
CC 186 2015
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Deutschland · 25 Jahre Deutsche Einheit
Auflage175.100
Ausgabepreis13,35 €
Ausgabedatum30.01.2015
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)49,00 €
Auflagenangabe der Quelle: 39800 | 33825
Varianten
5Deutschland, A · A · Münzzeichen A · BU · Kursmünzensatz · Auflage 39.800
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · BU · Kursmünzensatz · Auflage 33.825
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · BU · Kursmünzensatz · Auflage 33.825
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · BU · Kursmünzensatz · Auflage 33.825
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · BU · Kursmünzensatz · Auflage 33.825
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an 25 Jahre deutsche Einheit. Das Motiv zeigt eine jubelnde Menschenmenge als Symbol für Neubeginn und Aufbruch sowie im Hintergrund das Brandenburger Tor als Symbol der deutschen Einheit. Der wiederholte Ausruf „Wir sind ein Volk“ steht für den gemeinsamen Willen der Bürgerinnen und Bürger und den Weg zur deutschen Wiedervereinigung.
Das Motiv
Im Vordergrund zeigt die Münze eine jubelnde Menschenmenge, die den Neubeginn und den Aufbruch in eine bessere Zukunft symbolisiert; im Hintergrund ist das Brandenburger Tor, das Symbol der deutschen Einheit, zu sehen. Die Wiedergabe des wiederholten Ausrufs Wir sind ein Volk — kollektiver Ausdruck des Willens der deutschen Bürgerinnen und Bürger — versinnbildlicht den Weg zur deutschen Wiedervereinigung. Im Münzinneren sind ferner das Zeichen der jeweiligen Prägeanstalt („A“, „D“, „F“, „G“ bzw. „J“), das Zeichen des Ausgabestaats („D“) und die Initialen des Graveurs („BW“ — Bernd Wendhut) zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in Besatzungszonen geteilt. 1949 entstanden daraus zwei Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Beide gehörten unterschiedlichen politischen und militärischen Bündnissystemen an. Seit 1961 erschwerte die Berliner Mauer gemeinsam mit den Grenzanlagen der DDR die Flucht in den Westen und trennte Familien, Freundeskreise und wirtschaftliche Verbindungen.
Im Jahr 1989 geriet die DDR-Führung zunehmend unter Druck. Viele Menschen verließen das Land über andere Staaten des Ostblocks; zugleich forderten Demonstrierende politische Freiheit, freie Wahlen und Reisefreiheit. Ausgehend unter anderem von den Leipziger Montagsdemonstrationen entwickelte sich eine friedliche Protestbewegung. Ihr Ruf „Wir sind das Volk“ richtete sich zunächst gegen den Anspruch der Staatsführung, für die Bevölkerung zu sprechen. Mit der wachsenden Forderung nach staatlicher Vereinigung wandelte sich die Losung teilweise zu „Wir sind ein Volk“.
Die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 beschleunigte die politische Entwicklung. Bei der ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 erhielten jene Kräfte eine Mehrheit, die eine rasche Vereinigung anstrebten. Es folgten die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion sowie Verhandlungen zwischen beiden deutschen Staaten. Parallel regelten die Bundesrepublik, die DDR und die vier ehemaligen Besatzungsmächte im Zwei-plus-Vier-Vertrag die außenpolitischen Fragen, darunter Deutschlands Grenzen und volle staatliche Souveränität.
Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik bei. Die wiedererrichteten ostdeutschen Länder wurden Teil des Bundesgebiets; zugleich wurde Berlin wieder zu einer gemeinsamen Stadt und später zum Sitz von Bundestag und Bundesregierung. Der 3. Oktober ist seither der gesetzliche Tag der Deutschen Einheit.
Das 25-jährige Jubiläum bot 2015 Anlass, nicht nur an den staatlichen Zusammenschluss, sondern auch an die friedliche Revolution und die Rolle der Bevölkerung beim Ende der SED-Herrschaft zu erinnern. Die Münze ordnet das Jubiläum damit in einen bürgerschaftlichen und zugleich europäischen Zusammenhang ein.
Im Jahr 1989 geriet die DDR-Führung zunehmend unter Druck. Viele Menschen verließen das Land über andere Staaten des Ostblocks; zugleich forderten Demonstrierende politische Freiheit, freie Wahlen und Reisefreiheit. Ausgehend unter anderem von den Leipziger Montagsdemonstrationen entwickelte sich eine friedliche Protestbewegung. Ihr Ruf „Wir sind das Volk“ richtete sich zunächst gegen den Anspruch der Staatsführung, für die Bevölkerung zu sprechen. Mit der wachsenden Forderung nach staatlicher Vereinigung wandelte sich die Losung teilweise zu „Wir sind ein Volk“.
Die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 beschleunigte die politische Entwicklung. Bei der ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 erhielten jene Kräfte eine Mehrheit, die eine rasche Vereinigung anstrebten. Es folgten die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion sowie Verhandlungen zwischen beiden deutschen Staaten. Parallel regelten die Bundesrepublik, die DDR und die vier ehemaligen Besatzungsmächte im Zwei-plus-Vier-Vertrag die außenpolitischen Fragen, darunter Deutschlands Grenzen und volle staatliche Souveränität.
Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik bei. Die wiedererrichteten ostdeutschen Länder wurden Teil des Bundesgebiets; zugleich wurde Berlin wieder zu einer gemeinsamen Stadt und später zum Sitz von Bundestag und Bundesregierung. Der 3. Oktober ist seither der gesetzliche Tag der Deutschen Einheit.
Das 25-jährige Jubiläum bot 2015 Anlass, nicht nur an den staatlichen Zusammenschluss, sondern auch an die friedliche Revolution und die Rolle der Bevölkerung beim Ende der SED-Herrschaft zu erinnern. Die Münze ordnet das Jubiläum damit in einen bürgerschaftlichen und zugleich europäischen Zusammenhang ein.
