Übersicht Italien 2011 150 Jahre Vereinigung Italiens – Übersicht
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CC 95 2011 Kursmünzensatz PP

KMS PP

Italien · 150 Jahre Vereinigung Italiens

Auflage5.500
Ausgabepreis116,88 €
Ausgabedatum22.04.2011
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis85,00 €

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Die Münze erinnert an den 150. Jahrestag der Einigung Italiens. Das Motiv zeigt drei wehende italienische Flaggen als Symbol der Jubiläumsjahre 1911, 1961 und 2011 und damit der Verbindung zwischen den Generationen. Ergänzt wird es durch die Inschrift „150o DELL’UNITA’ D’ITALIA“ sowie die Jahreszahlen „1861 › 2011 › ›“.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt in der Mitte drei wehende italienische Flaggen, die die drei letzten 50-Jahr-Feiern — 1911, 1961 und 2011 — symbolisieren und damit eine perfekte Verbindung zwischen den Generationen herstellen: Dies ist das Logo des 150. Jahrestags der Einigung Italiens. Über den Flaggen steht der Schriftzug „150o DELL’UNITA’ D’ITALIA“ (150. Jahrestag der Einigung Italiens) und rechts neben ihnen der Ausgabestaat „RI“ (Republik Italien). Unter den Flaggen sind die Jahresangaben „1861 › 2011 › ›“ und darunter mittig das Münzzeichen „R“ eingeprägt. Rechts daneben stehen die Initiale des Künstlers „Ettore Lorenzo Frapiccini“, gefolgt von der Angabe „Incisore“ (Graveur) in gekürzter Form „ELF INC.“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die italienische Einigung war kein einzelner Akt, sondern ein längerer politischer und militärischer Prozess, der als Risorgimento bezeichnet wird. Nach dem Wiener Kongress von 1815 bestand die Apenninhalbinsel aus mehreren Staaten. Österreich beherrschte die Lombardei und Venetien und übte auch auf andere Gebiete Einfluss aus. Daneben bestanden unter anderem das Königreich Sardinien-Piemont, der Kirchenstaat und das Königreich beider Sizilien. Liberale und nationale Bewegungen verlangten Verfassungen, politische Mitbestimmung und einen italienischen Nationalstaat.

Zur treibenden Kraft der Einigung wurde Sardinien-Piemont. Ministerpräsident Camillo Benso di Cavour setzte auf Diplomatie und Krieg, um die österreichische Herrschaft in Norditalien zurückzudrängen. Gleichzeitig eroberte Giuseppe Garibaldi 1860 mit einem Freiwilligenheer das Königreich beider Sizilien. Die eroberten Gebiete wurden mit Sardinien-Piemont vereinigt. Am 17. März 1861 proklamierte das Parlament in Turin das Königreich Italien; Viktor Emanuel II. wurde dessen König.

Die territoriale Einigung war damit noch nicht abgeschlossen. Venetien kam 1866 zu Italien. Rom wurde 1870 eingenommen, nachdem französische Truppen die Stadt nicht länger für den Papst schützen konnten. 1871 wurde Rom Hauptstadt. Das Verhältnis zwischen dem italienischen Staat und dem Papsttum blieb danach über Jahrzehnte ungeklärt.

Auch die gesellschaftliche Integration verlief langsam. Regionale Sprachen und Identitäten, große wirtschaftliche Unterschiede zwischen Nord und Süd sowie eine zunächst geringe politische Beteiligung prägten den neuen Staat. Staatliche Schulen, Wehrpflicht, Verwaltung und öffentliche Gedenkfeiern sollten ein gemeinsames nationales Bewusstsein fördern.

Die Jubiläumsfeiern spiegelten jeweils ihre Zeit. 1911 präsentierte sich das liberale Königreich mit Ausstellungen in Turin, Rom und Florenz. Die Feiern von 1961 fielen in eine Phase rascher Industrialisierung und wirtschaftlichen Wachstums; ein Schwerpunkt lag erneut in Turin, der ersten Hauptstadt Italiens. 2011 wurde das Gründungsjubiläum mit staatlichen Feiern, Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen begangen. Die Münzausgabe war Teil dieses offiziellen Erinnerungsjahres und bezog sich auf die Entstehung des heutigen italienischen Nationalstaats.

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