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CC 324 2018 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

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San Marino · 420. Geburtstag von Gian Lorenzo Bernini

Auflage60.000
Ausgabepreis16,00 €
Ausgabedatum20.09.2018
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis49,90 €

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Die Münze erinnert an den 420. Jahrestag der Geburt von Gian Lorenzo Bernini. Das Motiv zeigt Berninis Büste der Costanza Bonarelli, umgeben von den Jahreszahlen „1598–2018“ sowie den Schriftzügen „SAN MARINO“ und „BERNINI“. Rechts unterhalb der Büste stehen die Initialen „A.M.“ der Künstlerin Annalisa Masini.

Das Motiv
Münzmotiv ist Berninis Büste der Costanza Bonarelli. Links der Abbildung sind die Jahreszahlen „1598-2018“ zu lesen, außen verläuft halbkreisförmig der Schriftzug „SAN MARINO“. Rechts der Abbildung steht „R“ als Zeichen der Münze von Rom, und außen ist halbkreisförmig der Schriftzug „BERNINI“ eingeprägt. Rechts unterhalb der Büste sind mit „A.M.“ die Initialen der Künstlerin Annalisa Masini angegeben.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Gian Lorenzo Bernini war ein italienischer Bildhauer, Architekt und Zeichner des römischen Barocks. Er arbeitete überwiegend in Rom und erhielt zahlreiche Aufträge von Päpsten und einflussreichen Adelsfamilien. In seinen Skulpturen verband er genaue Naturbeobachtung mit einer auf Bewegung, Emotion und räumliche Wirkung ausgerichteten Darstellung. Zu seinen Arbeiten gehören der Baldachin über dem Petrusgrab im Petersdom, die Kolonnaden des Petersplatzes, die Figurengruppe „Apollo und Daphne“ sowie der „Raub der Proserpina“. Auch an der Gestaltung mehrerer römischer Brunnen war er beteiligt, darunter der Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona. Bernini starb 1680 in Rom.

Costanza Bonarelli, eigentlich Costanza Piccolomini Bonarelli, war die Ehefrau des Bildhauers und Restaurators Matteo Bonarelli, der zum Umfeld von Berninis Werkstatt gehörte. Zwischen ihr und Bernini bestand eine persönliche Beziehung. Anders als offizielle Porträts von Herrschern, Geistlichen oder Auftraggebern zeigt ihre um 1636 bis 1638 entstandene Marmorbüste eine private, ungezwungene Erscheinung. Das leicht geöffnete Gewand, das unordentlich wirkende Haar und der geöffnete Mund vermitteln den Eindruck eines unmittelbar erfassten Augenblicks. Damit unterscheidet sich das Werk von der repräsentativen Porträtkunst seiner Zeit.

Die Büste gilt zugleich als Beispiel dafür, wie Bernini den harten Marmor zur Wiedergabe von Haut, Stoff und lebendiger Mimik nutzte. Sie befindet sich heute im Museo Nazionale del Bargello in Florenz. Die Wahl dieses Werkes lenkt den Blick daher nicht nur auf Berninis öffentliche Bau- und Monumentalaufträge, sondern auch auf seine Porträtkunst und sein privates Umfeld.

San Marino greift auf seinen Gedenkmünzen regelmäßig Jahrestage aus der italienischen und europäischen Kunst- und Kulturgeschichte auf. Berninis Lebenswerk bot dafür einen Anlass mit engem Bezug zur Kunstgeschichte der italienischen Halbinsel. Die Costanza-Bonarelli-Büste ist zudem ein klar erkennbares Einzelwerk, das sich für eine verkleinerte bildliche Umsetzung eignet.

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