Übersicht Vatikan 2023 150. Todestag von Alessandro Manzoni – Übersicht
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CC 509 2023 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · 150. Todestag von Alessandro Manzoni

Auflage3.000
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum27.10.2023
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis58,90 €

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Die Gedenkmünze erinnert an den 150. Todestag von Alessandro Manzoni. Das Motiv zeigt sein Bildnis mit einer Schreibfeder und den ersten Zeilen seines Meisterwerks „I Promessi Sposi“. Ergänzt wird es durch die Inschrift „CITTÀ DEL VATICANO“, Manzonis Signatur, die Jahreszahlen „1873◦2023“ und das Münzzeichen „R“.

Das Motiv
Die Münze trägt das Bildnis Alessandro Manzonis mit einer Schreibfeder und den ersten Zeilen seines Meisterwerks „I Promessi Sposi“. Die Inschrift „CITTÀ DEL VATICANO“ umrahmt das Porträt halbkreisförmig von links nach rechts. Unterhalb des Motivs sind die Signatur „Alessandro Manzoni“ und darunter die Jahreszahlen „1873◦2023“ zu lesen. Links ist das Münzzeichen „R“ zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Alessandro Manzoni wurde 1785 in Mailand geboren und zählt zu den prägenden Autoren der italienischen Romantik. Er schrieb Gedichte, Dramen, historische und sprachtheoretische Texte. Zu seinen weiteren bekannten Werken gehören die Tragödie „Adelchi“, die geistlichen Dichtungen der „Inni sacri“ und die Ode „Il cinque maggio“, die er nach dem Tod Napoleons verfasste. Manzoni stand der italienischen Einigungsbewegung nahe. Nach der Gründung des Königreichs Italien wurde er zum Senator ernannt.

„I Promessi Sposi“ erzählt von Renzo und Lucia, einem jungen Paar, dessen Heirat durch den örtlichen Machthaber Don Rodrigo verhindert wird. Die Handlung spielt in der Lombardei während der spanischen Herrschaft im 17. Jahrhundert. Historische Ereignisse wie Unruhen wegen der Lebensmittelknappheit, Krieg und die Pest in Mailand bilden den Hintergrund. Der Roman behandelt den Missbrauch politischer und gesellschaftlicher Macht, die Schwäche staatlicher Institutionen sowie Fragen von Schuld, Vergebung und göttlicher Vorsehung.

Das Werk hatte auch Einfluss auf die Entwicklung einer gemeinsamen italienischen Schriftsprache. Italien war zu Manzonis Zeit sprachlich stark zersplittert; im Alltag wurden vor allem regionale Sprachen und Dialekte verwendet. Manzoni überarbeitete den Roman nach dem Sprachgebrauch des gebildeten Florenz. Die endgültige Fassung erschien zwischen 1840 und 1842 und wurde später zu einer verbreiteten Schullektüre. Dadurch wirkte der Text über die Literatur hinaus an der sprachlichen Vereinheitlichung des entstehenden Nationalstaats mit.

Der Bezug des Vatikans zu Manzoni erklärt sich vor allem aus dessen katholischer Prägung. Nach einer religiösen Neuorientierung nahm der Glaube in seinem Denken und Schreiben eine zentrale Stellung ein. Seine Werke verbinden historische Darstellung und Gesellschaftskritik mit moralischen und theologischen Fragen. Zugleich verkörpert er eine Verbindung zwischen katholischer Kultur, italienischer Literatur und der politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Diese Überschneidung dürfte seine Würdigung durch den Staat Vatikanstadt begründet haben.

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