CC 563 2025
Coincard
Stgl./BU
Coincard
Malta · Der maltesische Ochse, Serie: Einheimische Arten
Auflage40.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum15.05.2025
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis28,80 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist dem maltesischen Ochsen (il-gendus Malti) gewidmet, einer einheimischen, vom Aussterben bedrohten Tierart Maltas. Das Motiv zeigt einen maltesischen Ochsen sowie die Aufschriften „IL-GENDUS MALTI“ und „MALTA“; unten rechts stehen die Initialen „MAF“ der Münzgestalterin Maria Anna Frisone.
Das Motiv
Die Münze zeigt den maltesischen Ochsen und ist einer einheimischen Tierart Maltas gewidmet, die vom Aussterben bedroht ist. Am oberen Rand des Münzkerns steht der Schriftzug „IL-GENDUS MALTI“. Am unteren Rand befindet sich der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2025“. Unten rechts sind die Initialen „MAF“ der Münzgestalterin Maria Anna Frisone angebracht.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Name „maltesischer Ochse“ bezeichnet keine eigene zoologische Art, sondern eine traditionelle maltesische Rinderpopulation. „Ochse“ verweist dabei vor allem auf die frühere Nutzung männlicher, häufig kastrierter Tiere als Zugtiere. Die Bezeichnung wird jedoch auch im weiteren Sinn für das einheimische Rind verwendet.
Rinder erfüllten in der maltesischen Landwirtschaft lange Aufgaben, die später von Maschinen übernommen wurden. Sie zogen Pflüge und Karren und dienten damit sowohl der Feldarbeit als auch dem Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Daneben lieferten sie Milch, Fleisch und Dünger. Einheimische Nutztiere waren an die örtlichen Bedingungen angepasst, darunter das warme, trockene Klima, die begrenzten Weideflächen und die zeitweise knappe Futterversorgung. Für kleinere, arbeitsintensive Betriebe war ihre Vielseitigkeit wichtiger als eine möglichst hohe Leistung in nur einem Bereich.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft verlor das Rind seine Funktion als Arbeitstier. Zugleich wurden stärker auf Milch- oder Fleischleistung gezüchtete Rassen eingeführt. Verdrängung und Kreuzung ließen den Bestand der traditionellen Population zurückgehen. Bei einer sehr kleinen Zahl verbliebener Tiere besteht zusätzlich die Gefahr, dass genetische Vielfalt verloren geht. Die Erhaltung einer solchen Rasse setzt deshalb nicht nur den Schutz einzelner Tiere voraus, sondern auch eine planmäßige Zucht mit ausreichend voneinander unabhängigen Linien.
Alte Nutztierrassen gehören zum landwirtschaftlichen Kulturerbe, weil ihre Entstehung eng mit früheren Wirtschaftsformen und dem Alltag ländlicher Gemeinschaften verbunden ist. Zugleich können ihre genetischen Eigenschaften für die Tierzucht von Interesse bleiben, etwa Anpassungen an Hitze, karges Futter oder örtliche Haltungsbedingungen. Der Münzanlass verbindet damit die Erinnerung an die traditionelle Landwirtschaft Maltas mit dem heutigen Schutz tiergenetischer Ressourcen. Die Wahl eines alltäglichen Nutztieres lenkt den Blick auf einen Teil der Landesgeschichte, der sonst seltener auf staatlichen Gedenkprägungen erscheint.
Rinder erfüllten in der maltesischen Landwirtschaft lange Aufgaben, die später von Maschinen übernommen wurden. Sie zogen Pflüge und Karren und dienten damit sowohl der Feldarbeit als auch dem Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Daneben lieferten sie Milch, Fleisch und Dünger. Einheimische Nutztiere waren an die örtlichen Bedingungen angepasst, darunter das warme, trockene Klima, die begrenzten Weideflächen und die zeitweise knappe Futterversorgung. Für kleinere, arbeitsintensive Betriebe war ihre Vielseitigkeit wichtiger als eine möglichst hohe Leistung in nur einem Bereich.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft verlor das Rind seine Funktion als Arbeitstier. Zugleich wurden stärker auf Milch- oder Fleischleistung gezüchtete Rassen eingeführt. Verdrängung und Kreuzung ließen den Bestand der traditionellen Population zurückgehen. Bei einer sehr kleinen Zahl verbliebener Tiere besteht zusätzlich die Gefahr, dass genetische Vielfalt verloren geht. Die Erhaltung einer solchen Rasse setzt deshalb nicht nur den Schutz einzelner Tiere voraus, sondern auch eine planmäßige Zucht mit ausreichend voneinander unabhängigen Linien.
Alte Nutztierrassen gehören zum landwirtschaftlichen Kulturerbe, weil ihre Entstehung eng mit früheren Wirtschaftsformen und dem Alltag ländlicher Gemeinschaften verbunden ist. Zugleich können ihre genetischen Eigenschaften für die Tierzucht von Interesse bleiben, etwa Anpassungen an Hitze, karges Futter oder örtliche Haltungsbedingungen. Der Münzanlass verbindet damit die Erinnerung an die traditionelle Landwirtschaft Maltas mit dem heutigen Schutz tiergenetischer Ressourcen. Die Wahl eines alltäglichen Nutztieres lenkt den Blick auf einen Teil der Landesgeschichte, der sonst seltener auf staatlichen Gedenkprägungen erscheint.



