CC 203 2015
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP (3. PP-Set 2013-2015)
Luxemburg · 125 Jahre luxemburger Dynastie Nassau Weilburg
Auflage2.500
Ausgabedatum15.10.2015
Verpackung3. PP-Set 2013-2015
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (6 Münzen)289,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 125. Jahrestag der Dynastie Nassau-Weilburg. Das Motiv zeigt Großherzog Henri sowie, in chronologischer Reihenfolge ihrer Thronbesteigung, die Porträts der Großherzöge Adolphe, Guillaume IV und Jean und der Großherzoginnen Marie-Adélaïde und Charlotte. Ergänzt wird es durch die Aufschrift „1890 — Dynastie Nassau-Weilbourg“ sowie „Luxemburg“ und die Jahreszahl „2015“.
Das Motiv
Auf der linken Seite der Münze finden sich das Bildnis seiner Königlichen Hoheit, des Großherzogs Henri, und auf der rechten Seite, in kreisförmiger Anordnung und chronologischer Reihenfolge der Thronbesteigung, die Porträts Ihrer Königlichen Hoheiten, der Großherzöge Adolphe und Guillaume IV, der Großherzoginnen Marie-Adélaïde und Charlotte sowie des Großherzogs Jean. Auf der rechten Seite des Motivs ist in ebenfalls kreisförmiger Anordnung die Aufschrift „1890 — Dynastie Nassau-Weilbourg“ angebracht. In senkrechter Stellung in der Mitte des Münzmotivs sind der Ausgabestaat „Luxemburg“ und die Jahreszahl „2015“ angegeben.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der dynastische Bezugspunkt ist der Tod des niederländischen Königs und luxemburgischen Großherzogs Wilhelm III. im Jahr 1890. Seit dem Wiener Kongress von 1815 waren die Niederlande und Luxemburg durch eine Personalunion verbunden: Beide Staaten hatten denselben Monarchen, blieben rechtlich jedoch getrennt. In den Niederlanden konnte Wilhelmina, die Tochter Wilhelms III., den Thron übernehmen. Für Luxemburg galten dagegen die Erbfolgeregeln des Hauses Nassau, nach denen damals ein männlicher Angehöriger einer anderen Linie Vorrang hatte.
Die luxemburgische Krone fiel deshalb an Adolph, den früheren Herzog von Nassau. Sein Herzogtum war nach dem Deutschen Krieg von 1866 von Preußen annektiert worden. Mit seinem Regierungsantritt in Luxemburg endete die Personalunion mit den Niederlanden. Das Jahr 1890 steht somit nicht nur für einen Wechsel des Herrscherhauses, sondern auch für eine fortan eigenständige luxemburgische Thronfolge.
Da Adolphs Sohn Wilhelm IV. keinen Sohn hatte, wurde die Hausordnung geändert. Dadurch konnte dessen älteste Tochter Marie-Adelheid die Nachfolge antreten. Ihre Regierungszeit fiel in den Ersten Weltkrieg, während dessen Luxemburg von deutschen Truppen besetzt war. Wegen innenpolitischer Konflikte und der Kritik an ihrer Haltung während der Besatzung dankte sie 1919 ab. Ihre Schwester Charlotte übernahm den Thron. Noch im selben Jahr bestätigte eine Volksabstimmung den Fortbestand der Monarchie.
Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg ging Charlotte mit der Regierung ins Exil und wandte sich über Rundfunkansprachen an die luxemburgische Bevölkerung. 1964 übergab sie die Amtsgeschäfte an ihren Sohn Jean. Unter Jean und später Henri entwickelte sich die Rolle des Großherzogs im Rahmen der parlamentarischen und konstitutionellen Monarchie weiter.
Das Jubiläum bot Anlass, die seit 1890 bestehende dynastische Kontinuität und zugleich die Trennung der luxemburgischen von der niederländischen Krone darzustellen. Die Abfolge der Herrschenden verweist außerdem auf politische Einschnitte wie zwei Weltkriege, Thronverzichte und veränderte Erbfolgeregeln.
Die luxemburgische Krone fiel deshalb an Adolph, den früheren Herzog von Nassau. Sein Herzogtum war nach dem Deutschen Krieg von 1866 von Preußen annektiert worden. Mit seinem Regierungsantritt in Luxemburg endete die Personalunion mit den Niederlanden. Das Jahr 1890 steht somit nicht nur für einen Wechsel des Herrscherhauses, sondern auch für eine fortan eigenständige luxemburgische Thronfolge.
Da Adolphs Sohn Wilhelm IV. keinen Sohn hatte, wurde die Hausordnung geändert. Dadurch konnte dessen älteste Tochter Marie-Adelheid die Nachfolge antreten. Ihre Regierungszeit fiel in den Ersten Weltkrieg, während dessen Luxemburg von deutschen Truppen besetzt war. Wegen innenpolitischer Konflikte und der Kritik an ihrer Haltung während der Besatzung dankte sie 1919 ab. Ihre Schwester Charlotte übernahm den Thron. Noch im selben Jahr bestätigte eine Volksabstimmung den Fortbestand der Monarchie.
Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg ging Charlotte mit der Regierung ins Exil und wandte sich über Rundfunkansprachen an die luxemburgische Bevölkerung. 1964 übergab sie die Amtsgeschäfte an ihren Sohn Jean. Unter Jean und später Henri entwickelte sich die Rolle des Großherzogs im Rahmen der parlamentarischen und konstitutionellen Monarchie weiter.
Das Jubiläum bot Anlass, die seit 1890 bestehende dynastische Kontinuität und zugleich die Trennung der luxemburgischen von der niederländischen Krone darzustellen. Die Abfolge der Herrschenden verweist außerdem auf politische Einschnitte wie zwei Weltkriege, Thronverzichte und veränderte Erbfolgeregeln.



