Rückseite Numisbrief
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CC 387 2020 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · 500. Todestag von Raffael

Auflage3.500
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum16.10.2020
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze erinnert an den 500. Todestag von Raphael Sanzio. Das Motiv zeigt ein Porträt Raphaels und zwei Engel sowie die Jahreszahlen „1520“ und „2020“ und die halbkreisförmige Aufschrift „RAFFAELLO Sanzio“.

Das Motiv
Das Motiv enthält ein Porträt von Raphael und zwei Engeln. Rechts, halbkreisförmig, steht die Aufschrift „RAFFAELLO Sanzio“. Über den beiden Engeln sind die Jahreszahlen „1520“ und „2020“ zu sehen und darunter der Name des Ausgabestaates „CITTA’DEL VATICANO“. Unten befindet sich das Münzzeichen „R“ und der Name des Künstlers „D. LONGO“.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Raffaello Sanzio, im Deutschen meist Raffael genannt, wurde 1483 in Urbino geboren. Er gehörte neben Leonardo da Vinci und Michelangelo zu den prägenden Künstlern der italienischen Hochrenaissance. Nach seiner Ausbildung in Mittelitalien arbeitete er zunächst in Florenz. Um 1508 wurde er von Papst Julius II. nach Rom berufen. Dort entstanden zahlreiche Gemälde für den päpstlichen Hof sowie Entwürfe für Architektur und Ausstattung.

Besonders eng ist Raffael mit dem Vatikan durch die nach ihm benannten Stanzen verbunden. Diese Räume im Apostolischen Palast wurden unter seiner Leitung mit Fresken ausgestattet. Zu ihnen gehört die „Schule von Athen“, eine Darstellung antiker Philosophen in einer idealisierten Architektur. Die Fresken verbanden christliche Theologie, antike Gelehrsamkeit und das politische Selbstverständnis des Renaissancepapsttums. Unter Papst Leo X. erhielt Raffael weitere Aufgaben. Nach dem Tod Donato Bramantes übernahm er außerdem die Leitung der Arbeiten am Neubau des Petersdoms. Seine später veränderten Baupläne wurden allerdings nur teilweise verwirklicht.

Die beiden Engel des Münzmotivs stammen aus Raffaels Gemälde „Sixtinische Madonna“. Sie lehnen am unteren Bildrand auf einer Brüstung und blicken nach oben. Das Altarbild war für die Kirche San Sisto in Piacenza bestimmt und befindet sich heute in Dresden. Die beiden Figuren wurden später vielfach aus dem religiösen Gesamtzusammenhang herausgelöst und als eigenständiges Motiv reproduziert. Dadurch zählen sie zu den am leichtesten wiedererkennbaren Bildschöpfungen Raffaels.

Raffael starb in Rom und wurde im Pantheon beigesetzt. Die Wahl durch den Staat Vatikanstadt erklärt sich vor allem aus seiner Tätigkeit für die Päpste und aus den bis heute im Vatikan erhaltenen Werken. Das Jubiläumsjahr bot daher Anlass, nicht nur an den Maler, sondern auch an seine Rolle bei der künstlerischen Ausgestaltung des päpstlichen Rom zu erinnern.

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