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CC 330 2018 Coincard Stgl./BU

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Malta · Serie: Von Kindern mit Solidarität, Kulturelles Erbe

Auflage19.500
Ausgabepreis7,00 €
Ausgabedatum07.11.2018
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis12,00 €

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Die Gedenkmünze ist dem maltesischen Kulturerbe gewidmet. Das von einer Schülerin entworfene Motiv zeigt prähistorische Tempel als älteste frei stehende Strukturen der Welt, eine für maltesische Städte und Dörfer typische Kirchenkuppel mit Kirchturm sowie ein traditionelles maltesisches Boot mit maltesischer Flagge.

Das Motiv
Das Münzmotiv wurde von einer Schülerin entworfen und zeigt verschiedene typische Elemente des maltesischen Kulturerbes. Es verweist auf die prähistorischen Tempel als älteste frei stehende Strukturen der Welt, zeigt eine Kirchenkuppel und einen Kirchturm als typische Bauwerke maltesischer Städte und Dörfer und bildet ein traditionelles maltesisches Boot mit maltesischer Flagge ab. Der Name des Ausgabestaats „Malta“ steht oben im Münzinneren, das Ausgabejahr „2018“ unten.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Malta besitzt mehrere megalithische Tempelanlagen, die zwischen dem 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. errichtet wurden. Zu ihnen gehören Ġgantija auf Gozo sowie Ħaġar Qim, Mnajdra, Tarxien, Ta’ Ħaġrat und Skorba auf der Hauptinsel. Sie entstanden lange vor den ägyptischen Pyramiden. Ihre Erbauer verwendeten große Kalksteinblöcke und schufen Anlagen mit mehreren, häufig halbkreisförmigen Kammern. Schriftliche Zeugnisse dieser Gesellschaft fehlen; Altäre, Tierknochen und Figuren lassen jedoch auf kultische Handlungen schließen. Mehrere dieser Anlagen gehören heute zum UNESCO-Welterbe.

Die ausgeprägte kirchliche Architektur Maltas hängt mit der langen Geschichte des Katholizismus auf den Inseln zusammen. Besonders unter dem Johanniterorden, der Malta von 1530 bis 1798 beherrschte, verbreiteten sich barocke Formen. Viele Pfarrkirchen erhielten ihre heutige Gestalt allerdings erst im 19. oder frühen 20. Jahrhundert. Kirchen bestimmen nicht nur die Ortsbilder, sondern stehen auch im Mittelpunkt der örtlichen „Festi“. Diese Patronatsfeste verbinden Gottesdienste mit Prozessionen, Musik, Feuerwerk und der Dekoration von Straßen und Gebäuden.

Die Seefahrt prägt Malta aufgrund seiner Lage zwischen Sizilien und Nordafrika. Über Jahrhunderte dienten die Inseln als Hafen-, Handels- und Militärstützpunkt. Kleine einheimische Boote wurden für Fischfang, Warentransport und den Verkehr zwischen den Inseln eingesetzt. Damit verweist die maritime Tradition zugleich auf alltägliche Erwerbsformen und auf Maltas Kontakte zu unterschiedlichen Kulturräumen des Mittelmeers.

Die Ausgabe gehörte zu einem mehrjährigen maltesischen Münzprogramm, bei dem Kinder und Jugendliche Motive zu gesellschaftlichen Themen gestalteten. Der Anlass war daher kein Jahrestag eines einzelnen Ereignisses. Vielmehr sollte das Thema Kulturerbe aus der Perspektive junger Menschen behandelt werden. Die Verbindung verschiedener Zeitschichten – Vorgeschichte, religiös geprägte Ortskultur und maritime Lebenswelt – fasst dabei zentrale Bereiche zusammen, über die Malta seine historische Identität vermittelt.

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