CC 249 2016
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Vatikan · 200 Jahre vatikanische Gendarmerie
Auflage10.000
Ausgabepreis37,00 €
Ausgabedatum02.06.2016
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis69,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt das 200-jährige Bestehen des Gendarmeriekorps der Vatikanstadt. Das Motiv zeigt einen vatikanischen Gendarmen vor dem Petersdom, umgeben von der Aufschrift „CORPO DELLA GENDARMERIA“, den Jahreszahlen „1816-2016“ und dem Namen „CITTA’ DEL VATICANO“.
Das Motiv
Auf der nationalen Seite ist ein vatikanischer Gendarm vor dem Petersdom zu sehen. Am oberen Rand des Münzinneren sind halbkreisförmig der Schriftzug „CORPO DELLA GENDARMERIA“ und die Jahreszahlen „1816-2016“ eingeprägt. Am unteren Rand steht halbkreisförmig der Name des Ausgabestaats „CITTA’ DEL VATICANO“. Links neben dem Motiv erscheint das Münzzeichen „R“, rechts davon ist der Name des Künstlers „D. Longo“ eingraviert.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Ursprünge des Korps liegen in der Neuordnung des Kirchenstaates nach der napoleonischen Herrschaft. Papst Pius VII. errichtete 1816 ein päpstliches Carabinieri-Korps. Es sollte im wiederhergestellten Kirchenstaat für öffentliche Sicherheit sorgen, Straftaten verfolgen und die staatliche Ordnung durchsetzen. Seine Organisation orientierte sich an den damals in mehreren europäischen Staaten entstehenden, militärisch gegliederten Polizeikräften.
Mit dem Ende des Kirchenstaates und der Einnahme Roms durch italienische Truppen im Jahr 1870 änderten sich Aufgaben und Wirkungsgebiet grundlegend. Der Papst verfügte fortan nicht mehr über das frühere Territorium. Erst die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien schufen 1929 den souveränen Staat Vatikanstadt. Innerhalb dieses kleinen Staatsgebiets übernahm die Gendarmerie polizeiliche und sicherheitsbezogene Funktionen.
Im Zuge einer Neuordnung unter Papst Paul VI. wurden 1970 mehrere päpstliche bewaffnete Korps aufgelöst. Die Polizeiaufgaben bestanden jedoch unter veränderten Organisationsbezeichnungen weiter. Seit 2002 trägt die Einheit wieder den Namen Gendarmeriekorps des Staates der Vatikanstadt.
Die Gendarmerie ist von der Päpstlichen Schweizergarde zu unterscheiden. Die Schweizergarde ist ein militärisches Korps und vor allem für den persönlichen Schutz des Papstes sowie für Wach- und Ehrendienste zuständig. Die Gendarmerie erfüllt dagegen die Aufgaben einer staatlichen Polizei. Dazu gehören die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, kriminalpolizeiliche Ermittlungen, Verkehrsregelung, Grenz- und Zugangskontrollen sowie die Mitwirkung am Schutz des Papstes und der vatikanischen Einrichtungen. Sie arbeitet dabei auch mit italienischen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen.
Die Würdigung des Korps verweist somit nicht nur auf eine einzelne Polizeieinheit, sondern auch auf die staatliche Verwaltungsgeschichte vom territorial ausgedehnten Kirchenstaat bis zur heutigen Vatikanstadt. Das Jubiläum bot Anlass, die institutionelle Kontinuität der vatikanischen Sicherheitsorgane und ihre Rolle für die Ausübung staatlicher Souveränität hervorzuheben.
Mit dem Ende des Kirchenstaates und der Einnahme Roms durch italienische Truppen im Jahr 1870 änderten sich Aufgaben und Wirkungsgebiet grundlegend. Der Papst verfügte fortan nicht mehr über das frühere Territorium. Erst die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien schufen 1929 den souveränen Staat Vatikanstadt. Innerhalb dieses kleinen Staatsgebiets übernahm die Gendarmerie polizeiliche und sicherheitsbezogene Funktionen.
Im Zuge einer Neuordnung unter Papst Paul VI. wurden 1970 mehrere päpstliche bewaffnete Korps aufgelöst. Die Polizeiaufgaben bestanden jedoch unter veränderten Organisationsbezeichnungen weiter. Seit 2002 trägt die Einheit wieder den Namen Gendarmeriekorps des Staates der Vatikanstadt.
Die Gendarmerie ist von der Päpstlichen Schweizergarde zu unterscheiden. Die Schweizergarde ist ein militärisches Korps und vor allem für den persönlichen Schutz des Papstes sowie für Wach- und Ehrendienste zuständig. Die Gendarmerie erfüllt dagegen die Aufgaben einer staatlichen Polizei. Dazu gehören die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, kriminalpolizeiliche Ermittlungen, Verkehrsregelung, Grenz- und Zugangskontrollen sowie die Mitwirkung am Schutz des Papstes und der vatikanischen Einrichtungen. Sie arbeitet dabei auch mit italienischen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen.
Die Würdigung des Korps verweist somit nicht nur auf eine einzelne Polizeieinheit, sondern auch auf die staatliche Verwaltungsgeschichte vom territorial ausgedehnten Kirchenstaat bis zur heutigen Vatikanstadt. Das Jubiläum bot Anlass, die institutionelle Kontinuität der vatikanischen Sicherheitsorgane und ihre Rolle für die Ausübung staatlicher Souveränität hervorzuheben.
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