CC 374 2020
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Italien · 150. Geburtstag von Maria Montessori
Auflage2.993.000
Ausgabedatum09.06.2020
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,45 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 150. Geburtstag der italienischen Pädagogin Maria Montessori. Das Motiv zeigt ihr Porträt in geometrischer Anordnung mit Lehrmaterialien aus ihrer Pädagogik, umgeben von der Aufschrift „MARIA MONTESSORI“ sowie den Jahreszahlen „1870“ und „2020“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt in geometrischer Anordnung ein Porträt von Maria Montessori und einige Lehrmaterialien aus ihrer Pädagogik. Am rechten Rand steht „RI“ als Kürzel der Italienischen Republik. Links unten findet sich der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze von Rom und rechts unten sind die Initialen „LDS“ der Münzgestalterin Luciana De Simoni eingeprägt. Oben und unten stehen die Jahreszahlen „1870“ und „2020“ als Geburtsjahr der italienischen Pädagogin bzw. Jahr der Münzausgabe. Um das Porträt angeordnet ist die Aufschrift „MARIA MONTESSORI“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Maria Montessori wurde in Chiaravalle in den Marken geboren und studierte an der Universität Rom Medizin. 1896 schloss sie ihr Studium ab und gehörte damit zu den ersten Frauen Italiens mit einem medizinischen Hochschulabschluss. Anschließend arbeitete sie unter anderem an der psychiatrischen Klinik der Universität. Bei der Betreuung von Kindern mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen beschäftigte sie sich intensiv mit deren Lernbedingungen. Dabei griff sie auch Ansätze der französischen Ärzte Jean Itard und Édouard Séguin auf.
1907 eröffnete Montessori im römischen Arbeiterviertel San Lorenzo die erste „Casa dei Bambini“, das Kinderhaus. Dort entwickelte und erprobte sie ihre pädagogischen Vorstellungen für Kinder im Vorschulalter. Im Mittelpunkt stand die Annahme, dass Kinder viele Fähigkeiten durch eigenständiges, konzentriertes Handeln erwerben. Die Lernumgebung sollte deshalb übersichtlich vorbereitet und mit Materialien ausgestattet sein, die bestimmte Tätigkeiten ermöglichen und Fehler teilweise selbst erkennbar machen.
In diesem Konzept wählen die Kinder ihre Beschäftigung innerhalb eines vorgegebenen Rahmens weitgehend selbst. Die Lehrkraft beobachtet, führt in Materialien ein und unterstützt, ohne sämtliche Arbeitsschritte ständig vorzugeben. Weitere Merkmale sind altersgemischte Gruppen, praktische Übungen des Alltags und die Schulung der Sinneswahrnehmung. Der Montessori zugeschriebene Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ fasst diese Grundhaltung verkürzt zusammen.
Ihre Methode verbreitete sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg über Italien hinaus. Montessori hielt internationale Ausbildungskurse und veröffentlichte Schriften zu ihrer Arbeit. Nach Konflikten mit dem faschistischen Regime lebte sie zeitweise in Spanien, den Niederlanden und Indien. Besonders der Aufenthalt in Indien beeinflusste ihre Überlegungen zur Friedens- und Kosmischen Erziehung.
Die Würdigung durch Italien knüpft damit nicht nur an eine einzelne Biografie an. Montessori steht für eine in Italien entwickelte Reformpädagogik, die weltweit in Kinderhäusern und Schulen weitergeführt wird. Die dargestellten Lernmaterialien verweisen daher unmittelbar auf ihre praktische Arbeit und nicht lediglich auf ihren Beruf.
1907 eröffnete Montessori im römischen Arbeiterviertel San Lorenzo die erste „Casa dei Bambini“, das Kinderhaus. Dort entwickelte und erprobte sie ihre pädagogischen Vorstellungen für Kinder im Vorschulalter. Im Mittelpunkt stand die Annahme, dass Kinder viele Fähigkeiten durch eigenständiges, konzentriertes Handeln erwerben. Die Lernumgebung sollte deshalb übersichtlich vorbereitet und mit Materialien ausgestattet sein, die bestimmte Tätigkeiten ermöglichen und Fehler teilweise selbst erkennbar machen.
In diesem Konzept wählen die Kinder ihre Beschäftigung innerhalb eines vorgegebenen Rahmens weitgehend selbst. Die Lehrkraft beobachtet, führt in Materialien ein und unterstützt, ohne sämtliche Arbeitsschritte ständig vorzugeben. Weitere Merkmale sind altersgemischte Gruppen, praktische Übungen des Alltags und die Schulung der Sinneswahrnehmung. Der Montessori zugeschriebene Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ fasst diese Grundhaltung verkürzt zusammen.
Ihre Methode verbreitete sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg über Italien hinaus. Montessori hielt internationale Ausbildungskurse und veröffentlichte Schriften zu ihrer Arbeit. Nach Konflikten mit dem faschistischen Regime lebte sie zeitweise in Spanien, den Niederlanden und Indien. Besonders der Aufenthalt in Indien beeinflusste ihre Überlegungen zur Friedens- und Kosmischen Erziehung.
Die Würdigung durch Italien knüpft damit nicht nur an eine einzelne Biografie an. Montessori steht für eine in Italien entwickelte Reformpädagogik, die weltweit in Kinderhäusern und Schulen weitergeführt wird. Die dargestellten Lernmaterialien verweisen daher unmittelbar auf ihre praktische Arbeit und nicht lediglich auf ihren Beruf.
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