Übersicht Malta 2016 Serie: Prähistorische Stätten Ġgantija-Tempel – Übersicht
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CC 253 2016 Coincard Stgl./BU Münzzeichen Monnaie de Paris

Coincard

Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Ġgantija-Tempel

Auflage30.000
Ausgabepreis7,00 €
Ausgabedatum22.08.2016
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis15,50 €

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Die Gedenkmünze ist der Tempelanlage von Ġgantija auf der Insel Gozo gewidmet. Das Motiv zeigt den jungsteinzeitlichen Megalith-Tempel, der um das 36. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde und zu den ältesten freistehenden und religiösen Bauwerken der Welt zählt. Rechts oben stehen die Inschriften „ĠGANTIJA TEMPLES“ und „3800-3200 BC“.

Das Motiv
In der Mitte der Münze ist die auf der Insel Gozo gelegene Tempelanlage von Ġgantija abgebildet. Ġgantija ist ein Megalith-Tempel aus der Jungsteinzeit. Es ist eines der ältesten freistehenden Bauwerke der Welt und eine der ältesten religiösen Bauten. Die Tempelanlage wurde um das 36. Jahrhundert v. Chr. gebaut und ist damit älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Auf dem inneren Münzring ist rechts oben der Schriftzug „ĠGANTIJA TEMPLES“ eingraviert und darunter die Jahresangabe „3800-3200 BC“ zu lesen. Unten links finden sich der Ausgabestaat „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2016“, eingerahmt vom Münzmeisterzeichen und dem Münzzeichen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Ġgantija besteht aus zwei unmittelbar nebeneinanderliegenden Tempelbauten, die von einer gemeinsamen Umfassungsmauer eingeschlossen werden. Ihre Grundrisse folgen einem für die maltesische Tempelkultur typischen Schema: Von einem Vorhof führt ein zentraler Gang in mehrere halbkreisförmige, seitlich angeordnete Räume. Für die Außenmauern wurden besonders große, widerstandsfähige Kalksteinblöcke verwendet; im Inneren kam leichter zu bearbeitender Kalkstein zum Einsatz. Einige Blöcke wiegen mehrere Tonnen.

Über die Gemeinschaften, die diese Anlagen errichteten, ist nur aus archäologischen Funden etwas bekannt, da sie keine Schriftzeugnisse hinterließen. Vermutlich lebten sie von Landwirtschaft und Viehhaltung. Altäre, Tierknochen, Feuerstellen und Gefäße deuten darauf hin, dass in den Tempeln gemeinschaftliche Zeremonien und Opferhandlungen stattfanden. Der genaue Charakter der Rituale und die verehrten Gottheiten lassen sich jedoch nicht sicher bestimmen. Die auf Malta gefundenen menschlichen Figuren werden häufig mit Fruchtbarkeit oder Ahnenverehrung in Verbindung gebracht, erlauben aber keine eindeutige Deutung.

Der Name Ġgantija ist vom maltesischen Wort für „Riesin“ beziehungsweise „Riese“ abgeleitet. Eine örtliche Überlieferung erklärte die ungewöhnlich großen Steinblöcke damit, dass das Bauwerk von einem riesenhaften Wesen errichtet worden sei. Solche Erzählungen entstanden lange bevor Bauweise und Alter der Anlage archäologisch untersucht werden konnten.

Im 19. Jahrhundert wurde der Komplex freigelegt, wobei frühe Grabungen noch nicht den heutigen archäologischen Standards entsprachen. Spätere Untersuchungen ermöglichten eine genauere Einordnung der einzelnen Bauphasen. Seit 1980 gehört Ġgantija zum UNESCO-Welterbe; später wurden weitere maltesische Megalithanlagen in diese Welterbestätte einbezogen.

Die Ausgabe von 2016 eröffnete eine maltesische Münzserie zu den prähistorischen Stätten des Landes. In den Folgejahren wurden weitere Tempelanlagen sowie das unterirdische Hypogäum von Ħal Saflieni dargestellt. Die Wahl von Ġgantija als Auftakt verwies damit auf die eigenständige Tempelkultur des maltesischen Archipels.

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