Rückseite
2€noch kein BildVorderseite
2€noch kein BildSlowakei · 50. Jahrestag der Charta 77
Ausgabedatumxx.xx.27
Gesamtauflage–
EU-Maximum–
Editionen1
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
DesignerKarol Ličko
PrägestätteMincovna Kremnica, š.p., Kremnica / Slovakia
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Charta 77, einer 1977 veröffentlichten Erklärung aus der Tschechoslowakei. Darin forderten Bürger die Einhaltung der Menschenrechte und der internationalen Verpflichtungen des Staates.
Hintergrund zum Thema
Die Charta 77 entstand im kommunistisch regierten Staat der Tschechoslowakei. Einen unmittelbaren Hintergrund bildete die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa von 1975. Die Tschechoslowakei hatte dieses Dokument unterzeichnet und sich darin unter anderem zur Achtung grundlegender Menschenrechte und bürgerlicher Freiheiten verpflichtet. Die Verfasser der Charta wiesen darauf hin, dass diese Zusagen im eigenen Land nicht eingehalten wurden.
Die Erklärung war keine politische Partei und beanspruchte auch nicht, eine alternative Regierung zu bilden. Sie verstand sich als unabhängige Bürgerinitiative. Ihre Unterzeichner verlangten, dass der Staat seine eigenen Gesetze sowie die von ihm eingegangenen internationalen Verpflichtungen beachtete. Zu den ersten Sprechern gehörten der Schriftsteller Václav Havel, der Philosoph Jan Patočka und der frühere Außenminister Jiří Hájek. Die Charta wurde von Menschen mit unterschiedlichen politischen und weltanschaulichen Hintergründen getragen, darunter auch Christen und ehemalige Mitglieder der kommunistischen Partei.
Die Veröffentlichung führte zu staatlichen Repressionen. Unterzeichner wurden verhört, überwacht, aus ihrer Arbeit gedrängt oder anderweitig unter Druck gesetzt. Jan Patočka starb nach mehreren Verhören durch die Staatssicherheit. Die Behörden versuchten zugleich, die Unterzeichner öffentlich zu diskreditieren und weitere Unterstützer einzuschüchtern. Dennoch blieb die Charta über Jahre ein Bezugspunkt für oppositionelle Gruppen und für die Forderung nach unabhängiger gesellschaftlicher Organisation.
Ihre Wirkung zeigte sich auch in späteren Initiativen der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung. Während der politischen Umwälzungen im Herbst 1989 gehörten ehemalige Sprecher und Unterstützer der Charta zu den Personen, die den Dialog mit der Staatsmacht und den Übergang zu einem demokratischen politischen System mitprägten. Die slowakische Gedenkmünze nimmt damit nicht nur die Veröffentlichung eines historischen Dokuments zum Anlass, sondern erinnert an den langfristigen Einsatz Einzelner für Rechtsstaatlichkeit, freie Meinungsäußerung und die Wahrnehmung international zugesagter Rechte.
Die Erklärung war keine politische Partei und beanspruchte auch nicht, eine alternative Regierung zu bilden. Sie verstand sich als unabhängige Bürgerinitiative. Ihre Unterzeichner verlangten, dass der Staat seine eigenen Gesetze sowie die von ihm eingegangenen internationalen Verpflichtungen beachtete. Zu den ersten Sprechern gehörten der Schriftsteller Václav Havel, der Philosoph Jan Patočka und der frühere Außenminister Jiří Hájek. Die Charta wurde von Menschen mit unterschiedlichen politischen und weltanschaulichen Hintergründen getragen, darunter auch Christen und ehemalige Mitglieder der kommunistischen Partei.
Die Veröffentlichung führte zu staatlichen Repressionen. Unterzeichner wurden verhört, überwacht, aus ihrer Arbeit gedrängt oder anderweitig unter Druck gesetzt. Jan Patočka starb nach mehreren Verhören durch die Staatssicherheit. Die Behörden versuchten zugleich, die Unterzeichner öffentlich zu diskreditieren und weitere Unterstützer einzuschüchtern. Dennoch blieb die Charta über Jahre ein Bezugspunkt für oppositionelle Gruppen und für die Forderung nach unabhängiger gesellschaftlicher Organisation.
Ihre Wirkung zeigte sich auch in späteren Initiativen der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung. Während der politischen Umwälzungen im Herbst 1989 gehörten ehemalige Sprecher und Unterstützer der Charta zu den Personen, die den Dialog mit der Staatsmacht und den Übergang zu einem demokratischen politischen System mitprägten. Die slowakische Gedenkmünze nimmt damit nicht nur die Veröffentlichung eines historischen Dokuments zum Anlass, sondern erinnert an den langfristigen Einsatz Einzelner für Rechtsstaatlichkeit, freie Meinungsäußerung und die Wahrnehmung international zugesagter Rechte.
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