CC 335 2019
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Italien · 500. Todestag von Leonardo da Vinci
Auflage2.973.000
Ausgabedatum25.01.2019
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 500. Todestag von Leonardo da Vinci. Das Motiv zeigt einen Ausschnitt aus seinem Gemälde „Dama con l’ermellino“ (Dame mit dem Hermelin) aus dem Czartoryski-Museum in Krakau. Ergänzt wird es durch den Schriftzug „Leonardo“, die Initialen „MAC“, das Kürzel „RI“, das Münzzeichen „R“ und die Jahreszahlen „1519-2019“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt einen Ausschnitt aus dem Gemälde „Dama con l’ermellino“ (Dame mit dem Hermelin) von Leonardo da Vinci (Czartoryski-Museum in Krakau). Auf der linken Seite sind der Schriftzug „Leonardo“, die Initialen „MAC“ der Künstlerin Maria Angela Cassol und das Kürzel der Republik Italien „RI“ zu erkennen. Rechts befinden sich das Münzzeichen der Münze von Rom „R“ und die Jahreszahlen „1519-2019“ für das Todesjahr Leonardos bzw. das Jahr der Münzausgabe.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Leonardo da Vinci wurde 1452 in der Nähe des toskanischen Ortes Vinci geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung in Florenz in der Werkstatt Andrea del Verrocchios. Später arbeitete er unter anderem in Mailand, Florenz und Rom. Neben Malerei und Bildhauerei beschäftigte er sich mit Anatomie, Mechanik, Architektur, Wasserbau und Flugapparaten. Viele seiner technischen Entwürfe blieben Studien, zeigen aber, wie eng er künstlerische Beobachtung und naturkundliche Untersuchung miteinander verband.
Einen großen Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Leonardo am Mailänder Hof der Sforza. Dort entstand um 1489/1490 das für die Münze verwendete Porträt. Die dargestellte junge Frau wird als Cecilia Gallerani identifiziert. Sie stammte aus einer Mailänder Familie, war literarisch gebildet und gehörte zum Umfeld Ludovico Sforzas, des damaligen Machthabers von Mailand, mit dem sie eine Beziehung hatte.
Das Hermelin wird unterschiedlich gedeutet. Es galt als Sinnbild der Reinheit und könnte zugleich auf Ludovico Sforza anspielen, der in einen Ritterorden mit diesem Wappentier aufgenommen worden war. Außerdem wird ein sprachlicher Bezug zwischen dem Familiennamen Gallerani und der griechischen Bezeichnung für das Tier vermutet. Das Porträt unterscheidet sich von vielen zeitgenössischen Darstellungen durch die gedrehte Körperhaltung, den seitwärts gerichteten Blick und die sorgfältig ausgeführte Hand. Dadurch wirkt die Figur nicht statisch, sondern wie in einem kurzen Moment der Bewegung erfasst.
In seinen letzten Lebensjahren folgte Leonardo einer Einladung des französischen Königs Franz I. und lebte im Schloss Clos Lucé bei Amboise. Dort starb er. Italien griff das Jubiläumsjahr auf, weil Leonardo eng mit der Kunst und Gelehrtenkultur der italienischen Renaissance verbunden ist. Die Wahl eines in seiner Mailänder Zeit entstandenen Werkes verweist zugleich auf seine Tätigkeit an verschiedenen italienischen Höfen und auf die internationale Überlieferung seiner Arbeiten.
Einen großen Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Leonardo am Mailänder Hof der Sforza. Dort entstand um 1489/1490 das für die Münze verwendete Porträt. Die dargestellte junge Frau wird als Cecilia Gallerani identifiziert. Sie stammte aus einer Mailänder Familie, war literarisch gebildet und gehörte zum Umfeld Ludovico Sforzas, des damaligen Machthabers von Mailand, mit dem sie eine Beziehung hatte.
Das Hermelin wird unterschiedlich gedeutet. Es galt als Sinnbild der Reinheit und könnte zugleich auf Ludovico Sforza anspielen, der in einen Ritterorden mit diesem Wappentier aufgenommen worden war. Außerdem wird ein sprachlicher Bezug zwischen dem Familiennamen Gallerani und der griechischen Bezeichnung für das Tier vermutet. Das Porträt unterscheidet sich von vielen zeitgenössischen Darstellungen durch die gedrehte Körperhaltung, den seitwärts gerichteten Blick und die sorgfältig ausgeführte Hand. Dadurch wirkt die Figur nicht statisch, sondern wie in einem kurzen Moment der Bewegung erfasst.
In seinen letzten Lebensjahren folgte Leonardo einer Einladung des französischen Königs Franz I. und lebte im Schloss Clos Lucé bei Amboise. Dort starb er. Italien griff das Jubiläumsjahr auf, weil Leonardo eng mit der Kunst und Gelehrtenkultur der italienischen Renaissance verbunden ist. Die Wahl eines in seiner Mailänder Zeit entstandenen Werkes verweist zugleich auf seine Tätigkeit an verschiedenen italienischen Höfen und auf die internationale Überlieferung seiner Arbeiten.
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