Übersicht Estland 2020 200. Jahrestag der Entdeckung der Antarktis – Übersicht
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CC 365 2020 Coincard Stgl./BU

Coincard

Estland · 200. Jahrestag der Entdeckung der Antarktis

Auflage10.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum27.01.2020
VerpackungCoincard
RandschriftEESTI × 2, abwechselnd aufrecht/verkehrt, durch Punkte getrennt
Marktpreis18,90 €

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Die Münze erinnert an den 200. Jahrestag der Entdeckung der Antarktis. Sie zeigt ein Segelschiff sowie die Aufschriften „Fabian Gottlieb von Bellingshausen“ und „ANTARKTIKA 200“. Bellingshausen war ein auf Saaremaa geborener baltisch-deutscher Seemann, der 1820 als einer der ersten Menschen die Antarktis besuchte und die Entdeckung dokumentierte.

Das Motiv
Die Entdeckung ist mit Estland verbunden, weil einer der ersten Männer, der 1820 die Antarktis besuchte, Fabian Gottlieb von Bellingshausen war, ein in Saaremaa geborener baltisch-deutscher Seemann, der die Entdeckung dokumentierte.
Das Motiv zeigt ein Segelschiff. Außerdem trägt es die Aufschriften „Fabian Gottlieb von Bellingshausen“ und „ANTARKTIKA 200“, den Ländernamen „EESTI“ und das Ausgabejahr „2020“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die „Entdeckung“ der Antarktis war kein einzelner, unumstrittener Augenblick. Bereits in den 1770er-Jahren hatte James Cook den südlichen Polarkreis überquert, war jedoch wegen des Packeises nicht bis zum Festland gelangt. Erst 1820 meldeten mehrere Expeditionen nahezu gleichzeitig Sichtungen im Bereich des antarktischen Kontinents. Neben der russischen Expedition unter Bellingshausen waren daran der britische Marineoffizier Edward Bransfield und der amerikanische Robbenfänger Nathaniel Palmer beteiligt. Wem die erste eindeutige Sichtung zuzuschreiben ist, hängt auch von der Datierung und davon ab, ob eine beobachtete Eisfläche als Festlandküste erkannt wurde.

Bellingshausen stand im Dienst der Kaiserlich Russischen Marine. Zuvor hatte er an der ersten russischen Weltumsegelung unter Adam Johann von Krusenstern teilgenommen und dabei Erfahrungen in Navigation und Kartografie gesammelt. Die Südpolarexpedition von 1819 bis 1821 bestand aus den Schiffen *Wostok*, das Bellingshausen führte, und *Mirny* unter Michail Lasarew. Sie sollte die damals kaum bekannten südlichen Meeresgebiete erforschen.

Die Schiffe überquerten mehrfach den südlichen Polarkreis und fuhren über weite Strecken um die Antarktis. Die Besatzungen beobachteten eine ausgedehnte Eisbarriere vor dem Kontinent, führten Vermessungen durch und verbesserten die Karten zahlreicher Inseln und Küstengebiete. Zur Reise gehörten auch Untersuchungen im Südatlantik und im südlichen Pazifik. Die Expedition trug damit wesentlich dazu bei, die Vorstellung von einem großen südlichen Kontinent geografisch zu konkretisieren.

Bellingshausens Herkunft verweist auf die vielschichtige Geschichte Estlands. Die baltisch-deutsche Bevölkerung gehörte zur damaligen Gesellschaft der Ostseeprovinzen des Russischen Reiches; Angehörige dieser Gruppe dienten häufig in dessen Verwaltung und Marine. Der Jahrestag bot Estland daher die Möglichkeit, eine regional verwurzelte Person aus der internationalen Entdeckungs- und Wissenschaftsgeschichte aufzugreifen. Das Segelschiff steht zugleich für die russische Südpolarexpedition und für die nautischen Voraussetzungen der frühen Antarktisforschung.

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