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San Marino · 500. Todestag von Pinturicchio
Ausgabedatum13.09.2013
Gesamtauflage115.000
EU-Maximum115.000
Editionen3
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftSAN MARINO / R / MOMONI / PINTURICCHIO / 1513 / 2013
DesignerClaudia Momoni
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 500. Todestag des italienischen Malers Pinturicchio. Das Motiv zeigt in der Mitte das Fresko „Jesus unter den Ärzten“, umgeben von der Aufschrift „PINTURICCHIO“, den Jahreszahlen „1513“ und „2013“ sowie dem Namen „SAN MARINO“.
Das Motiv
In der Mitte ist das Fresko „Jesus unter den Ärzten“ zu sehen. Im Münzinneren sind im unteren Teil halbkreisförmig der Name „SAN MARINO“, links der Buchstabe „R“, das Symbol der italienischen Prägestätte, und unter dem Fresko der Name der Graveurin „MOMONI“ eingeprägt; über dem Fresko sind in einem Halbkreis die Aufschrift „PINTURICCHIO“ und darunter die Jahreszahlen „1513“ und „2013“ aufgebracht.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Pinturicchio war der Beiname des um 1454 in Perugia geborenen Bernardino di Betto. Der Name lässt sich sinngemäß als „kleiner Maler“ verstehen. Er gehörte zur umbrischen Malerei der Renaissance und arbeitete vor allem als Freskenmaler. In Rom war er an der Ausstattung der Sixtinischen Kapelle beteiligt, wahrscheinlich im Umfeld Peruginos. Später gestaltete er im Vatikan mehrere Räume für Papst Alexander VI., die heute als Borgia-Appartements bekannt sind. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen die Fresken der Piccolomini-Bibliothek im Dom von Siena. Pinturicchio starb dort 1513.
Das ausgewählte Fresko befindet sich in der Baglioni-Kapelle der Kirche Santa Maria Maggiore in Spello, einer Stadt in Umbrien. Es gehört zu einem Bilderzyklus über Maria und die Kindheit Christi, den Pinturicchio um die Wende zum 16. Jahrhundert im Auftrag von Troilo Baglioni ausführte. Die Darstellung verbindet die biblische Handlung mit einer nach den Regeln der Zentralperspektive angelegten Platzarchitektur. Figuren und Gebäude sind dabei nicht historisch rekonstruiert, sondern in die Bildwelt der italienischen Renaissance übertragen.
Die Szene beruht auf dem Lukasevangelium. Der zwölfjährige Jesus reist mit Maria und Josef zum Passahfest nach Jerusalem. Auf dem Rückweg bemerken seine Eltern, dass er fehlt. Nach dreitägiger Suche finden sie ihn im Tempel, wo er den Schriftgelehrten zuhört und mit ihnen spricht. Mit den traditionellen „Ärzten“ sind daher keine Mediziner gemeint, sondern Lehrer und Ausleger des religiösen Gesetzes.
Eine unmittelbare biografische Verbindung Pinturicchios zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl steht vielmehr im Rahmen der san-marinesischen Münzausgaben zu Künstlern und kulturellen Jahrestagen aus dem italienischen Kulturraum. Pinturicchios Todestag bot einen klar datierbaren Anlass; das Fresko lieferte zugleich ein einzelnes, auch im kleinen Münzformat umsetzbares Werk als Bezugspunkt.
Das ausgewählte Fresko befindet sich in der Baglioni-Kapelle der Kirche Santa Maria Maggiore in Spello, einer Stadt in Umbrien. Es gehört zu einem Bilderzyklus über Maria und die Kindheit Christi, den Pinturicchio um die Wende zum 16. Jahrhundert im Auftrag von Troilo Baglioni ausführte. Die Darstellung verbindet die biblische Handlung mit einer nach den Regeln der Zentralperspektive angelegten Platzarchitektur. Figuren und Gebäude sind dabei nicht historisch rekonstruiert, sondern in die Bildwelt der italienischen Renaissance übertragen.
Die Szene beruht auf dem Lukasevangelium. Der zwölfjährige Jesus reist mit Maria und Josef zum Passahfest nach Jerusalem. Auf dem Rückweg bemerken seine Eltern, dass er fehlt. Nach dreitägiger Suche finden sie ihn im Tempel, wo er den Schriftgelehrten zuhört und mit ihnen spricht. Mit den traditionellen „Ärzten“ sind daher keine Mediziner gemeint, sondern Lehrer und Ausleger des religiösen Gesetzes.
Eine unmittelbare biografische Verbindung Pinturicchios zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl steht vielmehr im Rahmen der san-marinesischen Münzausgaben zu Künstlern und kulturellen Jahrestagen aus dem italienischen Kulturraum. Pinturicchios Todestag bot einen klar datierbaren Anlass; das Fresko lieferte zugleich ein einzelnes, auch im kleinen Münzformat umsetzbares Werk als Bezugspunkt.
eBay-Preisanalyse
Für diese Ausgabe gibt es einen Preisverlauf aus tatsächlichen eBay-Verkäufen – mit Median, Spanne und Zahl der Verkäufe.
Preisanalyse ansehenBlister BU – Ausgabe 1 – Einzelseite
- Verpackung
- Blister
- Auflage
- 109.000
- Marktpreis
- 39,00 €
- Randschrift
- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Blister
110.000
2 Editionen
KMS
5.000
Weitere Editionen
2Auflagen
San Marino
115.000Blister BU: 109.000
Blister BU: 1.000
KMS PP: 5.000
Offizielle Ausgabepreise
2013 · Blister BU: 14,00 €
2013 · KMS PP: 110,00 €
Ergänzende Informationen
Ausgabe des Blisters auf der Monety Expo & Fila Expo in Warschau Polen. Für die Messe gab es eine Sonderausgabe der Pinturicchio-Münze in einem speziellen Folder. Die Auflage ist auf 1.000 Exemplare beschränkt, die Vorlage der Eintrittkarte war notwendig. Ausgabepreis: Erst 25 €, später 18 €, plus 1,25 € Eintrittskarte.



