CC 182 2014
2-Euro-Münze
koloriert PP
2 Euro PP
Frankreich · Welt-Aids-Tag 2014
Auflage10.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum24.11.2014
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis159,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert anlässlich des Welt-Aids-Tages an den Kampf gegen Aids. Das Motiv zeigt drei Rote Schleifen, das Symbol der Solidarität mit Aidskranken: Eine ist in klassischer Ausrichtung dargestellt, zwei weitere sind umgedreht und mit dem Buchstaben „V“ für den erhofften Sieg („victory“) über die Krankheit ergänzt. Am oberen Rand steht das Datum des Welt-Aids-Tages „1er décembre“.
Das Motiv
Die nationale Münzseite zeigt die als Symbol für den Kampf gegen Aids bekannte Rote Schleife. Die Rote Schleife in Form des umgedrehten Buchstabens „V“ wurde von der Künstlergruppe Visual Aids Artists Caucus und dem amerikanischen Maler Frank Moore geschaffen. Sie soll am Herzen getragen werden und symbolisiert die Solidarität mit allen Aidskranken. Am Tag, an dem die Krankheit besiegt ist, soll die Schleife umgedreht werden, so dass das „V“ für „victory“ erscheint. Das Münzinnere zeigt 3 Schleifen. Eine dieser Schleifen ist in der klassischen Richtung abgebildet und in der Stempelglanz- sowie der Spiegelglanz-Prägung rot koloriert. Die beiden anderen Schleifen sind auf dem Kopf stehend abgebildet und werden durch zwei Buchstaben „V“ ergänzt, die den lang ersehnten Sieg („victory“) gegen die Krankheit symbolisieren. Das Datum des Welt-Aids-Tages der Unesco „1er décembre“ bildet den oberen Rand der Münzseite. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Aids wurde Anfang der 1980er-Jahre als neuartiges Krankheitsbild erkannt. Es schwächt die Immunabwehr und entsteht infolge einer unbehandelten Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus HIV. Übertragen wird HIV insbesondere durch ungeschützten Sexualkontakt, gemeinsam benutzte Injektionsutensilien, kontaminierte Blutprodukte sowie von der Mutter auf das Kind. Alltägliche soziale Kontakte stellen dagegen kein Übertragungsrisiko dar. Fehlendes Wissen darüber führte früh zu Angst, Ausgrenzung und Diskriminierung, besonders gegenüber homosexuellen Männern und Drogenkonsumenten.
Frankreich spielte bei der Erforschung des Erregers eine Rolle. Ein Team am Pariser Institut Pasteur um Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier isolierte 1983 ein Virus, das später als HIV bezeichnet wurde. Barré-Sinoussi und Montagnier erhielten dafür 2008 gemeinsam die Hälfte des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin. Seit Mitte der 1990er-Jahre können Kombinationen antiretroviraler Medikamente die Vermehrung des Virus wirksam unterdrücken. Sie verhindern häufig den Ausbruch von Aids und verringern zugleich das Risiko einer Übertragung. Zum Zeitpunkt der Münzausgabe gab es jedoch weder eine allgemein verfügbare Heilung noch einen Impfstoff; zudem war der Zugang zur Behandlung weltweit ungleich verteilt.
Der Welt-Aids-Tag wurde 1988 auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation erstmals begangen. Er war der erste internationale Gesundheitstag dieser Art. Seit 1996 wird die weltweite Kampagne vom gemeinsamen HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, koordiniert. Der 1. Dezember dient der Aufklärung über Prävention und Behandlung, dem Gedenken an Verstorbene sowie dem Einsatz gegen die gesellschaftliche Stigmatisierung HIV-positiver Menschen.
Die Rote Schleife entstand 1991 im Umfeld der New Yorker Künstlerinitiative Visual AIDS. Das Zeichen war bewusst einfach gestaltet und konnte ohne Namensnennung oder kommerzielle Rechte weiterverwendet werden. Dadurch verbreitete es sich rasch international. Die französische Ausgabe von 2014 griff somit ein weltweit verständliches Symbol auf und nutzte eine Umlaufmünze, um das Thema über medizinische Fachkreise und organisierte Gedenkveranstaltungen hinaus sichtbar zu machen.
Frankreich spielte bei der Erforschung des Erregers eine Rolle. Ein Team am Pariser Institut Pasteur um Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier isolierte 1983 ein Virus, das später als HIV bezeichnet wurde. Barré-Sinoussi und Montagnier erhielten dafür 2008 gemeinsam die Hälfte des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin. Seit Mitte der 1990er-Jahre können Kombinationen antiretroviraler Medikamente die Vermehrung des Virus wirksam unterdrücken. Sie verhindern häufig den Ausbruch von Aids und verringern zugleich das Risiko einer Übertragung. Zum Zeitpunkt der Münzausgabe gab es jedoch weder eine allgemein verfügbare Heilung noch einen Impfstoff; zudem war der Zugang zur Behandlung weltweit ungleich verteilt.
Der Welt-Aids-Tag wurde 1988 auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation erstmals begangen. Er war der erste internationale Gesundheitstag dieser Art. Seit 1996 wird die weltweite Kampagne vom gemeinsamen HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, koordiniert. Der 1. Dezember dient der Aufklärung über Prävention und Behandlung, dem Gedenken an Verstorbene sowie dem Einsatz gegen die gesellschaftliche Stigmatisierung HIV-positiver Menschen.
Die Rote Schleife entstand 1991 im Umfeld der New Yorker Künstlerinitiative Visual AIDS. Das Zeichen war bewusst einfach gestaltet und konnte ohne Namensnennung oder kommerzielle Rechte weiterverwendet werden. Dadurch verbreitete es sich rasch international. Die französische Ausgabe von 2014 griff somit ein weltweit verständliches Symbol auf und nutzte eine Umlaufmünze, um das Thema über medizinische Fachkreise und organisierte Gedenkveranstaltungen hinaus sichtbar zu machen.
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