CC 422 2021
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Slowenien · 200. Jahrestag der Gründung des Regionalmuseums für Krain, des ersten Museums in Slowenien
Auflage2.500
Ausgabepreis16,00 €
Ausgabedatum25.10.2021
RandschriftSLOVENIJA •
Marktpreis25,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an das 200-jährige Bestehen des Landesmuseums Krain, des ersten Museums Sloweniens. Das Motiv ist von den Gürtelplatten der Vače Situla inspiriert und zeigt darin die verschiedenen Namen, die das Museum im Laufe seiner Geschichte trug. Die Gürtelplatten stehen symbolisch für die vom Museum bewahrten Phasen der Geschichte.
Das Motiv
Das Design ist von den Gürtelplatten der Vače Situla inspiriert – eines der schönsten Artefakte der Situla-Kunst. Die Gürtelplatten symbolisieren die verschiedenen Phasen der Geschichte, die das Museum für künftige Generationen bewahrt. Das Münzbild gibt Phasen der Museumsgeschichte in Gestalt der verschiedenen Namen wieder, die es im Laufe seiner 200-jährigen Geschichte führte. Diese Namen werden in Gürtelplatten dargestellt, als befänden sie sich auf Vače Situla. Zu sehen sind außerdem der Name des Ausgabestaates „SLOVENIJA“ und das Ausgabejahr „2021“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Gründung des Museums fiel in die Zeit nach dem Ende der napoleonischen Illyrischen Provinzen, als Krain wieder zum Kaisertum Österreich gehörte. Gelehrte, Verwaltungsbeamte und Vertreter der krainischen Stände bemühten sich damals, Altertümer, historische Zeugnisse und naturkundliche Objekte aus dem Land systematisch zusammenzutragen. Solche Sammlungen standen in der Tradition der Aufklärung, dienten aber zugleich der Erforschung einer regionalen Geschichte und Kultur. Einige Jahre nach seiner Gründung wurde das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.
Seine Bestände umfassten zunächst unterschiedliche Fachgebiete, darunter Archäologie, Geschichte und Naturkunde. Im 19. Jahrhundert wuchsen die Sammlungen durch Ausgrabungen, Schenkungen und gezielte Ankäufe. Das heutige Museumsgebäude in Ljubljana entstand gegen Ende dieses Jahrhunderts als eigens für die Sammlungen vorgesehener Bau. Später wurden einzelne Bereiche organisatorisch verselbstständigt; aus den naturkundlichen Beständen ging das Slowenische Naturhistorische Museum hervor. Das Nationalmuseum Sloweniens konzentriert sich heute vor allem auf das archäologische und kulturgeschichtliche Erbe des Landes.
Die Situla von Vače ist ein bronzenes Gefäß aus der frühen Eisenzeit. Sie wurde bei Vače in Zentralslowenien gefunden und wird in die Zeit um das 6. Jahrhundert vor Christus datiert. Ihre Oberfläche ist in mehreren Bildfriesen mit figürlichen Szenen geschmückt. Zu erkennen sind unter anderem Prozessionen, ein Festmahl, Tiere und ein Zweikampf. Die Darstellungen wurden in Treibtechnik in das dünne Bronzeblech gearbeitet. Derartige verzierte Gefäße und Beschläge sind besonders aus dem nordadriatischen und ostalpinen Raum bekannt.
Die Verbindung dieses Fundstücks mit dem Museumsjubiläum verweist auf eine Kernaufgabe der Institution: archäologische Gegenstände nicht nur aufzubewahren, sondern sie wissenschaftlich zu untersuchen und öffentlich zugänglich zu machen. Zugleich verbindet das Motiv die Geschichte des Museums mit einer weit vor die moderne Staats- und Institutionsgeschichte zurückreichenden Epoche des heutigen slowenischen Gebiets.
Seine Bestände umfassten zunächst unterschiedliche Fachgebiete, darunter Archäologie, Geschichte und Naturkunde. Im 19. Jahrhundert wuchsen die Sammlungen durch Ausgrabungen, Schenkungen und gezielte Ankäufe. Das heutige Museumsgebäude in Ljubljana entstand gegen Ende dieses Jahrhunderts als eigens für die Sammlungen vorgesehener Bau. Später wurden einzelne Bereiche organisatorisch verselbstständigt; aus den naturkundlichen Beständen ging das Slowenische Naturhistorische Museum hervor. Das Nationalmuseum Sloweniens konzentriert sich heute vor allem auf das archäologische und kulturgeschichtliche Erbe des Landes.
Die Situla von Vače ist ein bronzenes Gefäß aus der frühen Eisenzeit. Sie wurde bei Vače in Zentralslowenien gefunden und wird in die Zeit um das 6. Jahrhundert vor Christus datiert. Ihre Oberfläche ist in mehreren Bildfriesen mit figürlichen Szenen geschmückt. Zu erkennen sind unter anderem Prozessionen, ein Festmahl, Tiere und ein Zweikampf. Die Darstellungen wurden in Treibtechnik in das dünne Bronzeblech gearbeitet. Derartige verzierte Gefäße und Beschläge sind besonders aus dem nordadriatischen und ostalpinen Raum bekannt.
Die Verbindung dieses Fundstücks mit dem Museumsjubiläum verweist auf eine Kernaufgabe der Institution: archäologische Gegenstände nicht nur aufzubewahren, sondern sie wissenschaftlich zu untersuchen und öffentlich zugänglich zu machen. Zugleich verbindet das Motiv die Geschichte des Museums mit einer weit vor die moderne Staats- und Institutionsgeschichte zurückreichenden Epoche des heutigen slowenischen Gebiets.
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