CC 561 2025
Coincard
Stgl./BU
Coincard – Ausgabe Finnisch/Schwedisch
Finnland · Staatsbesuche Finnlands - Diplomatie und Außenpolitik
Auflage62.500
Ausgabepreis12,00 €
Ausgabedatum13.05.2025
VerpackungCoincard
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Marktpreis11,90 €
Auflagenangabe der Quelle: 2 x 62.500
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt finnische Staatsbesuche sowie deren Bedeutung für Diplomatie und Außenpolitik. Das Motiv zeigt abstrakt eine Tür als Symbol für Staatsbesuche, dargestellt durch ein hochglänzendes Rechteck mit abgerundeter Oberseite. Daneben befindet sich eine aus horizontalen Linien gebildete, geriffelte Fläche, deren Rundung von einer Kreisform durchbrochen wird.
Das Motiv
Auf der Münze ist in abstrakter Form eine Tür dargestellt, in Form eines hochglänzenden Rechtecks und als Symbol für Staatsbesuche. Links am Rand des Rechtsecks sind vertikal das Münzzeichen, das Jahr 2025 und der Schriftzug „FI“ angeordnet. Das Rechteck hat eine abgerundete Oberseite, die dem Münzrand folgt. Unterhalb des Rechtecks und rechts davon ist die Bildfläche geriffelt und besteht aus horizontalen Linien, wobei eine Kreisform die runde Seite der Fläche durchbricht.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Ein Staatsbesuch ist die protokollarisch höchste Form eines Besuchs zwischen zwei Staaten. Er erfolgt auf Einladung des jeweiligen Staatsoberhaupts und umfasst neben Zeremonien üblicherweise politische Gespräche, Begegnungen mit Regierungs- und Parlamentsvertretern sowie Termine zu wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder kulturellen Beziehungen. Davon zu unterscheiden sind weniger förmliche offizielle Besuche und Arbeitsbesuche.
In Finnland kommt dem Staatspräsidenten in diesem Bereich eine besondere verfassungsrechtliche Rolle zu. Die finnische Außenpolitik wird vom Präsidenten in Zusammenarbeit mit der Regierung geleitet. Entscheidungen innerhalb der Europäischen Union fallen dagegen vor allem in den Verantwortungsbereich der Regierung; zudem wirkt das Parlament bei internationalen Verpflichtungen mit. Staatsbesuche verbinden daher die repräsentative Funktion des Präsidenten mit konkreter außenpolitischer Arbeit.
Diese Praxis steht im Zusammenhang mit Finnlands außenpolitischer Entwicklung seit der Unabhängigkeit von 1917. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Land seine Beziehungen zur Sowjetunion regeln und zugleich Kontakte zu den nordischen Staaten und zu Westeuropa pflegen. Persönliche Begegnungen auf höchster Ebene spielten dabei eine zentrale Rolle. Die Präsidenten Juho Kusti Paasikivi und Urho Kekkonen prägten über Jahrzehnte eine Politik, die Finnlands außenpolitischen Handlungsspielraum sichern sollte.
Ein bekanntes Beispiel für Finnlands diplomatische Rolle war 1975 die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Helsinki. Die dort unterzeichnete Schlussakte enthielt Vereinbarungen zu Sicherheit, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Menschenrechten. Aus diesem Prozess ging später die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervor. Das Ausgabejahr 2025 fällt mit dem 50. Jahrestag der Schlussakte zusammen, auch wenn das Amtsblatt die Münze nicht ausdrücklich diesem Jubiläum widmet.
Mit dem EU-Beitritt 1995 und dem NATO-Beitritt 2023 veränderte sich der institutionelle Rahmen der finnischen Außenpolitik. Staatsbesuche blieben jedoch ein Instrument der bilateralen Beziehungen. Die Münze bezieht sich deshalb nicht auf eine einzelne Person oder einen bestimmten Besuch, sondern auf eine dauerhaft zum Präsidentenamt gehörende diplomatische Praxis. Ein konkreter weiterer Grund für die Auswahl gerade im Jahr 2025 wird in der amtlichen Beschreibung nicht genannt.
In Finnland kommt dem Staatspräsidenten in diesem Bereich eine besondere verfassungsrechtliche Rolle zu. Die finnische Außenpolitik wird vom Präsidenten in Zusammenarbeit mit der Regierung geleitet. Entscheidungen innerhalb der Europäischen Union fallen dagegen vor allem in den Verantwortungsbereich der Regierung; zudem wirkt das Parlament bei internationalen Verpflichtungen mit. Staatsbesuche verbinden daher die repräsentative Funktion des Präsidenten mit konkreter außenpolitischer Arbeit.
Diese Praxis steht im Zusammenhang mit Finnlands außenpolitischer Entwicklung seit der Unabhängigkeit von 1917. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Land seine Beziehungen zur Sowjetunion regeln und zugleich Kontakte zu den nordischen Staaten und zu Westeuropa pflegen. Persönliche Begegnungen auf höchster Ebene spielten dabei eine zentrale Rolle. Die Präsidenten Juho Kusti Paasikivi und Urho Kekkonen prägten über Jahrzehnte eine Politik, die Finnlands außenpolitischen Handlungsspielraum sichern sollte.
Ein bekanntes Beispiel für Finnlands diplomatische Rolle war 1975 die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Helsinki. Die dort unterzeichnete Schlussakte enthielt Vereinbarungen zu Sicherheit, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Menschenrechten. Aus diesem Prozess ging später die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervor. Das Ausgabejahr 2025 fällt mit dem 50. Jahrestag der Schlussakte zusammen, auch wenn das Amtsblatt die Münze nicht ausdrücklich diesem Jubiläum widmet.
Mit dem EU-Beitritt 1995 und dem NATO-Beitritt 2023 veränderte sich der institutionelle Rahmen der finnischen Außenpolitik. Staatsbesuche blieben jedoch ein Instrument der bilateralen Beziehungen. Die Münze bezieht sich deshalb nicht auf eine einzelne Person oder einen bestimmten Besuch, sondern auf eine dauerhaft zum Präsidentenamt gehörende diplomatische Praxis. Ein konkreter weiterer Grund für die Auswahl gerade im Jahr 2025 wird in der amtlichen Beschreibung nicht genannt.


