Rückseite Finnland 2024 Gesellius, Lindgren, Saarinen - Finnische Architektur – Rückseite
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CC 538 2024 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Finnland · Gesellius, Lindgren, Saarinen - Finnische Architektur

Auflage396.200
Ausgabedatum30.08.2024
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Marktpreis7,50 €

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Die Gedenkmünze ist der finnischen Architektur gewidmet. Das Motiv zeigt die Umrisse von vier Gebäuden, deren Turmspitzen zur Münzmitte weisen. Dazwischen stehen diagonal die Namen „GESELLIUS“, „LINDGREN“ und „SAARINEN“; Schriftzüge und Gebäudeumrisse sind wie das Ziffernblatt einer Uhr angeordnet.

Das Motiv
Auf der Münze sind die Umrisse von vier Gebäuden zu sehen. Die Turmspitzen aller Gebäude zeigen in die Münzmitte. Diagonal zwischen den Gebäuden sind die Schriftzüge „GESELLIUS“, „LINDGREN“, „SAARINEN“, das Ausgabeland „FI“, das Münzzeichen und das Ausgabejahr „2024“ aufgeprägt. Die Schriftzüge und Gebäudeumrisse erinnern in ihrer Anordnung an das Ziffernblatt einer Uhr auf dem runden Münzinneren.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Herman Gesellius (1874–1916), Armas Lindgren (1874–1929) und Eliel Saarinen (1873–1950) waren finnische Architekten. Sie gründeten bereits während ihres Studiums in Helsinki ein gemeinsames Büro, das von 1896 bis 1905 bestand. Ihre Zusammenarbeit fällt in eine Phase, in der sich in Finnland eine eigenständige nationale Kultur herausbildete. Das Land gehörte damals als Großfürstentum zum Russischen Reich; zugleich gewannen finnische Sprache, Geschichte und Volksüberlieferung im öffentlichen Leben an Gewicht.

Die Architekten verbanden internationale Strömungen des Jugendstils mit Motiven, Materialien und Bauformen, die als finnisch verstanden wurden. Kennzeichnend waren unter anderem Naturstein, unregelmäßige Baukörper, steile Dächer und Bezüge zu mittelalterlichen Kirchen und Burgen. Diese Richtung wird häufig als finnische Nationalromantik bezeichnet. Architektur diente dabei nicht nur praktischen Zwecken, sondern auch der Darstellung einer kulturellen Identität.

Zu den gemeinsamen Arbeiten des Büros gehört der finnische Pavillon für die Pariser Weltausstellung von 1900. Er machte die neue finnische Architektur auch außerhalb des Landes bekannt. Das Trio entwarf außerdem das Finnische Nationalmuseum in Helsinki, dessen Gestaltung an mittelalterliche Steinbauten erinnert. Ein weiteres gemeinsames Projekt war Hvitträsk bei Kirkkonummi, ein als Wohnhaus und Atelier angelegter Gebäudekomplex. Dort lebten und arbeiteten die Architekten zeitweise.

Nach dem Ende des gemeinsamen Büros gingen sie unterschiedliche Wege. Lindgren wirkte unter anderem als Lehrer und Professor in Finnland. Saarinen arbeitete später in den Vereinigten Staaten und prägte dort die Architekturausbildung am Cranbrook-Komplex in Michigan. Gesellius setzte seine Tätigkeit in Finnland fort, war jedoch in seinen späteren Jahren gesundheitlich eingeschränkt.

Der Ausgabezeitpunkt erklärt sich durch die 150. Geburtstage von Gesellius und Lindgren im Jahr 2024. Saarinen wurde einbezogen, weil die drei vor allem durch ihr gemeinsames Büro und dessen Bauten als zusammengehörige Architektengruppe wahrgenommen werden.

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