbrief
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★

Zum Ausgabeanlass

Die Gemeinschaftsausgabe erinnert an zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion sowie an die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das gemeinsame Motiv zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm in das Euro-Symbol übergeht; darunter stehen die Initialen ΓΣ des Künstlers G. Stamatopoulos. Ergänzt wird die Darstellung durch den jeweiligen Landesnamen, die Jahresangabe „1999–2009“, das landessprachliche Akronym der WWU und die zwölf Sterne der Europaflagge.

Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion entstand in mehreren Stufen. Eine zentrale rechtliche Grundlage war der Vertrag von Maastricht, der Regeln für den Übergang zu einer gemeinsamen Währung festlegte. Staaten, die teilnehmen wollten, mussten sogenannte Konvergenzkriterien erfüllen. Diese betrafen unter anderem Preisstabilität, Staatsverschuldung, Haushaltsdefizit, Wechselkursstabilität und langfristige Zinssätze.

1998 wurde die Europäische Zentralbank gegründet. Mit Beginn der dritten Stufe der Währungsunion wurden die Wechselkurse der teilnehmenden nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt und die Verantwortung für die Geldpolitik auf das Europäische System der Zentralbanken übertragen. Zunächst diente der Euro nur als Buch-, Zahlungs- und Verrechnungswährung, etwa für Bankgeschäfte und die Finanzmärkte. Banknoten und Münzen kamen erst 2002 in Umlauf. Bis dahin wurden im Alltag weiterhin die nationalen Zahlungsmittel verwendet, deren Wert jedoch bereits fest an den Euro gebunden war.

Zu den ersten Teilnehmern gehörten elf EU-Staaten. Griechenland trat 2001 bei. Weitere Länder folgten nach Erfüllung der Voraussetzungen: Slowenien 2007, Malta und Zypern 2008 sowie die Slowakei 2009. Damit umfasste der Euroraum zum Zeitpunkt der Ausgabe 16 Staaten. Nicht alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union führten die gemeinsame Währung ein.

Die gemeinsame Geldpolitik wird vom Eurosystem getragen, also von der Europäischen Zentralbank und den Zentralbanken der Euro-Länder. Die nationale Haushalts- und Wirtschaftspolitik blieb dagegen weitgehend in der Verantwortung der einzelnen Staaten. Diese Aufteilung prägte auch spätere Debatten über die Koordinierung innerhalb der Währungsunion.

Die Ausgabe war nach der Gemeinschaftsausgabe zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge von 2007 die zweite gemeinsame 2-Euro-Gedenkmünze der Euro-Länder. Ein einheitliches Motiv auf den sonst national gestalteten Münzseiten verwies auf den grenzüberschreitenden Charakter des Themas. Über den Entwurf konnten Bürger und Einwohner der Europäischen Union in einer Online-Abstimmung entscheiden.

Wissenswertes

Herausgeber: EΛTA (Griechische Post, Athen)

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