
CC 9 2005
Blister
Stgl./BU
Blister BU
Belgien · Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion
Auflage20.000
Ausgabepreis9,00 €
Ausgabedatum20.05.2005
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis19,80 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion gewidmet. Das Motiv zeigt die Profilbildnisse von Großherzog Henri von Luxemburg und König Albert II. von Belgien, begleitet von ihren Monogrammen, der Jahreszahl „2005“, den Initialen „LL“ des Graveurs und den zwölf Sternen.
Das Motiv
Die Bildnisse von Großherzog Henri von Luxemburg und König Albert II von Belgien erscheinen im Profil in der Mitte der Abbildung. Das Profil von König Albert II liegt ein wenig über dem von Großherzog Henri. Unter den Bildnissen erscheint die Jahreszahl „2005“. Unten rechts erscheinen die Initialen „LL“ des Graveurs. Die beiden Bildnisse und das Datum werden von den zwölf Sternen umringt sowie vom Monogramm des Großherzogs Henri auf der linken Seite und von König Albert auf der rechten Seite. Die Münzzeichen erscheinen jeweils zwischen zwei Sternen, und zwar eines links und eines rechts im unteren Teil des äußeren Kreises.
Hintergrund zum Thema
Die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion geht auf einen 1921 geschlossenen Staatsvertrag zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Luxemburg seine wirtschaftliche Einbindung in den deutschen Zollverein beendet und benötigte neue Regelungen für Handel, Zoll und Währung. Die Vereinbarung mit Belgien schuf dafür einen gemeinsamen Wirtschaftsraum, ohne die staatliche Selbstständigkeit Luxemburgs aufzuheben.
Kern der Union waren der Abbau von Zollschranken zwischen beiden Ländern, ein gemeinsamer Außenzoll und die Abstimmung wirtschafts- und finanzpolitischer Fragen. Hinzu kam eine enge Währungsverbindung: Der Luxemburgische Franc war zum Belgischen Franc wertgleich; belgisches Geld wurde in Luxemburg allgemein verwendet. Wegen der wesentlich größeren belgischen Volkswirtschaft war die Zusammenarbeit allerdings nicht völlig symmetrisch. Streitfragen und Anpassungen wurden durch gemeinsame Gremien geregelt.
Die Union entstand früher als andere westeuropäische Zusammenschlüsse. Später wurde sie durch die Benelux-Zusammenarbeit mit den Niederlanden und durch die europäische Integration ergänzt. Mit der Einführung des Euro entfiel die eigenständige Verbindung zwischen belgischem und luxemburgischem Franc. Die bilaterale Union blieb dennoch als Rahmen für wirtschaftspolitische und administrative Zusammenarbeit bestehen.
Henri ist seit 2000 Großherzog von Luxemburg und damit Staatsoberhaupt des Großherzogtums. Albert II. war von 1993 bis 2013 König der Belgier. Beide übten ihre Ämter als konstitutionelle Monarchen aus; die politische Leitung lag bei den jeweiligen Regierungen. Ihre gemeinsame Darstellung verkörpert daher vor allem die beiden Vertragsstaaten und deren langjährige institutionelle Verbindung.
Der Ausgabezeitpunkt stand im Zusammenhang mit einer Neufassung des Unionsvertrags. Belgien und Luxemburg hatten 2002 eine modernisierte Konvention unterzeichnet, die 2005 in Kraft trat. Sie passte die Zusammenarbeit an die inzwischen entstandenen europäischen Strukturen und an die gemeinsame Währung an. Die Münze erinnerte somit nicht nur an die historische Union, sondern auch an ihre rechtliche Erneuerung.
Kern der Union waren der Abbau von Zollschranken zwischen beiden Ländern, ein gemeinsamer Außenzoll und die Abstimmung wirtschafts- und finanzpolitischer Fragen. Hinzu kam eine enge Währungsverbindung: Der Luxemburgische Franc war zum Belgischen Franc wertgleich; belgisches Geld wurde in Luxemburg allgemein verwendet. Wegen der wesentlich größeren belgischen Volkswirtschaft war die Zusammenarbeit allerdings nicht völlig symmetrisch. Streitfragen und Anpassungen wurden durch gemeinsame Gremien geregelt.
Die Union entstand früher als andere westeuropäische Zusammenschlüsse. Später wurde sie durch die Benelux-Zusammenarbeit mit den Niederlanden und durch die europäische Integration ergänzt. Mit der Einführung des Euro entfiel die eigenständige Verbindung zwischen belgischem und luxemburgischem Franc. Die bilaterale Union blieb dennoch als Rahmen für wirtschaftspolitische und administrative Zusammenarbeit bestehen.
Henri ist seit 2000 Großherzog von Luxemburg und damit Staatsoberhaupt des Großherzogtums. Albert II. war von 1993 bis 2013 König der Belgier. Beide übten ihre Ämter als konstitutionelle Monarchen aus; die politische Leitung lag bei den jeweiligen Regierungen. Ihre gemeinsame Darstellung verkörpert daher vor allem die beiden Vertragsstaaten und deren langjährige institutionelle Verbindung.
Der Ausgabezeitpunkt stand im Zusammenhang mit einer Neufassung des Unionsvertrags. Belgien und Luxemburg hatten 2002 eine modernisierte Konvention unterzeichnet, die 2005 in Kraft trat. Sie passte die Zusammenarbeit an die inzwischen entstandenen europäischen Strukturen und an die gemeinsame Währung an. Die Münze erinnerte somit nicht nur an die historische Union, sondern auch an ihre rechtliche Erneuerung.
