Rückseite

Vorderseite

Weitere Bilder der Hauptmünze

Vatikan · 75. Gründungstag Vatikanstadt
Ausgabedatum16.12.2004
Gesamtauflage85.000
EU-Maximum100.000
Editionen1
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift75 ANNO DELLO STATO / 1929-2004 / VEROI / L.D.S. INC. / CITTA' DEL VATICANO
DesignerGuido Veroi (Luciana De Simoni)
PrägestätteBisher wurden alle vatikanischen 2€CC geprägt bei:
Instituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 75. Jahrestag der Gründung des Staates Vatikanstadt im Jahr 1929. Das Motiv zeigt schematisch die Umgrenzungsmauern der Vatikanstadt mit dem Petersdom im Vordergrund sowie die Aufschriften „75 ANNO DELLO STATO“, „1929-2004“ und „CITTA' DEL VATICANO“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt eine schematische Darstellung der Umgrenzungsmauern der Vatikanstadt mit dem Petersdom im Vordergrund. Die Aufschriften „75 ANNO DELLO STATO“ und „1929-2004“ befinden sich links bzw. oben rechts des Münzbilds. Links unten sind der in kleineren Buchstaben gehaltene Name des Designers „VEROI“ und die Initialen des Graveurs „L.D.S. INC.“ zu erkennen. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union und die Aufschrift „CITTA' DEL VATICANO“.
Hintergrund zum Thema
Die Entstehung des vatikanischen Staatsgebiets geht auf die sogenannte Römische Frage zurück. Bis 1870 herrschten die Päpste über den Kirchenstaat, der zeitweise große Teile Mittelitaliens umfasste. Während der italienischen Einigung besetzten Truppen des Königreichs Italien Rom. Papst Pius IX. erkannte den Verlust seiner weltlichen Herrschaft nicht an und betrachtete sich fortan als „Gefangener im Vatikan“. Das Verhältnis zwischen dem italienischen Staat und dem Heiligen Stuhl blieb jahrzehntelang ungeklärt.
Beendet wurde dieser Konflikt durch die Lateranverträge. Sie wurden am 11. Februar 1929 von Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri für Papst Pius XI. und von Benito Mussolini für das Königreich Italien unterzeichnet. Die Vereinbarungen bestanden aus einem politischen Vertrag, einem Konkordat über die Stellung der katholischen Kirche in Italien und einer Finanzkonvention. Italien erkannte die Souveränität des neu geschaffenen Kleinstaates an; der Heilige Stuhl wiederum erkannte das Königreich Italien mit Rom als Hauptstadt.
Der Staat Vatikanstadt und der Heilige Stuhl sind rechtlich nicht dasselbe. Der Heilige Stuhl ist die Leitungsinstanz der katholischen Kirche und unterhält diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten. Die Vatikanstadt stellt ihm ein unabhängiges Territorium zur Verfügung. Staatsoberhaupt ist der Papst. Zum Gebiet gehören neben dem Petersplatz und den vatikanischen Palästen unter anderem Verwaltungsgebäude, Museen und Gartenanlagen. Einige kirchliche Einrichtungen in Rom besitzen einen besonderen, vertraglich geregelten Status, gehören aber nicht zum eigentlichen Staatsgebiet.
Der Petersdom verweist auf die religiöse Funktion des Ortes und auf den Sitz des Papstes; Kathedrale des Bischofs von Rom ist allerdings die Lateranbasilika. Die Darstellung der räumlichen Abgrenzung knüpft zugleich an den Kern der Lateranverträge an: die Schaffung eines klar umschriebenen souveränen Territoriums.
Der Jahrestag bot sich als Münzanlass an, weil die staatliche Eigenständigkeit die Grundlage dafür bildet, dass die Vatikanstadt eigene Münzen ausgeben kann. Euro-Münzen prägt sie aufgrund einer Währungsvereinbarung, obwohl sie weder Italien noch Mitglied der Europäischen Union ist.
Beendet wurde dieser Konflikt durch die Lateranverträge. Sie wurden am 11. Februar 1929 von Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri für Papst Pius XI. und von Benito Mussolini für das Königreich Italien unterzeichnet. Die Vereinbarungen bestanden aus einem politischen Vertrag, einem Konkordat über die Stellung der katholischen Kirche in Italien und einer Finanzkonvention. Italien erkannte die Souveränität des neu geschaffenen Kleinstaates an; der Heilige Stuhl wiederum erkannte das Königreich Italien mit Rom als Hauptstadt.
Der Staat Vatikanstadt und der Heilige Stuhl sind rechtlich nicht dasselbe. Der Heilige Stuhl ist die Leitungsinstanz der katholischen Kirche und unterhält diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten. Die Vatikanstadt stellt ihm ein unabhängiges Territorium zur Verfügung. Staatsoberhaupt ist der Papst. Zum Gebiet gehören neben dem Petersplatz und den vatikanischen Palästen unter anderem Verwaltungsgebäude, Museen und Gartenanlagen. Einige kirchliche Einrichtungen in Rom besitzen einen besonderen, vertraglich geregelten Status, gehören aber nicht zum eigentlichen Staatsgebiet.
Der Petersdom verweist auf die religiöse Funktion des Ortes und auf den Sitz des Papstes; Kathedrale des Bischofs von Rom ist allerdings die Lateranbasilika. Die Darstellung der räumlichen Abgrenzung knüpft zugleich an den Kern der Lateranverträge an: die Schaffung eines klar umschriebenen souveränen Territoriums.
Der Jahrestag bot sich als Münzanlass an, weil die staatliche Eigenständigkeit die Grundlage dafür bildet, dass die Vatikanstadt eigene Münzen ausgeben kann. Euro-Münzen prägt sie aufgrund einer Währungsvereinbarung, obwohl sie weder Italien noch Mitglied der Europäischen Union ist.
eBay-Preisanalyse
Für diese Ausgabe gibt es einen Preisverlauf aus tatsächlichen eBay-Verkäufen – mit Median, Spanne und Zahl der Verkäufe.
Preisanalyse ansehenBlister BU
- Verpackung
- Blister
- Auflage
- 85.000
- Marktpreis
- 149,00 €
- Randschrift
- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Blister
85.000
Offizielle Ausgabepreise
2004 · Blister BU: 11,00 €
