CC 35 2007
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Slowenien · 50 Jahre Römische Verträge
Auflage399.010
Ausgabedatum25.03.2007
RandschriftSLOVENIJA •
Marktpreis32,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom, den die sechs Gründungsmitglieder am 25. März 1957 in Rom schlossen. Das Motiv zeigt das unterzeichnete Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio. Darüber steht „Europa“ in der jeweiligen Landessprache; ergänzt wird die Darstellung durch den Ausgabeanlass und die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Die sogenannten Römischen Verträge bestanden aus zwei getrennten Abkommen: dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Vertragspartner waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Beide Verträge traten Anfang 1958 in Kraft.
Ihre Entstehung stand im Zusammenhang mit der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits 1951 hatten dieselben Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale Bereiche der Schwerindustrie einer gemeinsamen Aufsicht unterstellt. Nach dem Scheitern einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft verlagerten sie ihre Zusammenarbeit auf wirtschaftliche und technisch klarer abgegrenzte Felder. Die Beratungen wurden durch die Konferenz von Messina und den Bericht eines Ausschusses unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak vorbereitet.
Die EWG sollte schrittweise einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll und die Freizügigkeit von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Vorgesehen waren außerdem gemeinsame Regeln für Wettbewerb, Landwirtschaft und Verkehr. Euratom sollte die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Die Verträge schufen jeweils eigene Räte und Kommissionen, nutzten jedoch eine gemeinsame parlamentarische Versammlung und einen gemeinsamen Gerichtshof. Aus der parlamentarischen Versammlung entwickelte sich später das Europäische Parlament. Die getrennten Exekutivorgane der drei damaligen Gemeinschaften wurden 1967 zusammengeführt. Die EWG ging durch spätere Vertragsänderungen in der Europäischen Gemeinschaft und schließlich in der heutigen Europäischen Union auf.
Die Ausgabe von 2007 war die erste gemeinsame 2-Euro-Gedenkausgabe der Staaten des Euroraums. Der Anlass eignete sich für ein einheitliches Motiv, weil die Römischen Verträge eine gemeinsame institutionelle und wirtschaftliche Grundlage dieser Staaten markieren. Zugleich konnten die nationalen Sprachfassungen und Ländernamen beibehalten werden, während der Kern der Gestaltung länderübergreifend gleich blieb.
Ihre Entstehung stand im Zusammenhang mit der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits 1951 hatten dieselben Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale Bereiche der Schwerindustrie einer gemeinsamen Aufsicht unterstellt. Nach dem Scheitern einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft verlagerten sie ihre Zusammenarbeit auf wirtschaftliche und technisch klarer abgegrenzte Felder. Die Beratungen wurden durch die Konferenz von Messina und den Bericht eines Ausschusses unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak vorbereitet.
Die EWG sollte schrittweise einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll und die Freizügigkeit von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Vorgesehen waren außerdem gemeinsame Regeln für Wettbewerb, Landwirtschaft und Verkehr. Euratom sollte die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Die Verträge schufen jeweils eigene Räte und Kommissionen, nutzten jedoch eine gemeinsame parlamentarische Versammlung und einen gemeinsamen Gerichtshof. Aus der parlamentarischen Versammlung entwickelte sich später das Europäische Parlament. Die getrennten Exekutivorgane der drei damaligen Gemeinschaften wurden 1967 zusammengeführt. Die EWG ging durch spätere Vertragsänderungen in der Europäischen Gemeinschaft und schließlich in der heutigen Europäischen Union auf.
Die Ausgabe von 2007 war die erste gemeinsame 2-Euro-Gedenkausgabe der Staaten des Euroraums. Der Anlass eignete sich für ein einheitliches Motiv, weil die Römischen Verträge eine gemeinsame institutionelle und wirtschaftliche Grundlage dieser Staaten markieren. Zugleich konnten die nationalen Sprachfassungen und Ländernamen beibehalten werden, während der Kern der Gestaltung länderübergreifend gleich blieb.
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