CC 117 2012
Blister
Stgl./BU
Blister BU
Portugal · 10 Jahre Euro-Bargeld
Auflage9.891
Ausgabedatum24.02.2012
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis16,66 €
Zum Ausgabeanlass
Die gemeinsame Gedenkmünze erinnert an den zehnten Jahrestag der Einführung des Euro. Im Zentrum steht das Euro-Zeichen als Sinnbild für die internationale Bedeutung der Währung; Menschen, EZB-Turm, Schiffe, Fabriken und Windräder verweisen auf Finanzwelt, Handel, Industrie, Energie sowie Forschung und Entwicklung. Das von Helmut Andexlinger entworfene Motiv wurde in einer öffentlichen Online-Abstimmung ausgewählt.
Das Motiv
Das Euro-Zeichen im Münzinneren verdeutlicht, dass der Euro zu einem europa- und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um das Euro-Zeichen herum angeordneten Gestaltungsmerkmale symbolisieren die Bedeutung des Euro für die Menschen, die Finanzwelt (EZB-Turm), den Handel (Schiffe), die Industrie (Fabriken), den Energiesektor und für Forschung und Entwicklung (Windräder). Die Initialen des Künstlers „AH“ stehen unter dem Bild des EZB-Turms. Die Namen der Ausgabestaaten in der Landessprache sind mittig über dem Motiv, die Jahresangaben 2002-2012 darunter eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Bezugspunkt des Jubiläums ist die Einführung von Euro-Banknoten und -Münzen am 1. Januar 2002. Als Buchgeld bestand der Euro bereits seit dem 1. Januar 1999. Von diesem Zeitpunkt an wurden Wechselkurse unwiderruflich festgelegt, Finanzgeschäfte konnten in Euro abgewickelt werden, und die Europäische Zentralbank übernahm die gemeinsame Geldpolitik. Bargeld blieb zunächst in den jeweiligen nationalen Währungen im Umlauf.
Die gemeinsame Währung geht auf die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zurück, deren rechtliche Grundlagen mit dem Vertrag von Maastricht geschaffen wurden. Teilnehmende Staaten mussten Vorgaben unter anderem zur Preisstabilität, zur Staatsverschuldung, zu den öffentlichen Defiziten und zu den Zinssätzen erfüllen. Mit der Währungsunion sollten Wechselkursrisiken und Umtauschkosten innerhalb des gemeinsamen Marktes entfallen. Zugleich gaben die beteiligten Staaten die eigenständige Festlegung ihrer Geldpolitik ab.
An der Bargeldeinführung von 2002 nahmen zwölf Länder teil: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Ihre bisherigen Währungen wie D-Mark, Franc, Lira oder Schilling wurden nach einer meist kurzen parallelen Umlaufphase aus dem täglichen Zahlungsverkehr genommen. Bis 2012 war das Euro-Währungsgebiet auf 17 Staaten angewachsen. Zu den später hinzugekommenen Ländern gehörten Slowenien, Zypern, Malta, die Slowakei und Estland.
Die Wahl des Jahrestags als gemeinsamer Münzanlass erklärt sich aus der besonderen Rolle des Bargelds im europäischen Integrationsprozess: Anders als Verträge oder institutionelle Reformen begegnet die Währungsunion den Bürgern unmittelbar im Alltag. Einheitliche Gedenkausgaben machen zugleich die Konstruktion der Euromünzen sichtbar. Sie besitzen eine gemeinsame europäische Wertseite, während die andere Seite grundsätzlich vom jeweiligen Ausgabestaat gestaltet wird.
Das Jubiläum fiel zudem in die europäische Staatsschulden- und Bankenkrise. Fragen nach Haushaltsdisziplin, finanzieller Solidarität und der institutionellen Ausgestaltung der Währungsunion prägten daher das politische Umfeld des Ausgabejahres.
Die gemeinsame Währung geht auf die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zurück, deren rechtliche Grundlagen mit dem Vertrag von Maastricht geschaffen wurden. Teilnehmende Staaten mussten Vorgaben unter anderem zur Preisstabilität, zur Staatsverschuldung, zu den öffentlichen Defiziten und zu den Zinssätzen erfüllen. Mit der Währungsunion sollten Wechselkursrisiken und Umtauschkosten innerhalb des gemeinsamen Marktes entfallen. Zugleich gaben die beteiligten Staaten die eigenständige Festlegung ihrer Geldpolitik ab.
An der Bargeldeinführung von 2002 nahmen zwölf Länder teil: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Ihre bisherigen Währungen wie D-Mark, Franc, Lira oder Schilling wurden nach einer meist kurzen parallelen Umlaufphase aus dem täglichen Zahlungsverkehr genommen. Bis 2012 war das Euro-Währungsgebiet auf 17 Staaten angewachsen. Zu den später hinzugekommenen Ländern gehörten Slowenien, Zypern, Malta, die Slowakei und Estland.
Die Wahl des Jahrestags als gemeinsamer Münzanlass erklärt sich aus der besonderen Rolle des Bargelds im europäischen Integrationsprozess: Anders als Verträge oder institutionelle Reformen begegnet die Währungsunion den Bürgern unmittelbar im Alltag. Einheitliche Gedenkausgaben machen zugleich die Konstruktion der Euromünzen sichtbar. Sie besitzen eine gemeinsame europäische Wertseite, während die andere Seite grundsätzlich vom jeweiligen Ausgabestaat gestaltet wird.
Das Jubiläum fiel zudem in die europäische Staatsschulden- und Bankenkrise. Fragen nach Haushaltsdisziplin, finanzieller Solidarität und der institutionellen Ausgestaltung der Währungsunion prägten daher das politische Umfeld des Ausgabejahres.


