CC 49 2008
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Finnland · 60. Jahrestag Menschenrechte
Auflage1.447.900
Ausgabedatum01.10.2008
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Marktpreis19,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Motiv zeigt eine menschliche Figur durch eine herzförmige Öffnung in einer Steinmauer; zu beiden Seiten des unteren Herzbereichs stehen die Worte „Human Rights“. Darüber ist die Jahreszahl 2008 angebracht, am unteren Rand erscheinen „FI“, die Initiale „K“ des Künstlers Tapio Kettunen und das Münzzeichen.
Das Motiv
Der innere Teil der Münze zeigt eine menschliche Figur, gesehen durch eine herzförmige Öffnung in einer Steinmauer. Zu beiden Seiten des unteren Teil des Herzens sind die Worte „Human Rights“ (Menschenrechte) eingeprägt. Die Jahreszahl 2008 ist über dem Herz eingraviert. Der Hinweis auf den Ausgabestaat „FI“, der Buchstabe „K“ (Initiale des Künstlers Tapio Kettunen) und das Münzzeichen erscheinen am unteren Rand der Abbildung.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 in Paris von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Sie entstand vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik sowie millionenfacher Vertreibung und Entrechtung. Die neu gegründeten Vereinten Nationen wollten Grundsätze formulieren, die für alle Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion oder politischer Überzeugung gelten sollten.
An der Ausarbeitung wirkte eine internationale Menschenrechtskommission mit. Den Vorsitz führte Eleanor Roosevelt, frühere First Lady der Vereinigten Staaten. Zu den beteiligten Persönlichkeiten gehörten außerdem der französische Jurist René Cassin, der chinesische Diplomat und Philosoph Peng-chun Chang sowie der libanesische Diplomat Charles Malik. Der Text umfasst 30 Artikel. Sie behandeln unter anderem das Recht auf Leben und persönliche Freiheit, das Verbot von Sklaverei und Folter, die Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.
Die Erklärung ist kein völkerrechtlicher Vertrag und schuf zunächst keine unmittelbar einklagbaren Verpflichtungen. Sie wurde jedoch zu einem Bezugspunkt für spätere Verfassungen und internationale Abkommen. Dazu zählen der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Auch die europäische Menschenrechtsordnung entwickelte sich in diesem zeitlichen und politischen Umfeld.
Auf der Münze ist keine konkrete historische Person dargestellt. Die menschliche Gestalt steht allgemein für das Individuum als Träger unveräußerlicher Rechte. Die Mauer lässt sich als Sinnbild für Ausgrenzung, Unterdrückung oder Hindernisse bei der Verwirklichung dieser Rechte verstehen; die Öffnung verweist auf Schutz und Zugang.
Die Wahl des Anlasses knüpfte an ein weltweit begangenes Jubiläum an. Für Finnland bot es zugleich die Möglichkeit, seine Zugehörigkeit zur auf den Vereinten Nationen und den europäischen Institutionen beruhenden Menschenrechtsordnung sichtbar zu machen. Finnland gehört den Vereinten Nationen seit 1955 an.
An der Ausarbeitung wirkte eine internationale Menschenrechtskommission mit. Den Vorsitz führte Eleanor Roosevelt, frühere First Lady der Vereinigten Staaten. Zu den beteiligten Persönlichkeiten gehörten außerdem der französische Jurist René Cassin, der chinesische Diplomat und Philosoph Peng-chun Chang sowie der libanesische Diplomat Charles Malik. Der Text umfasst 30 Artikel. Sie behandeln unter anderem das Recht auf Leben und persönliche Freiheit, das Verbot von Sklaverei und Folter, die Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.
Die Erklärung ist kein völkerrechtlicher Vertrag und schuf zunächst keine unmittelbar einklagbaren Verpflichtungen. Sie wurde jedoch zu einem Bezugspunkt für spätere Verfassungen und internationale Abkommen. Dazu zählen der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Auch die europäische Menschenrechtsordnung entwickelte sich in diesem zeitlichen und politischen Umfeld.
Auf der Münze ist keine konkrete historische Person dargestellt. Die menschliche Gestalt steht allgemein für das Individuum als Träger unveräußerlicher Rechte. Die Mauer lässt sich als Sinnbild für Ausgrenzung, Unterdrückung oder Hindernisse bei der Verwirklichung dieser Rechte verstehen; die Öffnung verweist auf Schutz und Zugang.
Die Wahl des Anlasses knüpfte an ein weltweit begangenes Jubiläum an. Für Finnland bot es zugleich die Möglichkeit, seine Zugehörigkeit zur auf den Vereinten Nationen und den europäischen Institutionen beruhenden Menschenrechtsordnung sichtbar zu machen. Finnland gehört den Vereinten Nationen seit 1955 an.
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