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Vorderseite

Frankreich · 50 Jahre Römische Verträge
Ausgabedatum25.03.2007
Gesamtauflage9.406.875
EU-Maximum9.400.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftTRAITÉ DE ROME / 50 ANS / EUROPE / RÉPUBLIQUE FRANÇAISE / 2007
DesignerHelmut Andexlinger
PrägestätteBisher wurden alle französischen 2€CC geprägt bei:
Monnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom durch die sechs Gründungsmitglieder am 25. März 1957. Das Motiv zeigt das unterzeichnete Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio in Rom sowie die Aufschrift „Europa“ und zwölf Sterne. Bei der luxemburgischen Ausgabe überlagert das Bildnis des Großherzogs Henri die linke Seite des Motivs als Kippeffekt.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Mit den „Römischen Verträgen“ sind zwei getrennte Abkommen gemeint: der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Unterzeichner waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Die Verträge traten Anfang 1958 in Kraft.
Die EWG sollte die Volkswirtschaften der beteiligten Staaten enger miteinander verbinden. Vorgesehen waren insbesondere eine Zollunion, ein gemeinsamer Markt und der schrittweise Abbau von Hindernissen für den Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Außerdem entstanden gemeinsame Regeln und Einrichtungen für Bereiche wie Landwirtschaft, Handel und Wettbewerb. Euratom sollte dagegen die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie fördern, Forschung koordinieren und eine gemeinsame Versorgungspolitik unterstützen.
Die Verträge knüpften an die 1951 gegründete Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl an. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Integration stärker auf wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vorbereitet wurden die neuen Gemeinschaften unter anderem durch die Konferenz von Messina und einen Bericht einer Arbeitsgruppe unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak. Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft; ihre Strukturen und Rechtsgrundlagen gingen in die heutige Europäische Union ein. Euratom besteht weiterhin auf eigener vertraglicher Grundlage.
Der Ort der Unterzeichnung liegt auf dem Kapitol, einem der historischen Hügel Roms. Die Zeremonie fand im Palazzo dei Conservatori statt, der heute zu den Kapitolinischen Museen gehört. Der Platz wird außerdem vom Palazzo Senatorio geprägt, dem Sitz der römischen Stadtverwaltung. Die architektonische Neuordnung des Kapitols geht auf Entwürfe Michelangelos zurück; das charakteristische Pflaster wurde allerdings erst im 20. Jahrhundert ausgeführt.
Die Münzausgabe unterstrich den gemeinsamen Bezug der Eurostaaten auf die Entstehung der europäischen Gemeinschaften. Sie war die erste gemeinsame 2-Euro-Gedenkausgabe der damaligen Länder des Euroraums. Für sie wurde ausnahmsweise zugelassen, dass die Staaten daneben noch eine weitere nationale Gedenkmünze ausgeben konnten.
Die EWG sollte die Volkswirtschaften der beteiligten Staaten enger miteinander verbinden. Vorgesehen waren insbesondere eine Zollunion, ein gemeinsamer Markt und der schrittweise Abbau von Hindernissen für den Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Außerdem entstanden gemeinsame Regeln und Einrichtungen für Bereiche wie Landwirtschaft, Handel und Wettbewerb. Euratom sollte dagegen die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie fördern, Forschung koordinieren und eine gemeinsame Versorgungspolitik unterstützen.
Die Verträge knüpften an die 1951 gegründete Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl an. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Integration stärker auf wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vorbereitet wurden die neuen Gemeinschaften unter anderem durch die Konferenz von Messina und einen Bericht einer Arbeitsgruppe unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak. Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft; ihre Strukturen und Rechtsgrundlagen gingen in die heutige Europäische Union ein. Euratom besteht weiterhin auf eigener vertraglicher Grundlage.
Der Ort der Unterzeichnung liegt auf dem Kapitol, einem der historischen Hügel Roms. Die Zeremonie fand im Palazzo dei Conservatori statt, der heute zu den Kapitolinischen Museen gehört. Der Platz wird außerdem vom Palazzo Senatorio geprägt, dem Sitz der römischen Stadtverwaltung. Die architektonische Neuordnung des Kapitols geht auf Entwürfe Michelangelos zurück; das charakteristische Pflaster wurde allerdings erst im 20. Jahrhundert ausgeführt.
Die Münzausgabe unterstrich den gemeinsamen Bezug der Eurostaaten auf die Entstehung der europäischen Gemeinschaften. Sie war die erste gemeinsame 2-Euro-Gedenkausgabe der damaligen Länder des Euroraums. Für sie wurde ausnahmsweise zugelassen, dass die Staaten daneben noch eine weitere nationale Gedenkmünze ausgeben konnten.
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