CC 423 2021
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Tempel von Tarxien
Auflage11.000
Ausgabepreis26,00 €
Ausgabedatum26.10.2021
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis44,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist den megalithischen Tempeln von Tarxien aus der Serie „UNESCO-Weltkulturerbe“ gewidmet. Das Motiv zeigt einen Teil der prähistorischen Stätte sowie die Aufschrift „TARXIEN TEMPLES 3600-2500 BC“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt einen Teil der prähistorischen Stätte. Am oberen Rand befindet sich die Aufschrift „TARXIEN TEMPLES 3600-2500 BC“. Am unteren Rand sind der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2021“ zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Tempelanlage liegt im heutigen Ort Tarxien im Südosten Maltas. Sie besteht aus vier miteinander verbundenen Kultbauten, die während verschiedener Phasen der maltesischen Jungsteinzeit errichtet und verändert wurden. Ihre geschwungenen Grundrisse mit halbkreisförmigen Kammern, monumentalen Eingängen und sorgfältig gesetzten Kalksteinblöcken sind kennzeichnend für die sogenannte maltesische Tempelkultur. Diese entwickelte eine eigenständige Architektur, ohne Metallwerkzeuge oder Zugtiere einzusetzen.
Zur Ausstattung gehörten Altäre, Steinbehälter sowie Reliefs mit Spiralornamenten und Tierdarstellungen. Abgebildet sind unter anderem Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Tierknochen und weitere Funde lassen darauf schließen, dass in der Anlage gemeinschaftliche Rituale und möglicherweise Tieropfer stattfanden. Die genaue religiöse Bedeutung der Gebäude und Bildwerke ist jedoch nicht bekannt. Aus Tarxien stammt außerdem der untere Teil einer ursprünglich überlebensgroßen menschlichen Steinfigur. Ob sie eine Gottheit, eine verehrte Person oder eine andere Gestalt darstellte, lässt sich nicht sicher bestimmen.
Nach dem Ende der Tempelkultur wurde das Gelände während der Bronzezeit erneut genutzt, nun unter anderem als Begräbnisplatz für Brandbestattungen. Die Entdeckung der Anlage begann im frühen 20. Jahrhundert, nachdem Landwirte beim Pflügen auf große Steinblöcke gestoßen waren. Der maltesische Archäologe Themistocles Zammit leitete anschließend systematische Ausgrabungen.
Tarxien gehört gemeinsam mit weiteren Anlagen auf Malta und Gozo zur UNESCO-Welterbestätte „Megalithische Tempel von Malta“. Diese umfasst mehrere räumlich getrennte Tempelplätze, die unterschiedliche Entwicklungsstufen derselben prähistorischen Bautradition dokumentieren. Die Münzausgabe ordnet sich in eine mehrjährige maltesische Reihe ein, mit der die einzelnen prähistorischen UNESCO-Stätten des Landes vorgestellt wurden. Tarxien wurde daher nicht wegen eines einzelnen Jubiläums ausgewählt, sondern als Bestandteil dieser systematischen Serie.
Zur Ausstattung gehörten Altäre, Steinbehälter sowie Reliefs mit Spiralornamenten und Tierdarstellungen. Abgebildet sind unter anderem Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Tierknochen und weitere Funde lassen darauf schließen, dass in der Anlage gemeinschaftliche Rituale und möglicherweise Tieropfer stattfanden. Die genaue religiöse Bedeutung der Gebäude und Bildwerke ist jedoch nicht bekannt. Aus Tarxien stammt außerdem der untere Teil einer ursprünglich überlebensgroßen menschlichen Steinfigur. Ob sie eine Gottheit, eine verehrte Person oder eine andere Gestalt darstellte, lässt sich nicht sicher bestimmen.
Nach dem Ende der Tempelkultur wurde das Gelände während der Bronzezeit erneut genutzt, nun unter anderem als Begräbnisplatz für Brandbestattungen. Die Entdeckung der Anlage begann im frühen 20. Jahrhundert, nachdem Landwirte beim Pflügen auf große Steinblöcke gestoßen waren. Der maltesische Archäologe Themistocles Zammit leitete anschließend systematische Ausgrabungen.
Tarxien gehört gemeinsam mit weiteren Anlagen auf Malta und Gozo zur UNESCO-Welterbestätte „Megalithische Tempel von Malta“. Diese umfasst mehrere räumlich getrennte Tempelplätze, die unterschiedliche Entwicklungsstufen derselben prähistorischen Bautradition dokumentieren. Die Münzausgabe ordnet sich in eine mehrjährige maltesische Reihe ein, mit der die einzelnen prähistorischen UNESCO-Stätten des Landes vorgestellt wurden. Tarxien wurde daher nicht wegen eines einzelnen Jubiläums ausgewählt, sondern als Bestandteil dieser systematischen Serie.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie die 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €).



