Übersicht Frankreich 2016 100. Geburtstag und 20. Todestag von François Mitterrand – Übersicht
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CC 254 2016 Blister Stgl./BU

Blister BU

Frankreich · 100. Geburtstag und 20. Todestag von François Mitterrand

Auflage10.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum12.09.2016
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis25,00 €

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt den 100. Geburtstag von François Mitterrand (1916–2016). Das Motiv zeigt ihn im Profil in nachdenklicher Pose sowie rechts sein persönliches Symbol, eine Eiche mit Olivenzweig. Links stehen die Jahreszahlen „1916“ und „2016“, darüber ist sein Name eingraviert.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine Profilansicht von François Mitterrand in nachdenklicher Pose. Auf der rechten Seite ist sein persönliches Symbol, die Eiche mit dem Olivenzweig, abgebildet. Auf der linken Seite sind das Geburtsjahr und das Jahr des hundertsten Geburtstages Mitterands („1916“ und „2016“) zu lesen. Über dem Motiv ist sein Name eingraviert. Das Kürzel des Ausgabestaats „RF“ befindet sich unten.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
François Mitterrand prägte die französische Politik über mehrere Jahrzehnte. Im Zweiten Weltkrieg geriet er als Soldat in deutsche Gefangenschaft, konnte fliehen und schloss sich später der Résistance an. Während der Vierten Republik bekleidete er verschiedene Ministerämter. Nach der Gründung der Fünften Republik wurde er zu einem führenden Gegner Charles de Gaulles und wirkte ab den 1970er-Jahren am Zusammenschluss der französischen Linken unter Führung der Sozialistischen Partei mit.

1981 wurde Mitterrand als erster Sozialist zum Präsidenten der Fünften Republik gewählt. Nach seiner Wiederwahl 1988 blieb er bis 1995 im Amt; seine vierzehnjährige Präsidentschaft ist die längste in der Geschichte dieser Republik. Zu den innenpolitischen Maßnahmen seiner ersten Amtsjahre gehörten die Abschaffung der Todesstrafe, die Dezentralisierung staatlicher Zuständigkeiten, Verstaatlichungen sowie sozialpolitische Reformen. Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten wechselte die Regierung 1983 zu einer stärker auf Haushaltsstabilität ausgerichteten Politik.

In Mitterrands Amtszeit fielen außerdem die ersten sogenannten Kohabitationen: Weil die parlamentarische Mehrheit dem oppositionellen bürgerlichen Lager angehörte, musste der sozialistische Präsident zeitweise mit konservativen Premierministern regieren. Diese Konstellation prägte das institutionelle Verhältnis zwischen Präsident, Regierung und Nationalversammlung.

Außenpolitisch setzte Mitterrand auf die europäische Integration und eine enge Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Helmut Kohl. Beide unterstützten den Ausbau der Europäischen Gemeinschaft und den Weg zur Wirtschafts- und Währungsunion. Der Vertrag von Maastricht, der die Europäische Union begründete und die Voraussetzungen für die gemeinsame Währung schuf, wurde während seiner Präsidentschaft unterzeichnet. Bekannt wurde auch ihr gemeinsames Gedenken an die Kriegstoten in Verdun 1984.

Die Würdigung durch Frankreich erklärt sich aus Mitterrands langjähriger Präsidentschaft, den innenpolitischen Veränderungen seiner Amtszeit und seiner Rolle im europäischen Einigungsprozess. Sein Lebensweg berührt damit zentrale Abschnitte der französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

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