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Frankreich · 400 Jahre französische Marine
Ausgabedatum30.06.2026
Gesamtauflage20.180.500
EU-Maximum–
Editionen5
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftRF / 400 ans / MARINE / NATIONALE / 2026
DesignerJoaquin Jimenez
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Ausgabe würdigt das 400-jährige Bestehen der französischen Marine. Das Jubiläum bezieht sich auf das Jahr 1626, das als Beginn ihrer dauerhaften staatlichen Organisation gilt.
Hintergrund zum Thema
Frankreich verfügte bereits im Mittelalter und im 16. Jahrhundert über Kriegsflotten. Diese wurden jedoch häufig nur für einzelne Feldzüge zusammengestellt und unterstanden unterschiedlichen regionalen Befehlshabern. Handelsschiffe konnten im Kriegsfall bewaffnet und eingezogen werden. Eine einheitliche Verwaltung, dauerhaft unterhaltene Verbände und eine koordinierte Infrastruktur waren erst in Ansätzen vorhanden.
Die institutionelle Neuordnung ist eng mit Kardinal Richelieu verbunden. Er war seit 1624 leitender Minister Ludwigs XIII. und erhielt den Titel eines Großmeisters, Chefs und Generalintendanten der Schifffahrt und des Handels. Richelieu wollte die zuvor zersplitterten Zuständigkeiten zusammenführen, Kriegsschiffe bauen lassen, Häfen ausbauen und die Versorgung sowie die Rekrutierung der Besatzungen staatlich organisieren. Hintergrund waren die Auseinandersetzungen mit anderen europäischen Seemächten, der Schutz des französischen Handels und die Kontrolle der Küsten. Auch die Belagerung der protestantischen Hafenstadt La Rochelle zeigte, welche militärische Rolle Seestreitkräfte spielen konnten.
Die von Richelieu angestoßene Zentralisierung war kein einmaliger Gründungsakt, sondern der Beginn eines längeren Prozesses. Unter Ludwig XIV. setzte Finanz- und Marineminister Jean-Baptiste Colbert den Ausbau fort. Arsenale und Marinestützpunkte wie Brest, Rochefort und Toulon bildeten später die organisatorische Grundlage für Einsätze im Atlantik und im Mittelmeer.
Der Name der Seestreitkräfte wechselte mit den politischen Systemen Frankreichs: Königliche, revolutionäre und kaiserliche Marine folgten aufeinander. Die heutige Marine nationale versteht sich dennoch als institutionelle Nachfolgerin dieser früheren Flotten. Zu ihren Aufgaben gehören der Schutz der französischen Seegebiete und Überseegebiete, internationale Einsätze sowie die seegestützte nukleare Abschreckung.
Als Bezugspunkt für das Münzmotiv eignet sich die Neuordnung unter Richelieu, weil sie nicht an eine einzelne Seeschlacht erinnert, sondern an die Entstehung einer dauerhaft vom Zentralstaat verwalteten Marine. Damit wird institutionelle Kontinuität über mehrere Staatsformen hinweg hervorgehoben.
Die institutionelle Neuordnung ist eng mit Kardinal Richelieu verbunden. Er war seit 1624 leitender Minister Ludwigs XIII. und erhielt den Titel eines Großmeisters, Chefs und Generalintendanten der Schifffahrt und des Handels. Richelieu wollte die zuvor zersplitterten Zuständigkeiten zusammenführen, Kriegsschiffe bauen lassen, Häfen ausbauen und die Versorgung sowie die Rekrutierung der Besatzungen staatlich organisieren. Hintergrund waren die Auseinandersetzungen mit anderen europäischen Seemächten, der Schutz des französischen Handels und die Kontrolle der Küsten. Auch die Belagerung der protestantischen Hafenstadt La Rochelle zeigte, welche militärische Rolle Seestreitkräfte spielen konnten.
Die von Richelieu angestoßene Zentralisierung war kein einmaliger Gründungsakt, sondern der Beginn eines längeren Prozesses. Unter Ludwig XIV. setzte Finanz- und Marineminister Jean-Baptiste Colbert den Ausbau fort. Arsenale und Marinestützpunkte wie Brest, Rochefort und Toulon bildeten später die organisatorische Grundlage für Einsätze im Atlantik und im Mittelmeer.
Der Name der Seestreitkräfte wechselte mit den politischen Systemen Frankreichs: Königliche, revolutionäre und kaiserliche Marine folgten aufeinander. Die heutige Marine nationale versteht sich dennoch als institutionelle Nachfolgerin dieser früheren Flotten. Zu ihren Aufgaben gehören der Schutz der französischen Seegebiete und Überseegebiete, internationale Einsätze sowie die seegestützte nukleare Abschreckung.
Als Bezugspunkt für das Münzmotiv eignet sich die Neuordnung unter Richelieu, weil sie nicht an eine einzelne Seeschlacht erinnert, sondern an die Entstehung einer dauerhaft vom Zentralstaat verwalteten Marine. Damit wird institutionelle Kontinuität über mehrere Staatsformen hinweg hervorgehoben.
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2026 · Designer: Joaquin Jimenez · Prägestätte: Monnaie de Paris, Pessac
Frankreich · Designer: Joaquin Jimenez · Prägestätte: Monnaie de Paris, Pessac
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