CC 174 2014
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Stgl./BU
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Griechenland · 400. Todestag von Domenikos Theotokopoulos (El Greco)
Auflage7.500
Ausgabepreis5,00 €
Ausgabedatum24.09.2014
VerpackungCoincard
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 400. Todestag von Dominikos Theotokopoulos (1541–1614). Das Motiv zeigt ein Porträt des Malers und im Hintergrund ein für seine Maltechnik typisches Personenbildnis aus seinem Werk. Ergänzt wird die Darstellung durch seine Signatur „Dominikos Theotokopoulos Epoiei“, die Jahreszahl 2014 und eine kreisförmige griechische Inschrift mit seinem Namen und seinen Lebensdaten.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt Dominikos Theotokopoulos im Porträt. Im Hintergrund ist ein für die Technik des Malers typisches Personenbildnis aus seinem Werk zu sehen. Auf der linken Seite sind die Jahreszahl 2014 und die Signatur des Künstlers („Dominikos Theotokopoulos Epoiei“) eingraviert, auf der rechten Seite das Zeichen der Staatlichen griechischen Münze. Um das Motiv herum sind in griechischer Sprache kreisförmig der Text „DOMINIKOS THEOTOKOPOULOS 1541-1614“ und der Name des Ausgabestaates — „HELLENISCHE REPUBLIK“ — angeordnet.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Dominikos Theotokopoulos ist vor allem unter dem spanischen Beinamen El Greco, „der Grieche“, bekannt. Er stammte aus Kreta, das damals zur Republik Venedig gehörte. Dort wurde er als Maler in der kretischen Ikonentradition ausgebildet. Diese verband byzantinisch geprägte religiöse Bildformen mit Einflüssen der italienischen Renaissance. Seine Herkunft blieb für sein Selbstverständnis erkennbar: Auch nach seiner Übersiedlung nach Westeuropa verwendete er seinen griechischen Namen.
Von Kreta ging Theotokopoulos zunächst nach Venedig. Das dortige Umfeld, insbesondere die Malerei Tizians und Tintorettos, vermittelte ihm den Umgang mit Farbe, Licht, Raum und bewegten Figuren. Anschließend hielt er sich in Rom auf, wo er mit dem Manierismus in Berührung kam. Diese Kunstrichtung entfernte sich von den ausgewogenen Proportionen der Hochrenaissance und bevorzugte komplexe Kompositionen, ungewöhnliche Perspektiven und stark stilisierte Körperformen.
Später ließ sich El Greco im spanischen Toledo nieder. Die Stadt war ein kirchliches Zentrum und bot ihm zahlreiche Aufträge für Altäre, Kirchen und private Andachtsbilder. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz“ in der Kirche Santo Tomé. Darin verbindet er eine irdische Begräbnisszene mit einer visionären Himmelsdarstellung. Charakteristisch für seine reife Malerei sind langgestreckte Figuren, intensive Farbkontraste, flackerndes Licht und eine räumliche Wirkung, die weniger naturgetreu als geistig und emotional ausgerichtet ist.
Zu Lebzeiten war El Greco insbesondere als religiöser Maler und Porträtist tätig. Später geriet sein eigenwilliger Stil zeitweise aus dem kunsthistorischen Blick. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde er neu bewertet; Künstler der Moderne sahen in seiner formalen Freiheit einen Vorläufer neuer Ausdrucksweisen.
Für Griechenland verkörpert er zugleich die kretisch-griechische Kunsttradition und deren Verbindung mit der italienischen und spanischen Kultur. Das runde Jubiläum bot daher einen nachvollziehbaren Anlass, einen international bekannten Künstler griechischer Herkunft auf einer Umlaufmünze zu würdigen.
Von Kreta ging Theotokopoulos zunächst nach Venedig. Das dortige Umfeld, insbesondere die Malerei Tizians und Tintorettos, vermittelte ihm den Umgang mit Farbe, Licht, Raum und bewegten Figuren. Anschließend hielt er sich in Rom auf, wo er mit dem Manierismus in Berührung kam. Diese Kunstrichtung entfernte sich von den ausgewogenen Proportionen der Hochrenaissance und bevorzugte komplexe Kompositionen, ungewöhnliche Perspektiven und stark stilisierte Körperformen.
Später ließ sich El Greco im spanischen Toledo nieder. Die Stadt war ein kirchliches Zentrum und bot ihm zahlreiche Aufträge für Altäre, Kirchen und private Andachtsbilder. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz“ in der Kirche Santo Tomé. Darin verbindet er eine irdische Begräbnisszene mit einer visionären Himmelsdarstellung. Charakteristisch für seine reife Malerei sind langgestreckte Figuren, intensive Farbkontraste, flackerndes Licht und eine räumliche Wirkung, die weniger naturgetreu als geistig und emotional ausgerichtet ist.
Zu Lebzeiten war El Greco insbesondere als religiöser Maler und Porträtist tätig. Später geriet sein eigenwilliger Stil zeitweise aus dem kunsthistorischen Blick. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde er neu bewertet; Künstler der Moderne sahen in seiner formalen Freiheit einen Vorläufer neuer Ausdrucksweisen.
Für Griechenland verkörpert er zugleich die kretisch-griechische Kunsttradition und deren Verbindung mit der italienischen und spanischen Kultur. Das runde Jubiläum bot daher einen nachvollziehbaren Anlass, einen international bekannten Künstler griechischer Herkunft auf einer Umlaufmünze zu würdigen.




