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CC 608 2026
Kursmünzensatz
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KMS PP
Luxemburg · Verleihung des Internationalen Karlspreises an das luxemburgische Volk
Auflage1.000
Ausgabedatum08.07.2026
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Ausgabe würdigt die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an die Bevölkerung Luxemburgs. Der Preis ehrt besondere Verdienste um die europäische Einigung.
Hintergrund zum Thema
Der Karlspreis geht auf eine Aachener Bürgerinitiative um den Kaufmann Kurt Pfeiffer zurück und wurde erstmals 1950 vergeben. Seine Entstehung ist vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden politischen Neuordnung Westeuropas zu sehen. Die Verleihung findet traditionell im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.
Namensgeber ist Karl der Große, der Aachen zu einem Zentrum seines Reiches machte und dort eine Pfalzanlage errichten ließ. Der heutige Dom und das Rathaus erinnern an diese Epoche. Karl der Große verfolgte allerdings kein europäisches Einigungsprojekt im heutigen Sinne. Für die Initiatoren des Preises diente sein Herrschaftsgebiet vielmehr als historisches Sinnbild eines über bestehende Grenzen hinausreichenden Europas. Diese Deutung entstand in der Nachkriegszeit und ist von der tatsächlichen Politik des frühmittelalterlichen Herrschers zu unterscheiden.
Luxemburg gehört zu den sechs Gründungsstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Deren Vertrag wurde 1951 unterzeichnet; erste Gemeinschaftsorgane nahmen anschließend in Luxemburg ihre Arbeit auf. Das Land wurde damit zu einem der institutionellen Standorte der späteren Europäischen Union. Heute haben dort unter anderem der Gerichtshof der Europäischen Union und die Europäische Investitionsbank ihren Sitz. Auch das 1985 im luxemburgischen Ort Schengen geschlossene Abkommen über den schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen verbindet den Landesnamen unmittelbar mit dem europäischen Integrationsprozess.
Die politische Rolle Luxemburgs wurde zudem von Politikern wie Joseph Bech, Pierre Werner, Jacques Santer und Jean-Claude Juncker geprägt. Werner legte einen frühen Plan für eine europäische Wirtschafts- und Währungsunion vor; Santer und Juncker standen später der Europäischen Kommission vor. Im mehrsprachigen Luxemburg sowie im grenzüberschreitenden Alltag mit Belgien, Deutschland und Frankreich sind europäische Verflechtungen zugleich gesellschaftliche Praxis. Die Wahl eines gesamten Staatsvolks statt einer einzelnen Amtsperson richtet den Blick daher auf diese breitere historische und alltägliche Mitwirkung. Das Ausgabejahr fällt außerdem mit dem 75. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl zusammen.
Namensgeber ist Karl der Große, der Aachen zu einem Zentrum seines Reiches machte und dort eine Pfalzanlage errichten ließ. Der heutige Dom und das Rathaus erinnern an diese Epoche. Karl der Große verfolgte allerdings kein europäisches Einigungsprojekt im heutigen Sinne. Für die Initiatoren des Preises diente sein Herrschaftsgebiet vielmehr als historisches Sinnbild eines über bestehende Grenzen hinausreichenden Europas. Diese Deutung entstand in der Nachkriegszeit und ist von der tatsächlichen Politik des frühmittelalterlichen Herrschers zu unterscheiden.
Luxemburg gehört zu den sechs Gründungsstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Deren Vertrag wurde 1951 unterzeichnet; erste Gemeinschaftsorgane nahmen anschließend in Luxemburg ihre Arbeit auf. Das Land wurde damit zu einem der institutionellen Standorte der späteren Europäischen Union. Heute haben dort unter anderem der Gerichtshof der Europäischen Union und die Europäische Investitionsbank ihren Sitz. Auch das 1985 im luxemburgischen Ort Schengen geschlossene Abkommen über den schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen verbindet den Landesnamen unmittelbar mit dem europäischen Integrationsprozess.
Die politische Rolle Luxemburgs wurde zudem von Politikern wie Joseph Bech, Pierre Werner, Jacques Santer und Jean-Claude Juncker geprägt. Werner legte einen frühen Plan für eine europäische Wirtschafts- und Währungsunion vor; Santer und Juncker standen später der Europäischen Kommission vor. Im mehrsprachigen Luxemburg sowie im grenzüberschreitenden Alltag mit Belgien, Deutschland und Frankreich sind europäische Verflechtungen zugleich gesellschaftliche Praxis. Die Wahl eines gesamten Staatsvolks statt einer einzelnen Amtsperson richtet den Blick daher auf diese breitere historische und alltägliche Mitwirkung. Das Ausgabejahr fällt außerdem mit dem 75. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl zusammen.
