CC 346 2019
Blister
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Portugal · 600. Jahrestag der Entdeckung von Madeira und Porto Santo
Auflage3.990
Ausgabepreis17,22 €
Ausgabedatum06.06.2019
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis16,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 600. Jahrestag der Entdeckung des Archipels von Madeira durch die portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Perestrelo und Tristão Vaz. Dieses Ereignis gilt als erste territoriale Entdeckung Portugals, als Meilenstein seiner Konsolidierung zur Seemacht und als Auftakt des portugiesischen Zeitalters der Entdeckungen (1418–1522). Das Motiv zeigt den Madeira-Archipel und die Insel Porto Santo sowie die Aufschriften „600 anos do Descobrimento da Madeira e de Porto Santo“ und „PORTUGAL 2019“.
Das Motiv
Das Ereignis, das als erste territoriale Entdeckung Portugals bekannt wurde, stellte einen historischen Meilenstein in der Konsolidierung Portugals als Seemacht dar und führte zum portugiesischen Zeitalter der Entdeckungen (1418-1522).
Das Münzmotiv zeigt das Archipel Madeira und die Insel Porto Santo. Im Halbkreis befinden sich die Aufschriften „600 anos do Descobrimento da Madeira e de Porto Santo“ und „PORTUGAL 2019“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Das Münzmotiv zeigt das Archipel Madeira und die Insel Porto Santo. Im Halbkreis befinden sich die Aufschriften „600 anos do Descobrimento da Madeira e de Porto Santo“ und „PORTUGAL 2019“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die portugiesische Erkundung Madeiras stand im Zusammenhang mit der frühen Expansion entlang des Atlantiks. Unter der Förderung des Infanten Heinrich, der später den Beinamen „der Seefahrer“ erhielt, suchten portugiesische Schiffe neue Routen, Ankerplätze und Handelsmöglichkeiten. Neben Tristão Vaz und Bartolomeu Perestrelo war auch João Gonçalves Zarco an den Fahrten und an der anschließenden Erschließung der Inselgruppe beteiligt. Ältere europäische Karten lassen vermuten, dass die Inseln bereits zuvor bekannt gewesen sein könnten. Die portugiesischen Fahrten leiteten jedoch ihre dauerhafte Besiedlung und politische Eingliederung ein.
Madeira und Porto Santo waren bei der portugiesischen Ansiedlung unbewohnt. Die Krone übertrug ihren Ausbau sogenannten Kapitänen, die für Landverteilung, Verwaltung und Kolonisierung zuständig waren. Zarco erhielt den südwestlichen, Tristão Vaz den nordöstlichen Teil der Hauptinsel; Perestrelo wurde mit Porto Santo verbunden. Siedler kamen vor allem vom portugiesischen Festland. Zur landwirtschaftlichen Nutzung mussten Wälder gerodet und Bewässerungssysteme angelegt werden. Daraus entwickelten sich die für Madeira charakteristischen Levadas, die Wasser aus niederschlagsreichen Gebieten zu Feldern und Ortschaften führen.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Madeira zu einem Zentrum des Zuckerrohranbaus. Produktion und Handel waren in atlantische Wirtschaftsnetze eingebunden; dabei wurde auch die Arbeitskraft versklavter Menschen eingesetzt. Später gewann der Weinbau an Gewicht. Der Madeirawein wurde über internationale Seehandelsrouten verbreitet. Die Lage der Inselgruppe machte sie zugleich zu einer Versorgungs- und Zwischenstation für den Schiffsverkehr im Atlantik.
Heute bildet der Archipel eine autonome Region Portugals mit eigener Regionalregierung und eigenem Parlament. Die Erinnerung an seine portugiesische Besiedlung verbindet daher Seefahrtsgeschichte, regionale Identität und die Entstehung eines überseeischen portugiesischen Herrschafts- und Handelsraums. Der runde Jahrestag bot den unmittelbaren Anlass, diesen historischen Bezug auf einer Umlaufmünze aufzugreifen.
Madeira und Porto Santo waren bei der portugiesischen Ansiedlung unbewohnt. Die Krone übertrug ihren Ausbau sogenannten Kapitänen, die für Landverteilung, Verwaltung und Kolonisierung zuständig waren. Zarco erhielt den südwestlichen, Tristão Vaz den nordöstlichen Teil der Hauptinsel; Perestrelo wurde mit Porto Santo verbunden. Siedler kamen vor allem vom portugiesischen Festland. Zur landwirtschaftlichen Nutzung mussten Wälder gerodet und Bewässerungssysteme angelegt werden. Daraus entwickelten sich die für Madeira charakteristischen Levadas, die Wasser aus niederschlagsreichen Gebieten zu Feldern und Ortschaften führen.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Madeira zu einem Zentrum des Zuckerrohranbaus. Produktion und Handel waren in atlantische Wirtschaftsnetze eingebunden; dabei wurde auch die Arbeitskraft versklavter Menschen eingesetzt. Später gewann der Weinbau an Gewicht. Der Madeirawein wurde über internationale Seehandelsrouten verbreitet. Die Lage der Inselgruppe machte sie zugleich zu einer Versorgungs- und Zwischenstation für den Schiffsverkehr im Atlantik.
Heute bildet der Archipel eine autonome Region Portugals mit eigener Regionalregierung und eigenem Parlament. Die Erinnerung an seine portugiesische Besiedlung verbindet daher Seefahrtsgeschichte, regionale Identität und die Entstehung eines überseeischen portugiesischen Herrschafts- und Handelsraums. Der runde Jahrestag bot den unmittelbaren Anlass, diesen historischen Bezug auf einer Umlaufmünze aufzugreifen.




