CC 471 2022
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
San Marino · 200. Todesjahr von Antonio Canova
Auflage55.000
Ausgabepreis17,50 €
Ausgabedatum04.10.2022
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis59,94 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 200. Todestag von Antonio Canova. Das Motiv zeigt die Göttin Hebe nach Canovas Werk in der Kunstgalerie des städtischen Museums San Domenico in Forlì. Um die Darstellung stehen die Aufschriften „CANOVA“ und „SAN MARINO“ sowie die Jahreszahlen „1822“ und „2022“.
Das Motiv
In der Mitte des inneren Münzrings ist die Göttin Hebe abgebildet; die Abbildung geht auf das Werk von Antonio Canova zurück, das sich in der Kunstgalerie des städtischen Museums San Domenico in Forlì befindet. Um die Abbildung herum finden sich die Aufschriften „CANOVA“ und „SAN MARINO“. Links erscheinen das Jahr „1822“ und die Initialen des Künstlers Antonio Vecchio und rechts das Ausgabejahr „2022“ und der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze von Rom.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Antonio Canova (1757–1822) war ein italienischer Bildhauer und einer der prägenden Vertreter des europäischen Klassizismus. Er stammte aus Possagno in Venetien, erhielt seine Ausbildung in Venedig und arbeitete später vor allem in Rom. Seine Skulpturen orientierten sich an der antiken griechischen und römischen Kunst. Typisch sind idealisierte Körperformen, ruhige Bewegungen und sorgfältig bearbeitete Marmoroberflächen. Zu seinen Auftraggebern gehörten Päpste, europäische Herrscherhäuser und Angehörige des napoleonischen Umfelds. Bekannt sind unter anderem seine Darstellungen von Amor und Psyche sowie das Porträt der Paolina Borghese als siegreiche Venus.
Canova war nicht nur als Künstler tätig. Im Kirchenstaat übernahm er Aufgaben zum Schutz und zur Verwaltung von Kunstwerken. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wirkte er außerdem an der Rückführung von Kunstwerken mit, die aus Italien nach Frankreich gebracht worden waren. Damit nahm er auch im damaligen europäischen Kunst- und Kulturleben eine institutionelle Rolle ein.
Hebe stammt aus der griechischen Mythologie. Sie gilt als Tochter von Zeus und Hera und als Verkörperung der Jugend. Auf dem Olymp schenkte sie den Göttern Nektar ein. Später wurde sie mit Herakles verheiratet, nachdem dieser unter die Götter aufgenommen worden war. Gefäß und Schale, mit denen sie häufig dargestellt wird, beziehen sich auf ihre Aufgabe als Mundschenk der Götter.
Canova beschäftigte sich mehrfach mit diesem mythologischen Stoff und fertigte mehrere Marmorfassungen der Hebe an. Die Ausführung in Forlì entstand als späte Fassung. Das Thema bot ihm die Möglichkeit, eine schwebend oder leicht schreitend wirkende Figur mit dem klassizistischen Ideal eines jugendlichen Körpers zu verbinden.
Eine unmittelbare biografische Beziehung Canovas zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Ausgabe steht vielmehr im Zusammenhang mit der wiederkehrenden Würdigung von Persönlichkeiten und Werken der italienischen Kunst- und Kulturgeschichte auf san-marinesischen Münzen. Das Jubiläum bot hierfür einen klar datierbaren Anlass.
Canova war nicht nur als Künstler tätig. Im Kirchenstaat übernahm er Aufgaben zum Schutz und zur Verwaltung von Kunstwerken. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wirkte er außerdem an der Rückführung von Kunstwerken mit, die aus Italien nach Frankreich gebracht worden waren. Damit nahm er auch im damaligen europäischen Kunst- und Kulturleben eine institutionelle Rolle ein.
Hebe stammt aus der griechischen Mythologie. Sie gilt als Tochter von Zeus und Hera und als Verkörperung der Jugend. Auf dem Olymp schenkte sie den Göttern Nektar ein. Später wurde sie mit Herakles verheiratet, nachdem dieser unter die Götter aufgenommen worden war. Gefäß und Schale, mit denen sie häufig dargestellt wird, beziehen sich auf ihre Aufgabe als Mundschenk der Götter.
Canova beschäftigte sich mehrfach mit diesem mythologischen Stoff und fertigte mehrere Marmorfassungen der Hebe an. Die Ausführung in Forlì entstand als späte Fassung. Das Thema bot ihm die Möglichkeit, eine schwebend oder leicht schreitend wirkende Figur mit dem klassizistischen Ideal eines jugendlichen Körpers zu verbinden.
Eine unmittelbare biografische Beziehung Canovas zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Ausgabe steht vielmehr im Zusammenhang mit der wiederkehrenden Würdigung von Persönlichkeiten und Werken der italienischen Kunst- und Kulturgeschichte auf san-marinesischen Münzen. Das Jubiläum bot hierfür einen klar datierbaren Anlass.
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