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Monaco · Ehemaliges Lehen von Carladès
Ausgabedatum16.06.2025
Gesamtauflage15.000
EU-Maximum15.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftMONACO / COMTE DE CARLADES
DesignerAteliers de Gravure, Monnaie de Paris
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den Adelstitel „Comte de Carladès“, der nach historischer Tradition dem Zweiten in der Erbfolge zukommt und heute von Prinzessin Gabriella getragen wird. Das Motiv zeigt die Fassade des Schlosses, das bis zur Französischen Revolution der Familie Grimaldi gehörte, sowie die Aufschriften „MONACO“ und „COMTE DE CARLADES“.
Das Motiv
Die Münze erinnert an den Adelstitel „Comte de Carladès“, der nach historischer Tradition dem Zweiten in der Erbfolge zukommt und den heute Prinzessin Gabriella trägt. Abgebildet ist die Fassade des Schlosses, das bis zur Französischen Revolution der Familie Grimaldi gehörte. Oberhalb ist der Name des Ausgabestaats „MONACO“ und unterhalb halbkreisförmig die Aufschrift „COMTE DE CARLADES“ zu lesen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Carladès, auch Carladez genannt, ist eine historische Landschaft im südlichen Zentralmassiv. Ihr Gebiet liegt überwiegend im heutigen Département Cantal und reicht teilweise in das Département Aveyron. Politisches Zentrum war zunächst Carlat mit seiner Festung auf einem Basaltplateau; Verwaltungs- und Gerichtsfunktionen konzentrierten sich später auch in Vic-sur-Cère. Im Mittelalter bestand dort die Vizegrafschaft Carlat, deren Besitz mehrfach zwischen verschiedenen Adelsfamilien wechselte.
Die Verbindung zu Monaco entstand im 17. Jahrhundert. Fürst Honoré II. löste sich mit dem Vertrag von Péronne von der spanischen Schutzherrschaft und stellte Monaco unter den Schutz Frankreichs. Besitzungen der Grimaldi in spanisch beherrschten Gebieten gingen dadurch verloren. Als Ausgleich übertrug die französische Krone Honoré II. mehrere französische Herrschaften, darunter Carladès, das zur Grafschaft erhoben wurde. Die Fürsten von Monaco waren dort somit französische Lehnsherren, während Monaco selbst ein eigenständiges Territorium blieb.
Das Münzbild bezieht sich auf das als „Maison des Princes de Monaco“ bekannte Gebäude in Vic-sur-Cère. Es diente den Grimaldi im Zusammenhang mit ihrer Herrschaft über die Grafschaft als örtlicher Sitz. Es ist nicht mit der mittelalterlichen Festung von Carlat gleichzusetzen: Diese war bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf Anordnung des französischen Königs abgetragen worden. Das Gebäude in Vic-sur-Cère erinnert dagegen an die spätere Verwaltung des Gebiets durch das monegassische Fürstenhaus.
Mit der Französischen Revolution endeten die feudalen Rechte und Besitzverhältnisse der Grimaldi im Carladès. Der Name blieb jedoch Bestandteil der dynastischen Titulatur. Die Münzausgabe greift damit eine historische Verbindung zwischen Monaco und einer französischen Landschaft auf, die außerhalb der Region heute wenig bekannt ist. Ein bestimmtes rundes Jubiläum nennt das Amtsblatt nicht; der Anlass liegt erkennbar in der fortbestehenden Verwendung des Titels innerhalb des Fürstenhauses.
Die Verbindung zu Monaco entstand im 17. Jahrhundert. Fürst Honoré II. löste sich mit dem Vertrag von Péronne von der spanischen Schutzherrschaft und stellte Monaco unter den Schutz Frankreichs. Besitzungen der Grimaldi in spanisch beherrschten Gebieten gingen dadurch verloren. Als Ausgleich übertrug die französische Krone Honoré II. mehrere französische Herrschaften, darunter Carladès, das zur Grafschaft erhoben wurde. Die Fürsten von Monaco waren dort somit französische Lehnsherren, während Monaco selbst ein eigenständiges Territorium blieb.
Das Münzbild bezieht sich auf das als „Maison des Princes de Monaco“ bekannte Gebäude in Vic-sur-Cère. Es diente den Grimaldi im Zusammenhang mit ihrer Herrschaft über die Grafschaft als örtlicher Sitz. Es ist nicht mit der mittelalterlichen Festung von Carlat gleichzusetzen: Diese war bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf Anordnung des französischen Königs abgetragen worden. Das Gebäude in Vic-sur-Cère erinnert dagegen an die spätere Verwaltung des Gebiets durch das monegassische Fürstenhaus.
Mit der Französischen Revolution endeten die feudalen Rechte und Besitzverhältnisse der Grimaldi im Carladès. Der Name blieb jedoch Bestandteil der dynastischen Titulatur. Die Münzausgabe greift damit eine historische Verbindung zwischen Monaco und einer französischen Landschaft auf, die außerhalb der Region heute wenig bekannt ist. Ein bestimmtes rundes Jubiläum nennt das Amtsblatt nicht; der Anlass liegt erkennbar in der fortbestehenden Verwendung des Titels innerhalb des Fürstenhauses.
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