
CC 89 2011
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Stgl./BU
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Slowakei · 20 Jahre Visegrád-Abkommen
Auflage7.000
Ausgabepreis7,50 €
Ausgabedatum10.01.2011
VerpackungCoincard
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis21,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 20. Jahrestag der Gründung der Visegrád-Gruppe am 15. Februar 1991. Das Motiv zeigt die Umrisse ihrer vier Mitgliedstaaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn sowie die stilisierte Abkürzung „V IV“. Umlaufend stehen die Bezeichnungen „VYŠEHRADSKÁ SKUPINA • VISEGRAD GROUP“ und das Gründungsdatum „15.2.1991“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt die Umrisse der vier Länder, aus denen sich die Visegrád-Gruppe zusammensetzt: der Republik Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik und der Republik Ungarn. Die Darstellung wird ergänzt durch die stilisierte Abkürzung „V IV“. Rechts unten ist der Name des Ausgabestaats, „SLOVENSKO“, eingeprägt. Links unten befindet sich die Jahreszahl „2011“. Kreisförmig um das Motiv herum sind die Legende „VYŠEHRADSKÁ SKUPINA • VISEGRAD GROUP“ und das Datum der Gründung der Visegrád-Gruppe („15.2.1991“) eingraviert. Die Initialen „MR“ des Münzgestalters Miroslav Rónai und das Zeichen „MK“ der Münzprägeanstalt Kremnica erscheinen unter dem Namen des Landes. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Zusammenarbeit entstand während des politischen und wirtschaftlichen Umbruchs nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Ostmitteleuropa. Bei einem Treffen in der ungarischen Stadt Visegrád verständigten sich der tschechoslowakische Präsident Václav Havel, der polnische Präsident Lech Wałęsa und der ungarische Ministerpräsident József Antall auf eine engere Abstimmung. Zunächst wurde daher auch vom „Visegrád-Dreieck“ gesprochen. Erst nach der friedlichen Teilung der Tschechoslowakei in zwei selbstständige Staaten im Jahr 1993 erhielt die Kooperation ihre heutige Form mit vier Teilnehmern.
Im Mittelpunkt standen der Aufbau demokratischer Institutionen und marktwirtschaftlicher Strukturen sowie die Rückkehr der beteiligten Länder in die europäischen und transatlantischen Zusammenschlüsse. Dazu koordinierten sie politische Positionen, unterstützten sich bei Reformen und arbeiteten in Bereichen wie Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und Kultur zusammen. Polen, Tschechien und Ungarn traten 1999 der NATO bei, die Slowakei folgte 2004. Im selben Jahr wurden alle vier Länder Mitglieder der Europäischen Union.
Die Bezeichnung knüpft zugleich an ein mittelalterliches Herrschertreffen in Visegrád an. Dort kamen 1335 die Könige von Böhmen, Polen und Ungarn zusammen, um politische und wirtschaftliche Fragen zu regeln. Der historische Ortsname stellte somit eine Verbindung zu früheren Formen regionaler Zusammenarbeit in Mitteleuropa her.
Die Visegrád-Gruppe ist keine internationale Organisation mit einem festen Verwaltungsapparat. Ihre Arbeit beruht vor allem auf regelmäßigen Treffen, wechselnden Vorsitzen und der Abstimmung zwischen den Regierungen. Eine dauerhafte Einrichtung ist der Internationale Visegrád-Fonds mit Sitz in Bratislava. Er fördert unter anderem grenzüberschreitende Vorhaben in Kultur, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft.
Für die Slowakei bot das Jubiläum Anlass, sowohl an die Neuordnung Ostmitteleuropas nach 1989 als auch an den eigenen Weg in europäische und transatlantische Strukturen zu erinnern. Die Münzausgabe ordnet die regionale Kooperation damit in den größeren Zusammenhang der europäischen Integration ein.
Im Mittelpunkt standen der Aufbau demokratischer Institutionen und marktwirtschaftlicher Strukturen sowie die Rückkehr der beteiligten Länder in die europäischen und transatlantischen Zusammenschlüsse. Dazu koordinierten sie politische Positionen, unterstützten sich bei Reformen und arbeiteten in Bereichen wie Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und Kultur zusammen. Polen, Tschechien und Ungarn traten 1999 der NATO bei, die Slowakei folgte 2004. Im selben Jahr wurden alle vier Länder Mitglieder der Europäischen Union.
Die Bezeichnung knüpft zugleich an ein mittelalterliches Herrschertreffen in Visegrád an. Dort kamen 1335 die Könige von Böhmen, Polen und Ungarn zusammen, um politische und wirtschaftliche Fragen zu regeln. Der historische Ortsname stellte somit eine Verbindung zu früheren Formen regionaler Zusammenarbeit in Mitteleuropa her.
Die Visegrád-Gruppe ist keine internationale Organisation mit einem festen Verwaltungsapparat. Ihre Arbeit beruht vor allem auf regelmäßigen Treffen, wechselnden Vorsitzen und der Abstimmung zwischen den Regierungen. Eine dauerhafte Einrichtung ist der Internationale Visegrád-Fonds mit Sitz in Bratislava. Er fördert unter anderem grenzüberschreitende Vorhaben in Kultur, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft.
Für die Slowakei bot das Jubiläum Anlass, sowohl an die Neuordnung Ostmitteleuropas nach 1989 als auch an den eigenen Weg in europäische und transatlantische Strukturen zu erinnern. Die Münzausgabe ordnet die regionale Kooperation damit in den größeren Zusammenhang der europäischen Integration ein.
