Rückseite Numisbrief
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CC 93 2011 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Spanien · UNESCO Weltkulturerbe-Serie, 2. Ausgabe, La Alhambra, Granada

Auflage5.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum21.02.2011
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze ist den UNESCO-Welterbestätten Alhambra, Generalife und Albayzín in Granada gewidmet. Das Motiv zeigt den Patio de los Leones der Alhambra; darunter stehen „ESPAÑA“ und die Jahreszahl „2011“, darüber befindet sich das Münzzeichen.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt den Patio des los Leones der Alhambra in Granada. Darunter stehen der Ausgabestaat „ESPAÑA“ und die Jahreszahl „2011“. Über dem Münzmotiv ist das Münzzeichen eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Alhambra entstand als befestigte Palaststadt auf dem Sabikah-Hügel über Granada. Ihre heute prägende Gestalt erhielt sie im 13. und 14. Jahrhundert unter den Nasriden, der letzten muslimischen Herrscherdynastie auf der Iberischen Halbinsel. Innerhalb der Mauern lagen Residenzen, Verwaltungsräume, Höfe, Wohnquartiere und Verteidigungsanlagen. Nach der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige im Jahr 1492 wurde die Anlage als christliche Königsresidenz weitergenutzt und teilweise verändert. Aus dieser Zeit stammt unter anderem der später errichtete Palast Kaiser Karls V.

Der Löwenhof gehört zum Nasridenpalast, der unter Sultan Muhammad V. ausgebaut wurde. Seinen Mittelpunkt bildet eine von zwölf marmornen Löwen getragene Brunnenschale. Von ihr führen schmale Wasserläufe in die angrenzenden Räume. Die Verbindung von Wasser, Licht, Ornamenten, Säulenstellungen und Innenhöfen war ein Grundelement der nasridischen Palastarchitektur. Der Hof war Teil eines fein gegliederten höfischen Wohn- und Repräsentationsbereichs.

Der Generalife liegt außerhalb der eigentlichen Festungsmauern. Er diente den nasridischen Herrschern als Landsitz und Rückzugsort. Wohngebäude, Gärten, Höfe und Bewässerungssysteme bilden dort eine zusammenhängende Anlage. Wasser wurde nicht nur zur Versorgung genutzt, sondern auch gezielt in die Gestaltung der Gärten und Architektur einbezogen.

Der Albayzín liegt auf dem gegenüberliegenden Hügel. Das Viertel bewahrt Grundzüge der mittelalterlichen islamischen Stadtstruktur mit engen, unregelmäßigen Gassen und traditionellen Wohnhäusern. Nach 1492 blieb es zunächst ein Zentrum der muslimischen Bevölkerung Granadas; spätere Umbauten und christliche Sakralbauten ergänzten das Stadtbild.

Alhambra und Generalife wurden 1984 in die Welterbeliste aufgenommen, der Albayzín kam 1994 als Erweiterung hinzu. Die Münzausgabe war Teil einer 2010 begonnenen spanischen Serie, die jährlich eine spanische UNESCO-Welterbestätte behandelt. Die Anlage von Granada gehörte zu den früh aufgenommenen spanischen Welterbestätten und wurde deshalb bereits zu Beginn dieser Serie berücksichtigt.

Wissenswertes

Gemeinsame Ausgabe von „Real Casa de Moneda“ und „Correos“ (Spanische Post)

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