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San Marino · 200. Geburtstag von Giuseppe Garibaldi
Ausgabedatum09.10.2007
Gesamtauflage130.000
EU-Maximum130.000
Editionen1
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftSAN MARINO / 2007 / R / E.L.F.
DesignerEttore Lorenzo Frapiccini
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 200. Geburtstag von Giuseppe Garibaldi. Das Motiv zeigt sein Porträt, flankiert von der Aufschrift „SAN MARINO“ und der Jahreszahl „2007“; außerdem sind das Münzzeichen „R“ und die Initialen „E.L.F.“ des Künstlers Ettore Lorenzo Frapiccini zu sehen.
Das Motiv
Der Innenkreis der Münze zeigt ein Portrait von Giuseppe Garibaldi. Links bzw. rechts entlang des Kreises sind der Schriftzug „SAN MARINO“ und die Jahreszahl „2007“ eingraviert. Das Münzzeichen „R“ und die Initialen des Künstlers Ettore Lorenzo Frapiccini, „E.L.F.“, sind links im Innenkreis zu sehen. Der Aussenring der Münze zeigt die zwölf Sterne der Europaflagge.
Hintergrund zum Thema
Giuseppe Garibaldi war ein Militärführer und Politiker des Risorgimento, der Bewegung zur staatlichen Einigung Italiens. Der zunächst als Seemann tätige Garibaldi schloss sich der republikanischen Bewegung Giuseppe Mazzinis an. Nach einem gescheiterten Aufstandsversuch ging er ins Exil nach Südamerika. Dort nahm er an militärischen Auseinandersetzungen in Brasilien und Uruguay teil und sammelte Erfahrungen in der Führung von Freiwilligenverbänden. Mit seinen Anhängern, den sogenannten Rothemden, wurde er später zu einer weithin bekannten Figur der italienischen Einigungsbewegung.
Während der Revolutionen von 1848 und 1849 kämpfte Garibaldi für die kurzlebige Römische Republik. Diese war entstanden, nachdem Papst Pius IX. aus Rom geflohen und die weltliche Herrschaft des Papstes aufgehoben worden war. Französische Truppen eroberten Rom jedoch zurück. Garibaldi zog sich daraufhin mit seinen Freiwilligen zurück und gelangte auf der Flucht vor österreichischen Verbänden nach San Marino. Die Republik gewährte ihm und seinen Begleitern im Sommer 1849 Zuflucht. Ein Teil seiner Truppe wurde dort entwaffnet und aufgelöst; Garibaldi setzte seine Flucht fort. Seine Frau Anita, die ihn begleitete, starb wenige Tage später nahe Ravenna.
Garibaldis bekannteste Unternehmung war 1860 der „Zug der Tausend“. Eine Freiwilligentruppe landete auf Sizilien und brachte anschließend große Teile des Königreichs beider Sizilien unter ihre Kontrolle. Garibaldi übergab die eroberten Gebiete König Viktor Emanuel II. Damit trug er zur Entstehung des Königreichs Italien im folgenden Jahr bei, obwohl er selbst republikanische Vorstellungen vertrat. Rom wurde erst später Teil des italienischen Staates.
Die Wahl Garibaldis durch San Marino erklärt sich daher nicht allein aus dem runden Geburtsjubiläum. Sie erinnert zugleich an die unmittelbare Verbindung zwischen dem Revolutionär und der kleinen Republik. Seine Aufnahme im Jahr 1849 gehört zur san-marinesischen Erinnerung an die eigene Tradition als Zufluchtsort für politisch Verfolgte.
Während der Revolutionen von 1848 und 1849 kämpfte Garibaldi für die kurzlebige Römische Republik. Diese war entstanden, nachdem Papst Pius IX. aus Rom geflohen und die weltliche Herrschaft des Papstes aufgehoben worden war. Französische Truppen eroberten Rom jedoch zurück. Garibaldi zog sich daraufhin mit seinen Freiwilligen zurück und gelangte auf der Flucht vor österreichischen Verbänden nach San Marino. Die Republik gewährte ihm und seinen Begleitern im Sommer 1849 Zuflucht. Ein Teil seiner Truppe wurde dort entwaffnet und aufgelöst; Garibaldi setzte seine Flucht fort. Seine Frau Anita, die ihn begleitete, starb wenige Tage später nahe Ravenna.
Garibaldis bekannteste Unternehmung war 1860 der „Zug der Tausend“. Eine Freiwilligentruppe landete auf Sizilien und brachte anschließend große Teile des Königreichs beider Sizilien unter ihre Kontrolle. Garibaldi übergab die eroberten Gebiete König Viktor Emanuel II. Damit trug er zur Entstehung des Königreichs Italien im folgenden Jahr bei, obwohl er selbst republikanische Vorstellungen vertrat. Rom wurde erst später Teil des italienischen Staates.
Die Wahl Garibaldis durch San Marino erklärt sich daher nicht allein aus dem runden Geburtsjubiläum. Sie erinnert zugleich an die unmittelbare Verbindung zwischen dem Revolutionär und der kleinen Republik. Seine Aufnahme im Jahr 1849 gehört zur san-marinesischen Erinnerung an die eigene Tradition als Zufluchtsort für politisch Verfolgte.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenBlister BU
- Verpackung
- Blister
- Auflage
- 130.000
- Marktpreis
- 49,00 €
- Randschrift
- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Blister
130.000
Offizielle Ausgabepreise
2007 · Blister BU: 10,00 €
