Übersicht Deutschland 2017 Rheinland-Pfalz, Porta Nigra in Trier – Übersicht
CC 267 2017 Kursmünzensatz PP

KMS PP

Deutschland · Rheinland-Pfalz, Porta Nigra in Trier

Auflage107.000
Ausgabepreis24,50 €
Ausgabedatum03.02.2017
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Marktpreis89,00 €

Auflagenangabe der Quelle: 27000 | 20000

Varianten

5
Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 27.000
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 20.000
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 20.000
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 20.000
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 20.000

Zum Ausgabeanlass

Die Münze würdigt Rheinland-Pfalz im Rahmen der Bundesländerserie. Das Motiv zeigt die Porta Nigra in Trier, das wahrscheinlich am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen, sowie den Schriftzug „RHEINLAND-PFALZ“.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt die Porta Nigra in Trier, das wahrscheinlich am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen.

Im Münzrund ist unten außerdem der Name des Bundeslands „RHEINLAND-PFALZ“ und „D“ für den Ausgabestaat zu lesen. Auf der linken Seite ist das Zeichen der jeweiligen Prägeanstalt („A“, „D“, „F“, „G“ bzw. „J“) zu erkennen und über dem Bild das Ausgabejahr „2017“. Rechts stehen die Initialen des Künstlers „CH“ (Frantisek Chochola).

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Trier entstand in römischer Zeit als Augusta Treverorum im Gebiet des keltischen Stammes der Treverer. Die Stadt entwickelte sich zu einem Verwaltungs- und Handelszentrum. In der Spätantike war sie zeitweise Residenz römischer Kaiser und ein politischer Mittelpunkt des westlichen Reichsteils. Aus dieser Epoche stammen neben dem Stadttor unter anderem die Kaiserthermen, die Barbarathermen, das Amphitheater und die Konstantinbasilika.

Das Tor wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts aus großen Sandsteinquadern errichtet. Die Steine waren ohne Mörtel aufeinandergesetzt und ursprünglich durch Eisenklammern verbunden. Zwei Durchfahrten, mehrgeschossige Türme und ein Innenhof dienten der Kontrolle des Verkehrs. Wahrscheinlich blieb der Bau teilweise unvollendet. Seine heutige Bezeichnung ist mittelalterlichen Ursprungs und bezieht sich auf die dunkle Färbung des Sandsteins; der römische Name ist nicht überliefert.

Dass das Bauwerk erhalten blieb, hängt mit seiner Umnutzung zusammen. Im 11. Jahrhundert ließ sich der aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Einsiedler Simeon darin nieder. Nach seinem Tod wurde das Tor in eine dem heiligen Simeon geweihte Doppelkirche umgewandelt. Dabei entstanden unter anderem Apsiden, Treppenanlagen und weitere kirchliche Einbauten. Auf Anordnung Napoleons wurden diese Ergänzungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts größtenteils entfernt, um das römische Erscheinungsbild wiederherzustellen. Spuren der mittelalterlichen Nutzung sind dennoch erkennbar.

Seit 1986 gehört das Tor zusammen mit weiteren römischen Baudenkmälern Triers, dem Dom und der Liebfrauenkirche zum UNESCO-Welterbe. Es verweist damit sowohl auf die römische Vergangenheit des heutigen Rheinland-Pfalz als auch auf den späteren Umgang mit antiker Bausubstanz.

Die deutsche Bundesländerserie stellte seit 2006 jährlich ein Land anhand eines ausgewählten Bauwerks vor. Die Reihenfolge orientierte sich grundsätzlich am turnusmäßigen Vorsitz im Bundesrat. Für Rheinland-Pfalz bot sich ein Trierer Römerbau als Motiv an, weil er die lange Siedlungs- und Verwaltungsgeschichte des Landes in einem unmittelbar erkennbaren Bauzeugnis bündelt.

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