Übersicht Italien 2021 150. Jahrestag der Erklärung Roms zur Hauptstadt Italiens – Übersicht
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CC 401 2021 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP

Italien · 150. Jahrestag der Erklärung Roms zur Hauptstadt Italiens

Auflage7.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum26.01.2021
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis45,00 €

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Die Münze erinnert an den 150. Jahrestag der Erklärung Roms zur Hauptstadt Italiens im Jahr 1871. Das Motiv zeigt einen Ausschnitt der Skulptur Dea Roma von Angelo Zanelli im Altare della Patria des Vittoriano-Monuments. Ergänzt wird die Darstellung durch den Schriftzug „ROMA CAPITALE“ und die Jahreszahlen „1871“ und „2021“.

Das Motiv
Die Bildseite zeigt einen Ausschnitt der Skulptur Dea Roma von Angelo Zanelli, die sich im Zentrum des großen, der italienischen Nation gewidmeten Votivaltars Altare della Patria des Vittoriano-Monuments befindet. Entlang des oberen inneren Münzrands verläuft der Schriftzug „ROMA CAPITALE“, rechts angefügt sind die Jahreszahlen „•1871•2021•“, die für das Jahr, in dem Rom zur Hauptstadt Italiens erklärt wurde, und für das Jahr der Münzausgabe stehen. Links eingeprägt finden sich die Akronyme „RI“ für die Republik Italien und „R“ als Zeichen der Münze von Rom, am unteren inneren Münzrand die Initialen „UP“ der Münzgestalterin Uliana Pernazza. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Ernennung Roms zur Hauptstadt steht im Zusammenhang mit dem Risorgimento, der politischen und militärischen Einigung Italiens. Als 1861 das Königreich Italien gegründet wurde, gehörte Rom noch zum Kirchenstaat. Die erste Hauptstadt war Turin, ab 1865 übernahm Florenz diese Funktion. Rom wurde weiterhin vom Papst regiert und durch französische Truppen geschützt. Zugleich betrachtete die italienische Nationalbewegung die Stadt als natürlichen Mittelpunkt des neuen Staates.

Während des Deutsch-Französischen Krieges zog Frankreich 1870 seine Schutztruppen aus Rom ab. Italienische Einheiten nahmen die Stadt am 20. September nach einem Durchbruch durch die Aurelianische Mauer bei der Porta Pia ein. In einer anschließenden Volksabstimmung sprach sich eine Mehrheit für den Anschluss an das Königreich Italien aus. Der Kirchenstaat wurde damit weitgehend in den italienischen Staat eingegliedert. Papst Pius IX. erkannte die neue Herrschaft jedoch nicht an. Der Konflikt zwischen dem italienischen Staat und dem Heiligen Stuhl, die sogenannte Römische Frage, wurde erst 1929 durch die Lateranverträge geregelt.

Das Vittoriano am Kapitolshügel entstand als Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II., den ersten König des geeinten Italiens. Mit dem Bau wurde im späten 19. Jahrhundert begonnen; 1911 wurde das Monument anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Königreichs eingeweiht. Der Altare della Patria bildet einen zentralen Teil der Anlage. Die dort dargestellte Dea Roma ist keine historische Person, sondern eine allegorische Verkörperung der Stadt. Solche Personifikationen Roms gehen auf die Antike zurück und wurden später in staatlichen und nationalen Bildprogrammen erneut verwendet.

Die Wahl dieses Motivs verbindet somit zwei Ebenen: die Stadt Rom als Hauptstadt und Rom als Sinnbild staatlicher Einheit. Der Jahrestag erinnert zugleich an den Abschluss einer entscheidenden Phase der italienischen Einigungsbewegung und an die Verlagerung des politischen Zentrums in die Stadt, in der seither Parlament, Regierung und Staatsoberhaupt ihren Sitz haben.

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