Rückseite

Vorderseite

Weitere Bilder der Hauptmünze


Monaco · 150. Jahrestag der Gründung Monte Carlos durch Charles III
Ausgabedatum01.06.2016
Gesamtauflage15.000
EU-Maximum15.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftMONACO / 1866 CHARLES III FONDE MONTE CARLO 2016
DesignerAteliers de Gravure, Monnaie de Paris
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 150. Jahrestag der Gründung Monte Carlos durch Charles III. Das Motiv zeigt Charles III vor einer Darstellung Monte Carlos sowie die Inschriften „MONACO“ und „1866 CHARLES III FONDE MONTE CARLO 2016“.
Das Motiv
Im Münzinneren sind Charles III und im Hintergrund Monte Carlo dargestellt. Am oberen Münzrand ist der Ausgabestaat „MONACO“, flankiert vom Münzzeichen und dem Zeichen des Münzmeisters, zu lesen. Der Schriftzug „1866 CHARLES III FONDE MONTE CARLO 2016“ verläuft entlang des unteren Münzrands.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Charles III. (1818–1889) war von 1856 bis zu seinem Tod Fürst von Monaco. Seine Regierungszeit fiel in eine Phase, in der das Fürstentum seine politische und wirtschaftliche Grundlage neu ordnen musste. Die zuvor zu Monaco gehörenden Orte Menton und Roquebrune hatten sich bereits 1848 von der Herrschaft der Grimaldi losgesagt. Im französisch-monegassischen Vertrag von 1861 verzichtete Monaco endgültig auf beide Gebiete; Frankreich erkannte im Gegenzug die Souveränität des verkleinerten Fürstentums an und leistete eine Entschädigung.
Der Gebietsverlust verringerte die landwirtschaftlichen Flächen und die bisherigen Staatseinnahmen. Die fürstliche Regierung setzte deshalb verstärkt auf den Fremdenverkehr und das Glücksspiel. Eine zentrale Rolle spielte der französische Unternehmer François Blanc, der bereits Erfahrung mit dem Betrieb von Spielbanken besaß. Er übernahm 1863 die Leitung der neu gegründeten Société des Bains de Mer, die das Casino, Hotels und weitere Einrichtungen betrieb. Dazu gehörte auch das 1864 eröffnete Hôtel de Paris.
Das Gebiet, in dem dieser neue Kur- und Vergnügungsbezirk entstand, war zuvor als Plateau des Spélugues bekannt. Die Bezeichnung galt wegen ihrer Verbindung zum Wort für „Höhlen“ als wenig geeignet für einen mondänen Ferienort. Der neue Name Monte-Carlo bedeutet sinngemäß „Karlsberg“ und bezog sich auf den regierenden Fürsten. Monte Carlo ist keine eigenständige Stadt, sondern ein Stadtbezirk beziehungsweise Quartier Monacos.
Der Ausbau wurde durch die Anbindung an die Eisenbahnlinie entlang der Mittelmeerküste erleichtert. Casino und Tourismus entwickelten sich zu wichtigen Einnahmequellen des Staates. Dadurch konnte Monaco seine Finanzen stärker auf Abgaben und Konzessionserträge aus diesem Sektor stützen.
Der Münzanlass verweist somit nicht nur auf eine Namensgebung, sondern auf die Entstehung jenes Wirtschafts- und Stadtmodells, das Monaco bis heute prägt. Zugleich knüpft er an die Geschichte der Dynastie Grimaldi und an die politische Neuorientierung des Fürstentums im 19. Jahrhundert an.
Der Gebietsverlust verringerte die landwirtschaftlichen Flächen und die bisherigen Staatseinnahmen. Die fürstliche Regierung setzte deshalb verstärkt auf den Fremdenverkehr und das Glücksspiel. Eine zentrale Rolle spielte der französische Unternehmer François Blanc, der bereits Erfahrung mit dem Betrieb von Spielbanken besaß. Er übernahm 1863 die Leitung der neu gegründeten Société des Bains de Mer, die das Casino, Hotels und weitere Einrichtungen betrieb. Dazu gehörte auch das 1864 eröffnete Hôtel de Paris.
Das Gebiet, in dem dieser neue Kur- und Vergnügungsbezirk entstand, war zuvor als Plateau des Spélugues bekannt. Die Bezeichnung galt wegen ihrer Verbindung zum Wort für „Höhlen“ als wenig geeignet für einen mondänen Ferienort. Der neue Name Monte-Carlo bedeutet sinngemäß „Karlsberg“ und bezog sich auf den regierenden Fürsten. Monte Carlo ist keine eigenständige Stadt, sondern ein Stadtbezirk beziehungsweise Quartier Monacos.
Der Ausbau wurde durch die Anbindung an die Eisenbahnlinie entlang der Mittelmeerküste erleichtert. Casino und Tourismus entwickelten sich zu wichtigen Einnahmequellen des Staates. Dadurch konnte Monaco seine Finanzen stärker auf Abgaben und Konzessionserträge aus diesem Sektor stützen.
Der Münzanlass verweist somit nicht nur auf eine Namensgebung, sondern auf die Entstehung jenes Wirtschafts- und Stadtmodells, das Monaco bis heute prägt. Zugleich knüpft er an die Geschichte der Dynastie Grimaldi und an die politische Neuorientierung des Fürstentums im 19. Jahrhundert an.
eBay-Preisanalyse
Für diese Ausgabe gibt es einen Preisverlauf aus tatsächlichen eBay-Verkäufen – mit Median, Spanne und Zahl der Verkäufe.
Preisanalyse ansehen2 Euro PP
- Verpackung
- im Etui
- Auflage
- 15.000
- Marktpreis
- 899,00 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
PP
15.000
Offizielle Ausgabepreise
2016 · PP / Proof: 110,00 €
