
CC 67 2009
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU "Die Mosaiken von Paphos"
Zypern · 10 Jahre WWU
Auflage15.000
Ausgabepreis25,00 €
Ausgabedatum01.01.2009
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ΕΥΡΩ 2 EURO × 2
Marktpreis17,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion und an die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das von G. Stamatopoulos entworfene Motiv zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm in das Euro-Symbol übergeht, ergänzt durch die Jahreszahlen 1999–2009, das jeweilige Akronym der WWU und zwölf Sterne. Der Entwurf wurde in einer Online-Abstimmung von Bürgern und Einwohnern der Europäischen Union ausgewählt.
Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion ist das Ergebnis eines über Jahrzehnte verlaufenden europäischen Integrationsprozesses. Nach dem Ende des Systems fester Wechselkurse von Bretton Woods versuchten die Staaten der Europäischen Gemeinschaft, die starken Kursschwankungen zwischen ihren Währungen zu begrenzen. Auf den Europäischen Wechselkursverbund folgte 1979 das Europäische Währungssystem. Dessen Verrechnungseinheit ECU war noch kein allgemein verwendbares Zahlungsmittel, bereitete aber institutionell den Weg für eine gemeinsame Währung.
Die rechtliche Grundlage der Währungsunion wurde mit dem Vertrag von Maastricht geschaffen, der 1993 in Kraft trat. Er sah einen stufenweisen Übergang vor und legte sogenannte Konvergenzkriterien fest. Dazu gehörten Vorgaben für Preisstabilität, Staatsverschuldung, Haushaltsdefizit, langfristige Zinssätze und Wechselkursstabilität. Mit der Gründung der Europäischen Zentralbank 1998 ging die Zuständigkeit für die gemeinsame Geldpolitik auf eine supranationale Institution über.
Zu Beginn nahmen elf Staaten an der Währungsunion teil. Ihre nationalen Wechselkurse wurden unwiderruflich festgelegt; Geldpolitik und Finanzmärkte arbeiteten fortan auf Euro-Basis. Banknoten und Münzen kamen allerdings erst 2002 in Umlauf. Bis dahin erschien die neue Währung vor allem im bargeldlosen Zahlungsverkehr, in staatlichen Haushalten, auf Finanzmärkten und in der Buchführung. Griechenland trat vor der Bargeldeinführung hinzu. Später wurde der Euroraum schrittweise um weitere Mitgliedstaaten erweitert.
Die Währungsunion verbindet eine zentral organisierte Geldpolitik mit weiterhin überwiegend national verantworteter Finanz- und Wirtschaftspolitik. Daraus entstanden Regeln zur Koordinierung der Haushalte, insbesondere der Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die gemeinsame Währung sollte Wechselkursrisiken innerhalb des Währungsraums beseitigen, grenzüberschreitende Preisvergleiche erleichtern und den Binnenmarkt ergänzen.
Die gemeinsame Münzausgabe verweist deshalb nicht nur auf ein Zahlungsmittel, sondern auf eine institutionelle Neuordnung europäischer Geldpolitik. Die bewusst einfache, an frühe bildliche Darstellungen erinnernde Figur ordnet den Euro sinnbildlich in die lange Entwicklung von Tausch, Handel und Geldwesen ein. Ein einheitliches Motiv auf den nationalen Seiten unterstrich zugleich den gemeinschaftlichen Charakter des Anlasses.
Die rechtliche Grundlage der Währungsunion wurde mit dem Vertrag von Maastricht geschaffen, der 1993 in Kraft trat. Er sah einen stufenweisen Übergang vor und legte sogenannte Konvergenzkriterien fest. Dazu gehörten Vorgaben für Preisstabilität, Staatsverschuldung, Haushaltsdefizit, langfristige Zinssätze und Wechselkursstabilität. Mit der Gründung der Europäischen Zentralbank 1998 ging die Zuständigkeit für die gemeinsame Geldpolitik auf eine supranationale Institution über.
Zu Beginn nahmen elf Staaten an der Währungsunion teil. Ihre nationalen Wechselkurse wurden unwiderruflich festgelegt; Geldpolitik und Finanzmärkte arbeiteten fortan auf Euro-Basis. Banknoten und Münzen kamen allerdings erst 2002 in Umlauf. Bis dahin erschien die neue Währung vor allem im bargeldlosen Zahlungsverkehr, in staatlichen Haushalten, auf Finanzmärkten und in der Buchführung. Griechenland trat vor der Bargeldeinführung hinzu. Später wurde der Euroraum schrittweise um weitere Mitgliedstaaten erweitert.
Die Währungsunion verbindet eine zentral organisierte Geldpolitik mit weiterhin überwiegend national verantworteter Finanz- und Wirtschaftspolitik. Daraus entstanden Regeln zur Koordinierung der Haushalte, insbesondere der Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die gemeinsame Währung sollte Wechselkursrisiken innerhalb des Währungsraums beseitigen, grenzüberschreitende Preisvergleiche erleichtern und den Binnenmarkt ergänzen.
Die gemeinsame Münzausgabe verweist deshalb nicht nur auf ein Zahlungsmittel, sondern auf eine institutionelle Neuordnung europäischer Geldpolitik. Die bewusst einfache, an frühe bildliche Darstellungen erinnernde Figur ordnet den Euro sinnbildlich in die lange Entwicklung von Tausch, Handel und Geldwesen ein. Ein einheitliches Motiv auf den nationalen Seiten unterstrich zugleich den gemeinschaftlichen Charakter des Anlasses.
Wissenswertes
Jahrgangssatz "Die Mosaiken von Paphos - Haus des Dionysos", enthält alle acht Nominale von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €).
