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Andorra · 100 Jahre Hymne Andorras
Ausgabedatum07.02.2018
Gesamtauflage85.000
EU-Maximum85.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftHimne Andorrà / 2017 / 100 anys de l’himne d’Andorra
DesignerAteliers de Gravure
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 100. Jahrestag der Bestimmung der Hymne Andorras zur Nationalhymne durch das andorranische Parlament („Consell General“) am 2. April 1917. Das Motiv zeigt einen Ausschnitt aus der 1914 veröffentlichten Hymne mit deren Beginn in Noten, umgeben von einem Blumenmotiv und den Schriftzügen „Himne Andorrà“ sowie „100 anys de l’himne d’Andorra“.
Das Motiv
Abgebildet ist ein Ausschnitt aus der 1914 veröffentlichten Hymne Andorras. Mittig findet sich der Beginn der Hymne in Noten, umgeben von einem Blumenmotiv mit dem Schriftzug „Himne Andorrà“ (Hymne Andorras).
Darüber stehen das Ausgabejahr „2017“ und der Schriftzug „100 anys de l’himne d’Andorra“ (100 Jahre Hymne Andorras).
Die Münze erinnert an den 100. Jahrestag der Bestimmung zur Nationalhymne Andorras durch das andorranische Parlament („Consell General“) am 2. April 1917.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Darüber stehen das Ausgabejahr „2017“ und der Schriftzug „100 anys de l’himne d’Andorra“ (100 Jahre Hymne Andorras).
Die Münze erinnert an den 100. Jahrestag der Bestimmung zur Nationalhymne Andorras durch das andorranische Parlament („Consell General“) am 2. April 1917.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die andorranische Nationalhymne trägt den Titel „El Gran Carlemany“ („Der große Karl der Große“). Der Text stammt von Joan Benlloch i Vivó, der als Bischof von Urgell zugleich einer der beiden Kofürsten Andorras war. Die Melodie komponierte der andorranische Priester und Musiker Enric Marfany Bons. Durch Benllochs Doppelrolle war die Entstehung der Hymne eng mit der politischen und kirchlichen Ordnung des Landes verbunden.
Im Lied spricht Andorra in der ersten Person. Es bezeichnet Karl den Großen als seinen Vater und die Jungfrau von Meritxell als seine Mutter. Damit verbindet der Text eine mittelalterliche Herkunftserzählung mit der katholischen Tradition des Landes. Nach einer andorranischen Überlieferung gewährte Karl der Große den Bewohnern des Pyrenäengebiets als Dank für ihre Unterstützung im Kampf gegen muslimische Herrscher Freiheitsrechte. Diese Erzählung ist Teil des nationalen Selbstbildes, entspricht aber nicht unmittelbar der späteren staatsrechtlichen Entstehung Andorras.
Die politische Ordnung des Fürstentums geht vor allem auf die sogenannten Paréage-Verträge des späten 13. Jahrhunderts zurück. Sie regelten die gemeinsame Herrschaft des Bischofs von Urgell und des Grafen von Foix. Aus den Rechten der Grafen von Foix entwickelte sich später die französische Kofürstenwürde, die heute vom französischen Staatspräsidenten ausgeübt wird. Der zweite Kofürst ist weiterhin der Bischof von Urgell. Die Hymne verweist zudem auf Andorras Lage zwischen Frankreich und Spanien und stellt das Land als eigenständiges Gemeinwesen zwischen diesen Nachbarn dar.
Die Jungfrau von Meritxell ist die Schutzpatronin Andorras. Ihr Gedenktag am 8. September ist zugleich der Nationalfeiertag. Die Hymne vereint somit dynastische Überlieferung, Religion, geografische Lage und politische Eigenständigkeit. Als eines der staatlichen Symbole neben Flagge und Wappen bot sie sich deshalb für eine Gedenkmünze an; der Jahrestag bezog sich nicht nur auf ein Musikstück, sondern auf die institutionelle Festlegung eines nationalen Zeichens.
Im Lied spricht Andorra in der ersten Person. Es bezeichnet Karl den Großen als seinen Vater und die Jungfrau von Meritxell als seine Mutter. Damit verbindet der Text eine mittelalterliche Herkunftserzählung mit der katholischen Tradition des Landes. Nach einer andorranischen Überlieferung gewährte Karl der Große den Bewohnern des Pyrenäengebiets als Dank für ihre Unterstützung im Kampf gegen muslimische Herrscher Freiheitsrechte. Diese Erzählung ist Teil des nationalen Selbstbildes, entspricht aber nicht unmittelbar der späteren staatsrechtlichen Entstehung Andorras.
Die politische Ordnung des Fürstentums geht vor allem auf die sogenannten Paréage-Verträge des späten 13. Jahrhunderts zurück. Sie regelten die gemeinsame Herrschaft des Bischofs von Urgell und des Grafen von Foix. Aus den Rechten der Grafen von Foix entwickelte sich später die französische Kofürstenwürde, die heute vom französischen Staatspräsidenten ausgeübt wird. Der zweite Kofürst ist weiterhin der Bischof von Urgell. Die Hymne verweist zudem auf Andorras Lage zwischen Frankreich und Spanien und stellt das Land als eigenständiges Gemeinwesen zwischen diesen Nachbarn dar.
Die Jungfrau von Meritxell ist die Schutzpatronin Andorras. Ihr Gedenktag am 8. September ist zugleich der Nationalfeiertag. Die Hymne vereint somit dynastische Überlieferung, Religion, geografische Lage und politische Eigenständigkeit. Als eines der staatlichen Symbole neben Flagge und Wappen bot sie sich deshalb für eine Gedenkmünze an; der Jahrestag bezog sich nicht nur auf ein Musikstück, sondern auf die institutionelle Festlegung eines nationalen Zeichens.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenCoincard
- Verpackung
- Coincard
- Auflage
- 85.000
- Marktpreis
- 24,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Coincard
85.000
Offizielle Ausgabepreise
2017 · Coincard: 12,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
